Schmach zum Teil getilgt
Dienstag, 27. November 2012, 12:50 Uhr
Wer ganz tief im Archiv der nnz zur Beschilderung der drei Autobahnabfahrten im Landkreis Nordhausen "gräbt", der wird erkennen, dass damals durchaus ein Schildbürgerstreich politischer Art betrieben wurde. Jetzt zumindest ist ein Teil der Schmach wieder getilgt...
Wer von Osten nach Westen auf der A 38 unterwegs ist, der fährt an den Anschlussstellen "Heringen", "Nordhausen" und "Werther" vorbei. Es gibt wohl kaum einen ähnlichen Fall, bei dem eine Ab- oder Auffahrt nach einem Dorf benannt ist, statt nach einer Stadt. Doch das hatte damals parteipolitische Hintergründe.
Die Stadt Nordhausen, zu jener Zeit noch sozialdemokratisch regiert, stieß in ihrem Bemühen, die Bezeichnung in "Nordhausen-Ost", "Nordhausen Süd" und "Nordhausen West" ändern zu lassen, auf eine christdemokratische Mauer im Landratsamt und im Land selbst, das damals tiefschwarz regiert war.
Auch der Landkreis in seiner Stellungnahme votierte für die jetzigen Ausschilderung und diese Meinung wurde im Landesverwaltungsamt in Weimar, dessen Spitze ebenfalls CDU-besetzt war, als höherwertig eingestuft. Was dann folgte, das war ein Verwaltungsstreit, dessen Einzelheiten und Spitzfindigkeiten an dieser Stelle nicht weiter erläutert werden sollen.
Jetzt, kurz vor der Anbindung der B 243 an die A 38, können die Verantwortlichen im Nordhäuser Rathaus, allen voran Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD), einen ersten Teilerfolg verbuchen. Aus "Werther" wird "Nordhausen West" und "Nordhausen" mutiert zu "Nordhausen Süd".
Matthias Jendricke reicht das aber noch nicht, auch "Heringen" könnte ihm ein Dorn im Autobahn-Auge bleiben. Aber dort in Heringen regiert Maik Schröter und der ist beiweiten kein Leichtgewicht in der schwarzen Parteienlandschaft Thüringens. Helle Freude vermutlich würde beim Nordhäuser Bürgermeister aufkommen, wenn die künftige Anschlussstelle zur B 243 eventuell in "Autobahndreieck Nordhausen" benannt werden würde.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzWer von Osten nach Westen auf der A 38 unterwegs ist, der fährt an den Anschlussstellen "Heringen", "Nordhausen" und "Werther" vorbei. Es gibt wohl kaum einen ähnlichen Fall, bei dem eine Ab- oder Auffahrt nach einem Dorf benannt ist, statt nach einer Stadt. Doch das hatte damals parteipolitische Hintergründe.
Die Stadt Nordhausen, zu jener Zeit noch sozialdemokratisch regiert, stieß in ihrem Bemühen, die Bezeichnung in "Nordhausen-Ost", "Nordhausen Süd" und "Nordhausen West" ändern zu lassen, auf eine christdemokratische Mauer im Landratsamt und im Land selbst, das damals tiefschwarz regiert war.
Auch der Landkreis in seiner Stellungnahme votierte für die jetzigen Ausschilderung und diese Meinung wurde im Landesverwaltungsamt in Weimar, dessen Spitze ebenfalls CDU-besetzt war, als höherwertig eingestuft. Was dann folgte, das war ein Verwaltungsstreit, dessen Einzelheiten und Spitzfindigkeiten an dieser Stelle nicht weiter erläutert werden sollen.
Jetzt, kurz vor der Anbindung der B 243 an die A 38, können die Verantwortlichen im Nordhäuser Rathaus, allen voran Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD), einen ersten Teilerfolg verbuchen. Aus "Werther" wird "Nordhausen West" und "Nordhausen" mutiert zu "Nordhausen Süd".
Matthias Jendricke reicht das aber noch nicht, auch "Heringen" könnte ihm ein Dorn im Autobahn-Auge bleiben. Aber dort in Heringen regiert Maik Schröter und der ist beiweiten kein Leichtgewicht in der schwarzen Parteienlandschaft Thüringens. Helle Freude vermutlich würde beim Nordhäuser Bürgermeister aufkommen, wenn die künftige Anschlussstelle zur B 243 eventuell in "Autobahndreieck Nordhausen" benannt werden würde.
Peter-Stefan Greiner
