nnz-Rückspiegel: 23. Januar 2003
Freitag, 23. Januar 2004, 06:30 Uhr
Nordhausen (nnz). Sie wollen wissen, was sich im Landkreis Nordhausen vor exakt einem Jahr ereignet hat? Kein Problem! Die nnz hat für Sie im Archiv geblättert. Heute:
Polizei, Kuntz-Gedenkstein, Gespräch und Urteil
Die Polizei ist wieder da
Ein großer Problemstau scheint in der Zeit der amtierenden Polizeiabstinenz in der Nordhäuser Innenstadt nicht entstanden zu sein. Sehr ruhig und unspektakulär ging es nämlich zu bei der Einführung des neu berufenen Ansprechpartners der Polizei im neuen Rathaus in Nordhausen. Begrüßt und eingeführt wurde Polizeihauptmeister Fred Spangenberg von der Polizeiinspektion Nordhausen von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke und Bürgermeister Klaus Wahlbuhl. Spangenberg kam in Begleitung des Leiters der Polizeiinspektion, Polizeirat Hartmut Wachtel, und weiterer Vertreter der Inspektions-Leitungsebene.
Vieler Verhandlungen hatte es bedurft, um der Auflösung der Rolandwache vor etwa zwei Jahren diese neue Polizei-Ansprechstelle im zweiten Stock des neuen Rathauses (Zimmer 205) folgen zu lassen. Fred Spangenberg ist ein erfahrener und sicher auch verständnisvoller Ansprechpartner und wird jeweils donnerstags von 16.00 – 18.00 Uhr den Bürgern für ihre Probleme, Fragen und allfälligen Bedürfnissen zur Verfügung stehen...ausführlich im nnz-Archiv
Kuntz-Gedenkstein ins Museum
Wohin mit dem Albert-Kuntz-Gedenkstein? Die nnz hatte berichtet, dass der Stein nicht mehr tauglich für die Öffentlichkeit sei. Jetzt hatte sich der Ältestenrat des Stadtrates damit befasst und hat entschieden. Der Ältestenrat des Stadtrates Nordhausen – bestehend aus den vier Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD, PDS und Demokratischer Mitte und der Oberbürgermeisterin - sowie die Mitglieder des Ausschusses für Kultur, Soziales und Bildung haben sich dafür ausgesprochen, auf dem Bahnhofplatz eine Informationstafel aufzustellen, die darauf verweist, dass an dieser Stelle der Standort eines Gedenksteins für den getöteten KZ-Häftling Albert Kuntz war. Vor seiner Verwendung zum Kuntz-Gedenken war er ein Gedenkstein für eine Nazi-Größe, erklärte Dr. Klose...ausführlich im nnz-Archiv
Neuer Abschnitt der Stadtgestaltung
Die Planer können Genugtuung empfinden: Ihre Erläuterungen während der jüngsten Informationsveranstaltung fanden großes Interesse und die Zuhörer reagierten in recht sachlicher Weise. Das Stadtplanungsamt Nordhausen hatte für Mittwoch in den Bürgersaal des neuen Rathauses eingeladen und gekommen waren in der Mehrzahl Bürger der Straßenzüge, die durch die bevorstehenden Gestaltungs- und Modernisierungsarbeiten unmittelbar berührt werden. Dazu noch einige Mitglieder der Altstadtinitiative mit Hansjürgen Nüßle an der Spitze, der den Ablauf der Veranstaltung in gewohnt engagierter Weise begleitete.
Es geht bei dem Gestaltungskomplex um den Bereich von der Nachtigallenpforte bis zur Kreuzung Blasiistraße/Barfüßer Straße. Mario Manolow vom Stadtplanungsamt hatte schon im vergangenen Jahr mit den Erläuterungen über das Vorhaben, das auch den entsprechenden Teil des Historischen Stadtrundgangs einschließt, gute Vorarbeit in der Information geleistet. Die gekommenen Anlieger ließen schnell erkennen, dass sie über den Komplex der geplanten Arbeiten durchaus im Bilde waren. Den zunächst von Markus Jähnichen (Planungsbüro Lepere) gegebenen Erläuterungen folgten deshalb schnell Detailfragen aus dem unmittelbaren Interesse der Anwohner heraus...ausführlich im nnz-Archiv
Auflagen teilweise aufgehoben
Für den am Samstag stattfindenden Aufmarsch der NPD in Nordhausen hatte das Landratsamt zahlreiche Auflagen erteilt (nnz berichtete). Das Verwaltungsgericht in Weimar hat einige davon wieder außer Kraft gesetzt. So verbot das Landratsamt unter anderem das Tragen von schwarz-weiß-roten Fahnen. Diese Auflage wurde durch das Weimarer Gericht außer Kraft gesetzt. In der Begründung der Verwaltungsrichter hieß es, dass vom Tragen dieser Fahnen keine unmittelbare Gefahr für die Ordnung und Sicherheit ausgehen würde. Bei vielen Punkten ihres Eilantrages bliebt die Antragstellerin (NPD) jedoch erfolglos...ausführlich im nnz-Archiv
Mildes Urteil für Bankraub
Vor dem Nordhäuser Amtsgericht musste sich heute eine 56jährige Frau aus Hessen verantworten. Sie hatte im vergangenen Jahr zwei Banken überfallen. Um es vornweg zu nehmen: Das Gericht verurteilte die Frau zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren, die auf eine Bewährungszeit von drei Jahren ausgesetzt wurde. Die Frau hatte im Februar 2002 zuerst eine Bank in Creuzburg bei Eisenach überfallen, mußte jedoch ohne Beute wieder abziehen. Zwei Wochen später überfiel die Angeklagte die Volksbank-Filiale in Wipperdorf und erbeutete rund 10.000 Euro (nnz berichtete ausführlich, siehe deshalb auch im Archiv).
Das milde Urteil begründete das Gericht mit der eingeschränkten Steuerungsfähigkeit der Frau zum Tatzeitpunkt. Das hatte auch ein Gutachter bestätigt. Die Hessin befand sich damals in einer schwierigen finanziellen und persönlichen Situation. So war ihre Mutter verstorben, ihre Geschäfte in Eschwege musste sie aufgeben. Schulden drückten. Nach den Taten hatte sich die 56jährige schriftlich bei den Mitarbeiterinnen beider Banken für ihre Taten entschuldigt. Sie ist jetzt Sozialhilfeempfängerin...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnzPolizei, Kuntz-Gedenkstein, Gespräch und Urteil
Die Polizei ist wieder da
Ein großer Problemstau scheint in der Zeit der amtierenden Polizeiabstinenz in der Nordhäuser Innenstadt nicht entstanden zu sein. Sehr ruhig und unspektakulär ging es nämlich zu bei der Einführung des neu berufenen Ansprechpartners der Polizei im neuen Rathaus in Nordhausen. Begrüßt und eingeführt wurde Polizeihauptmeister Fred Spangenberg von der Polizeiinspektion Nordhausen von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke und Bürgermeister Klaus Wahlbuhl. Spangenberg kam in Begleitung des Leiters der Polizeiinspektion, Polizeirat Hartmut Wachtel, und weiterer Vertreter der Inspektions-Leitungsebene.
Vieler Verhandlungen hatte es bedurft, um der Auflösung der Rolandwache vor etwa zwei Jahren diese neue Polizei-Ansprechstelle im zweiten Stock des neuen Rathauses (Zimmer 205) folgen zu lassen. Fred Spangenberg ist ein erfahrener und sicher auch verständnisvoller Ansprechpartner und wird jeweils donnerstags von 16.00 – 18.00 Uhr den Bürgern für ihre Probleme, Fragen und allfälligen Bedürfnissen zur Verfügung stehen...ausführlich im nnz-Archiv
Kuntz-Gedenkstein ins Museum
Wohin mit dem Albert-Kuntz-Gedenkstein? Die nnz hatte berichtet, dass der Stein nicht mehr tauglich für die Öffentlichkeit sei. Jetzt hatte sich der Ältestenrat des Stadtrates damit befasst und hat entschieden. Der Ältestenrat des Stadtrates Nordhausen – bestehend aus den vier Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD, PDS und Demokratischer Mitte und der Oberbürgermeisterin - sowie die Mitglieder des Ausschusses für Kultur, Soziales und Bildung haben sich dafür ausgesprochen, auf dem Bahnhofplatz eine Informationstafel aufzustellen, die darauf verweist, dass an dieser Stelle der Standort eines Gedenksteins für den getöteten KZ-Häftling Albert Kuntz war. Vor seiner Verwendung zum Kuntz-Gedenken war er ein Gedenkstein für eine Nazi-Größe, erklärte Dr. Klose...ausführlich im nnz-Archiv
Neuer Abschnitt der Stadtgestaltung
Die Planer können Genugtuung empfinden: Ihre Erläuterungen während der jüngsten Informationsveranstaltung fanden großes Interesse und die Zuhörer reagierten in recht sachlicher Weise. Das Stadtplanungsamt Nordhausen hatte für Mittwoch in den Bürgersaal des neuen Rathauses eingeladen und gekommen waren in der Mehrzahl Bürger der Straßenzüge, die durch die bevorstehenden Gestaltungs- und Modernisierungsarbeiten unmittelbar berührt werden. Dazu noch einige Mitglieder der Altstadtinitiative mit Hansjürgen Nüßle an der Spitze, der den Ablauf der Veranstaltung in gewohnt engagierter Weise begleitete.
Es geht bei dem Gestaltungskomplex um den Bereich von der Nachtigallenpforte bis zur Kreuzung Blasiistraße/Barfüßer Straße. Mario Manolow vom Stadtplanungsamt hatte schon im vergangenen Jahr mit den Erläuterungen über das Vorhaben, das auch den entsprechenden Teil des Historischen Stadtrundgangs einschließt, gute Vorarbeit in der Information geleistet. Die gekommenen Anlieger ließen schnell erkennen, dass sie über den Komplex der geplanten Arbeiten durchaus im Bilde waren. Den zunächst von Markus Jähnichen (Planungsbüro Lepere) gegebenen Erläuterungen folgten deshalb schnell Detailfragen aus dem unmittelbaren Interesse der Anwohner heraus...ausführlich im nnz-Archiv
Auflagen teilweise aufgehoben
Für den am Samstag stattfindenden Aufmarsch der NPD in Nordhausen hatte das Landratsamt zahlreiche Auflagen erteilt (nnz berichtete). Das Verwaltungsgericht in Weimar hat einige davon wieder außer Kraft gesetzt. So verbot das Landratsamt unter anderem das Tragen von schwarz-weiß-roten Fahnen. Diese Auflage wurde durch das Weimarer Gericht außer Kraft gesetzt. In der Begründung der Verwaltungsrichter hieß es, dass vom Tragen dieser Fahnen keine unmittelbare Gefahr für die Ordnung und Sicherheit ausgehen würde. Bei vielen Punkten ihres Eilantrages bliebt die Antragstellerin (NPD) jedoch erfolglos...ausführlich im nnz-Archiv
Mildes Urteil für Bankraub
Vor dem Nordhäuser Amtsgericht musste sich heute eine 56jährige Frau aus Hessen verantworten. Sie hatte im vergangenen Jahr zwei Banken überfallen. Um es vornweg zu nehmen: Das Gericht verurteilte die Frau zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren, die auf eine Bewährungszeit von drei Jahren ausgesetzt wurde. Die Frau hatte im Februar 2002 zuerst eine Bank in Creuzburg bei Eisenach überfallen, mußte jedoch ohne Beute wieder abziehen. Zwei Wochen später überfiel die Angeklagte die Volksbank-Filiale in Wipperdorf und erbeutete rund 10.000 Euro (nnz berichtete ausführlich, siehe deshalb auch im Archiv).
Das milde Urteil begründete das Gericht mit der eingeschränkten Steuerungsfähigkeit der Frau zum Tatzeitpunkt. Das hatte auch ein Gutachter bestätigt. Die Hessin befand sich damals in einer schwierigen finanziellen und persönlichen Situation. So war ihre Mutter verstorben, ihre Geschäfte in Eschwege musste sie aufgeben. Schulden drückten. Nach den Taten hatte sich die 56jährige schriftlich bei den Mitarbeiterinnen beider Banken für ihre Taten entschuldigt. Sie ist jetzt Sozialhilfeempfängerin...ausführlich im nnz-Archiv
