Ehrenamt gewürdigt
Dienstag, 20. November 2012, 19:00 Uhr
Nicht mehr im Landgasthof in Bielen, sondern in Ottos Steakehouse mitten in Nordhausen wurden am Abend Frauen und Männer aus dem Landkreis Nordhausen geehrt, die über alle Maßen ehrenamtlich tätig sind...
Die 27 Menschen, die heute stellvertretend für die vielen anderen ehrenamtlich Aktiven ausgezeichnet wurden, seien aus insgesamt rund 60 Vorschlägen ausgewählt worden, sagte Landrätin Birgit Keller (LINKE) in ihrer Rede. Den Ehrenamtsabend gibt es im Landkreis seit 2004. Jedes Jahr unterstützt die Thüringer Ehrenamtsstiftung die Regionen des Freistaats mit Mitteln, um die freiwillige Arbeit vor Ort zu fördern.
Landrätin Birgit Keller gratuliert Wolfgang Reichardt
In diesem Jahr habe der Landkreis fast 36.500 Euro erhalten, mit denen Projekte aus insgesamt 86 Anträgen von Vereinen, Selbsthilfegruppen, Gemeinden und Einzelinitiativen aus den Bereichen wie Kultur, Jugend, Soziales, Gesundheit und Sport unterstützen werden konnten.
Seit 15 Jahren erfreut Wolfgang Reichardt ehrenamtlich die Gäste der Tagespflege-Einrichtung in Heringen mit Volksmusik. Er spielt den Gästen regelmäßig Stücke auf seinem Akkordeon und ist dadurch bei den Senioren sehr beliebt. Wolfgang Reichardt ist seit 46 Jahren ununterbrochen in Ehrenämtern tätig. Er setzt sich dafür ein, die Südharzer Folklore im gesamten Harzgebiet zu erhalten, zu fördern und weiterzuentwickeln.
Mit 22 Jahren begann Herr Reichardt, die Heimatgruppe in Rüdigsdorf zu leiten. Danach übernahm er die Leitung der Heimatgruppe in Harzungen und gründete mit dem Lehrer Heinz Heise in den 70er Jahren die Folkloregruppe in Hesserode. Anschließend war er 35 Jahre lang der Leiter der Heimatgruppe "Goldene Aue" in Heringen. Parallel dazu übernahm er 18 Jahre lang die Kindergruppe in Ilfeld. Seit 6 Jahren ist er federführend bei der Heimatgruppe der Uthleber Landfrauen aktiv. Kurz nach der politischen Wende wurde Herr Reichardt zum stellvertretenden Heimatgruppenwart des gesamten Harzklubs gewählt und hat diese Funktion bis heute inne. Hier setzt er sich für eine gute Zusammenarbeit aller Ost- und Westharzer Heimat- und Folkloregruppen ein und kämpft dafür, dass die drei Harzer Jodlerwettstreite in Clausthal-Zellerfeld, Altenbrak und in Leimbach als Tradition erhalten bleiben.
2. Iris Kazmierczak aus Urbach
Seit vielen Jahren unterstützt Iris Kazmierczak den Fußballverein TSV 03 Urbach, der sie auch für die heutige Auszeichnung vorgeschlagen hat. Vor 8 Jahren übernahm sie in dem Verein die Aufgaben des Kassenwarts. Sie organisiert jedes Jahr verschiedene Vereinsfeste und Feiern. Darunter fallen das jährliche Sportfest und die Kirmes, welche das sportliche und kulturelle Dorfleben bereichern. In Ihrem Engagement ist sie Vorbild für viele junge Sportler und Vereinsmitglieder. Außerdem ist Iris Kazmierczak noch ehrenamtlich beim Waldbauernverband tätig und dort für die Holzvergabe zuständig.
3. Erika Hesse aus Harztor
Erika Hesse wurde 1943 in Lipinhauland in Pommern geboren. Als Kind wurde sie aus ihrer Heimat vertrieben und fand im Landkreis Nordhausen letztlich ein neues Zuhause. In DDR-Zeiten war es für die Heimatvertriebenen schwierig, über ihre Geschichte öffentlich zu reden. Sie galten als Umsiedler. Dennoch tauschte sich Frau Hesse im Freundeskreis über ihre Erlebnisse aus und pflegte Kontakt zu Schicksalsgefährten. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands arbeitet sie aktiv im Bund der Vertriebenen im Landkreis Nordhausen mit. Als Stellvertreter des BdV Kreisvorsitzenden und als Vorsitzende des Ortsverbandes Niedersachswerfen leistet sie einen erheblichen Beitrag zur Wahrung und Pflege heimatlichen Brauchtums und der Ostdeutschen Kultur. Erika Hesse ist stets eine fürsorgliche Ansprechpartnerin für die Heimatvertriebenen in allen Lebenslagen. Durch ihr Engagement und ihre Menschlichkeit hat sie sich hohe Achtung erworben.
4. Inge Eisenächer aus Ellrich
Inge Eisenächer pflegt seit 23 Jahren die KZ-Gedenkstätte Ellrich - Juliushütte. Sie sagt immer: "Ich tue das für alle, die hier ihr Leben ließen". Vorgeschlagen hat Frau Eisenächer für die heutige Auszeichnung ihre Tochter Evelyn Schurzmann. Die Begründung: Ihre Mutter leiste mit ihrem unermüdlichen Einsatz einen unschätzbaren Beitrag für die Pflege und Erhaltung der Gedenkstätte. Das unermessliche Leid, das tausenden Menschen angetan wurde, dürfe nie in Vergessenheit geraten. Dem können wir nur beipflichten – zumal Frau Eisenächer im Januar kommenden Jahres 80 Jahre alt wird.
5. Stephanie Wenzel aus Görsbach
Stephanie Wenzel ist seit 1986 Mitglied der Sportgemeinschaft "Blau-Gelb" Görsbach e.V., und seit dieser Zeit als Abteilungs- und Übungsleiterin für Gymnastik tätig. Der Verein hat sie für die Würdigung vorgeschlagen, weil ihre kontinuierlich angebotenen Übungsstunden einen regen Zuspruch der sportlich interessierten Frauen aus Görsbach und der Region erreichen. 39 Mitglieder sind in der Gymnastikgruppe organisiert. Frau Wenzel zeichnet sich auch bei der Gestaltung der Sportwochen, bei der Unterstützung des traditionellen Kartoffelscheibenessens und durch die Teilnahme an zentralen Frauensporthöhepunkten aus. Auch in der Vorstandsarbeit bringt sie anregende Vorschläge ein.
6. Georg Kühn aus Görsbach
Georg Kühn ist seit 1947 Mitglied des Sportvereins Blau-Gelb Görsbach und seit dieser Zeit aufopferungsvoll für ihn tätig. 1957 kam er in das Erste Mannschaftskollektiv und war erfolgreicher Torwart. Als damals Vorstandswahlen stattfanden, wurde er zum Abteilungsleiter für Fußball berufen. Beim Ausbau des neuen Sportplatzes von 1957 bis 1960 beteiligte sich Herr Kühn aktiv. Seinem unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass sich das sportliche Geschehen in Görsbach zielstrebig entwickelt hat.
Seit mehr als 37 Jahren ist Georg Kühn 1. Vorsitzender der Sportgemeinschaft. Neben den großen Abteilungen Fußball und Tischtennis etablierten sich die Abteilungen Schach, Gymnastik, Volleyball, Vorschulsport und Wandern. Unter seiner Regie wurde ständig versucht, ein Angebot für die sportlichen Interessen der Görsbacher zu schaffen. Als Vorsitzender der Sportgemeinschaft setzt sich Georg Kühn immer dafür ein, dass alle sportinteressierten Kinder und Jugendliche mitmachen können. Die kontinuierliche Förderung der Nachwuchssportler prägen das Handeln von Georg Kühn und sind Basis für das Fortbestehen des Vereins.
Seinem Einsatz ist der Ausbau des Sportlerheims zu dem heutigen Jugend-, Sport- und Freizeitzentrum zu verdanken. Nicht unerwähnt bleiben darf an dieser Stelle auch sein unermüdlicher Kampf um die Bereitstellung von Arbeitsplätzen auf dem 2. Arbeitsmarkt. Außerdem ist Herr Kühn seit 1994 im Gemeinderat der Gemeinde Görsbach tätig und setzt sich dort aktiv für die Belange der Bürger und Mitglieder der Sportgemeinschaft ein. Er hat den Verein zu dem gemacht, was er heute darstellt.
7. Steffen Hartmann aus Sollstedt
Eigentlich startete Steffen Hartmann in der Abteilung Schwimmen des SV "Aktivist" Sollstedt. Doch dabei blieb er nicht lange, denn schon nach kurzer Zeit hat er seine Freude am Kegelsport entdeckt. Schon im Jugendalter konnte er dort gute sportliche Erfolge erzielen. Herr Hartmann stand mit in der ersten Reihe, als der Verein nach der Wiedervereinigung die Kegelbahn übernommen hat. Er ist immer zur Stelle, wenn handwerkliche Aufgaben bei Renovierungs- und Modernisierungsaufgaben gefragt sind. Er gehört zu den Sportlern, die stets für bessere Bedingungen auf der Kegelbahn eingetreten sind. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Modernisierungen der letzten 12 Jahre realisiert werden konnten. Es wurde eine moderne Kegelsportanlage in Sollstedt geschaffen, woran Herr Hartmann einen wesentlichen Anteil beigetragen hat. Neben seinen eigenen sportlichen Leistungen trägt er wesentlich mit zum guten Klima in der Mannschaft bei.
8. Hans Schulze aus Großwechsungen
Der heute 82-jährige Hans Schulze ist seit dem Jahr 2000 Mitglied des Vereins der Landsenioren Nordhausen e.V. und nimmt gemeinsam mit seiner Ehefrau regelmäßig an den Veranstaltungen teil. Für ihn ist es eine Selbstverständlichkeit, Mitglieder die selbst nicht mehr mit dem Auto fahren können, zu Veranstaltungen mitzunehmen. Er leistet einen beispielgebenden Beitrag, um der Vereinsamung älterer Menschen entgegenzuwirken, denn er besuch sie auch ohne Anlass, worüber diese sehr dankbar sind. Auch bei den jährlichen Treffen der Thüringer Landsenioren ist Herr Schulz regelmäßig dabei. Bei den Diskussionen um die Vereinsamung und das "Aussterben" von Dörfern beteiligt sich Herr Schulze sehr engagiert. Denn er wohnt selbst in einem Dorf und weiß, wovon er spricht. Er ist eine geachtete Persönlichkeit, geht sicher und bestimmt auf andere zu und weiß sie zu motivieren. Für das Motto der Landsenioren "Einander Helfen - Freude bereiten" steht Herr Schulze mit Wort und Tat.
9. Udo Rust aus Bleicherode
Udo Rust hat in Eigeninitiative Anfang 2009 einen Aufruf zur Gründung eines Seniorentanzes gestartet. Wöchentlich treffen sich nun Senioren zum Tanznachmittag im Sankt Marien Hospital in Bleicherode. Dort tanzen sie aus Spaß an der Freude und treten darüber hinaus auch öffentlich auf, zum Beispiel bei Weihnachtsfeiern oder in der Rehaklinik Bad Tennstedt. Herr Rust als Leiter des Tanzclubs, der seine Würdigung hier vorgeschlagen hat, ist inzwischen 72 Jahre alt und engagiert sich auch noch in diesem rüstigen Alter als Organisator der Truppe und deren Veranstaltungen und studiert mit den Senioren viele neue Tänze ein. Woche für Woche bereitet er den Tanznachmittag vor und führt durch das Programm.
Obwohl bei Herrn Rust gesundheitliche Beschwerden vorliegen und seine Frau derzeit schwer erkrankt ist, fällt dennoch kein Tanznachmittag aus. Da das Sankt Marien Hospital ermöglicht, die Tanznachmittag in einem sehr schönen, hellen Saal zu veranstalten, hat sich Herr Rust im Gegenzug bereit erklärt, auch mit den Heimbewohnern Sitztänze durchzuführen. Das ist natürlich für die Bewohner eine sehr schöne und abwechslungsreiche Nachmittagsbeschäftigung. Herr Rust, mit Begeisterung Tänzer, ist ausschließlich ehrenamtlich tätig. Seine Anstrengungen, sein Bemühen und sein Ehrgeiz immer wieder neue Tänze zu vermitteln, führt dazu, dass die Senioren die Tanznachmittage nicht mehr missen wollen. Ein Tagebuch, das die Senioren gewissenhaft führen, hilft die vielen erlebnisreichen Tage nicht zu vergessen.
10. Birgit Buchholz aus Rehungen
1998 haben heimatverbunde Einwohner der Gemeinde Rehungen die Brauchtumsgruppe gegründet. Seit dieser Zeit ist Birgit Buchholz deren Vorsitzende. Unter ihrer Regie wird das zur Tradition gewordene jährliche Heimatstubenfest unter der alten Schullinde organisiert, das großen Zuspruch der Rehunger erfährt. Frau Buchholz ist es zu verdanken, dass im Rahmen des Naturpark-Wettbewerbes "Liebenswerte Bäume" des Regionalverbandes Harz im vergangenen Jahr die bemerkenswerte Rehunger Schullinde aufgenommen wurde. Dank ihrer Initiative gelang es außerdem mit Hilfe der Wohnungsverwaltung Sollstedt und unzähliger Helfer das Herrenhaus des ehemaligen Rittergutes derer von Hagen vor dem Verfall zu retten.
2012 konnte das mit vielen Exponaten ausgestattete Heimatmuseum eingeweiht werden. Auch das 888-järige Dorfjubiläum hat sie mit großem Engagement vorbereitet. Seit Jahren forscht Birgit Buchholz zur Geschichte der Region und veröffentlicht dazu in der "Eichsfelder Pforte". Auch im Rahmen von Veranstaltungen des Heimatbundes Thüringen e.V. ist sie aktiv tätig.
11./12. Familie Sigrun und Rolf Benkstein aus Windehausen
Es gibt kaum eine Veranstaltung wie Feuerwehreinsatz, Arbeitseinsatz oder Aktivität der evangelischen Kirchengemeinde und des Sportvereins bei der Rolf Benkstein nicht an vorderster Stelle mitwirkt. Seit vielen Jahren unterstützt er sämtliche kommunalen Aktivitäten als ehemaliges langjähriges Gemeinderatsmitglied und jetziger Ortschaftsrat in einem seiner vielen Ehrenämter.
Durch seinen Einsatz hat er sich breiteste Anerkennung weit über die Grenzen der Stadt Heringen mit all seinen Ortsteilen hinaus erworben - zu Recht! Der 54-Jährige beteiligt sich seit 30 Jahren in der freiwilligen Feuerwehr seines Wohnortes Windehausen. Im Ortschaftsrat Windehausen, dem er seit 1984 angehört, wird seine Meinung geachtet. Auch im Heimatverein freut man sich über seine Hilfsbereitschaft. Für ihn ist es selbstverständlich, auch im Kirmesverein aktiv zu werden. Auch bei den jährlichen Flurumfahrungen rund um das Gemeindeareal, bei der rund 150 Einwohner mit Traktoren und Anhängern ihre unmittelbare Heimat erleben, wirkt er mit.
Herr Benkstein ist zudem stellvertretender Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft. Wenn bei Renovierungsarbeiten an der örtlichen Kirche Baugerüste erstellt werden oder Fuhrleistungen erforderlich sind, kann man immer auf Rolf Benkstein zählen. Das Wort "Nein" kennt er nicht. Aber damit nicht genug, seit 17 Jahren ist er Vorsitzender des "LanzBulldogClub Südharz" e.V. Durch sein stetes Wirken, sein Organisationstalent und sein freundliches Wesen hat er enormen Anteil an der positiven Entwicklung des Vereins mir 65 Mitgliedern. Der LanzBulldogClub Südharz e.V. erhält und pflegt für den Landkreis Nordhausen ein technisches Denkmal, die einzige betriebsfähige Dampfmaschine in Thüringen. Und hinter jedem tüchtigen Mann steht auch eine starke Frau. In all diese Aktivitäten ist Sigrun Benkstein voll mit einbezogen. Obwohl sie selbst berufstätig ist, hält sie ihrem Mann den Rücken frei und bringt immer sehr viel Verständnis auf. Oft hilft sie gemeinsam mit anderen Vereinsfrauen bei Veranstaltungen und trägt somit zum guten Gelingen bei.
13. Alexander Moser aus Heringen
Alexander Moser ist der Vorsitzende des Vereins für lebendiges Mittelalter. Meist hält er sich dezent im Hintergrund und kümmert sich um viele Dinge, die man vordergründig nicht sieht, sei es die Lohnabrechnung für die Bürgerarbeiter, die Krankenkassenmeldungen oder die Zusammenarbeit mit Behörden. Einen enormen Beitrag leistet er für die Vorträge des Vereins. Alle Bilddokumente werden von ihm digitalisiert, aufbereitet und zusammengestellt, Filme geschnitten und beides mit Musik unterlegt. Diese Arbeiten nehmen für einen Jahresvortrag schon bis zu über 100 Stunden in Anspruch.
Auch für die Gestaltung der Infotafeln für den Burgenrundweg rund um die Ebersburg, den wir erst kürzlich gemeinsam eröffnet haben, hat Herr Moser Material zur Verfügung gestellt. Bei allen Auftritten des Vereins ist er aktiv und maßgeblich dabei. Herr Moser arbeitet auch auf der Ebersburg mit und hat umfangreiche Vermessungen durchgeführt, die Zuwegung mit instand gesetzt und bei den Bergungsarbeiten von sehr schweren Artefakten mit angefasst. Er führt umfangreiche Sicherheitskontrollen auf der Ebersburg durch und hat an der Fertigung des Wunschzettelbriefkastens, der zurzeit auf der Ebersburg steht, mitgewirkt. Weiterhin nimmt Herr Moser an Beratungen und Besprechungen teil. Er fährt zu Weiterbildungen und Informationsveranstaltungen, pflegt die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen - das trotz seines umfangreichen Berufslebens im Dreischichtsystem investiert er einen Großteil seiner Freizeit in sein ehrenamtliches Engagement.
14. Wolfgang Müller aus Nordhausen
Wolfgang Müller hat seit mehr als 20 Jahren für das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie und auch für das Landesamt in Sachsen-Anhalt gearbeitet. Seine fundierten und umfangreichen Kenntnisse im Bereich der Archäologie stellt er nun als Grabungsleiter für den Erhalt und die Erforschung der Ebersburg zur Verfügung und das nur für eine geringe Aufwandsentschädigung. Die Ausgrabungen auf der Ebersburg sind die technisch schwierigsten, die er je hatte - bedingt durch die Topografie des Geländes. Sie erfordern einen erhöhten körperlichen Einsatz. All dies meistert Herr Müller trotz gesundheitlicher Einschränkungen. Bei jeder Wetterlage leitet er die Grabungen.
Zusätzlich fertigt er auch in Fachkreisen hochgeschätzte Dokumentationen an, bestimmt die Fundstücke und leitet die Inventarisierung. Weiterhin ist Herr Müller bei den Veranstaltungen auf der Ebersburg als Berater für fachkundige Führungen und als Aufsicht oder Sicherheitsbegleitung während der Nachtwanderungen durch den Wald hinauf zur Burgruine engagiert. Beim Umzug des Rolandsfestes und bei den Thüringentagen stellte Herr Müller wiederholt "König Heinrich I" mit königlicher Würde als Botschafter für seine geliebte Heimat dar.
15. Monika Urbansky aus Nordhausen
Monika Urbansky ist seit Jahrzehnten verantwortlich für den Blumenschmuck im Nordhäuser Dom. Sie schmückt persönlich vor jedem Wochenende neu die Altäre im Dom und der romanischen Krypta. Gemeindemitglieder spenden oft Blumen aus ihren eigenen Gärten, die Frau Urbansky in stundenlanger Arbeit zu wunderschönen Gestecken und Sträußen zusammenfügt. Im Laufe der Woche erneuert Frau Urbansky immer wieder den Blumenschmuck, gießt regelmäßig und entfernt verwelkte Blüten. Die Besucher des täglich geöffneten Doms drücken oft ihr Erstaunen über den würdigen Blumenschmuck aus.
Hilfe erfährt Frau Urbansky immer wieder durch ihren Ehemann Gerhard, der gekaufte und gestiftete Blumen aus den Gärten der Gemeindemitglieder abholt. Darüber hinaus ist Frau Urbansky als Caritashelferin in der Pfarrergemeinde tätig, wirkt im Domchor seit Jahrzehnten mit und ist Heimsprecherin der Bewohner des Alten- und Pflegeheims St. Josef in Nordhausen. Die Domgemeinde ist sehr dankbar für die ehrenamtliche Tätigkeit von Frau Urbansky.
16. Claudia Brauer-Henze aus Werther
Der Verein "Starke Kinder" hat sich vor 2 Jahren für alle Kinder und Jugendlichen in der Gemeinde Werther gegründet. Die Vereinsmitglieder wollen helfen, die Lebensbedingungen der Kinder und Jugendlichen im ländlich geprägten Gebiet zu verbessern und sie in ihrem Aufwachsen unterstützen. Claudia Brauer-Henze ist die erste Vorsitzende des Vereins. Sie setzt alle Kraft daran, die anstehenden Projekte zu bewältigen und Fördergelder zu akquirieren. Die Projekte begleitet Frau Brauer-Henze von der Beantragung über die Durchführung bis zur Übergabe an die Kinder oder Jugendlichen der Gemeinde. So konnten durch ihren unermüdlichen Einsatz Kinderspielplätze in Werther und in Großwechsungen neu gestaltet bzw. errichtet werden. Die Kindertagesstätte "Kleine Entdecker" in Großwechsungen freute sich über eine Wassermatschanlage und einen neu gestalteten Eingangs- und Flurbereich. Die Kita Abenteuerland in Werther konnte sich in den vergangenen Jahren über die Ausgestaltung eines Kinderfestes mit Hüpfburg und Schminkstation freuen, ebenso über eine Nestschaukel und diverse Spiel- und Beschäftigungsmaterialien für Kinder.
17. Heike Hatzky aus Kleinwechsungen
Heike Hatzky ist ebenfalls im Verein Starke Kinder engagiert. Sie ist stets zur Stelle, wenn der Verein eine Veranstaltung begleitet, hilft bei der Organisation und dem Auf- und Abbauen der einzelnen Stationen. In der örtlichen Gemeinschaft von Großwechsungen organisiert Frau Hatzky den jährlich stattfindenden Adventskalender. Dies ist ein begehbarer Adventskalender der Vereine, Institutionen und Gewerbetreibenden und Einrichtungen aus Großwechsungen. Mit hohem Engagement kontaktiert sie dafür die Partner und Teilnehmer. So schafft sie für die Kinder und Eltern eine besinnliche und spannende Adventszeit.
18. Christoph Burkert – Ortsbrandmeister aus Neustadt
Ortsbrandmeister Christoph Burkert leitet sehr erfolgreich seit dem Zusammengehen der Feuerwehren Neustadt und Osterode die FFW Neustadt/Osterode. Unter seiner Führung ist eine gemeinsame und fachlich kompetente Einsatzgruppe entstanden. Mit Engagement, Einfühlvermögen und Führungsverantwortung gelingt es ihm, die Kameraden zu motivieren, sich stets weiterzubilden und die Technik in einwandfreiem Zustand zu halten.
Er organisiert Wettkämpfe mit anderen freiwilligen Feuerwehren aus der Region und gestaltet für die ehrenamtlichen Kameraden Festveranstaltungen. Der Ausbau der Nachwuchsarbeit liegt ihm am Herzen. Neustadt verfügt über eine der größten Kinder- und Jugendfeuerwehren des Landkreises. Außerdem ist er sehr aktiv als Ortsvorsitzender des Ortsverbandes der DLRG Neustadt und setzt sich für den Erhalt des Neustädter Waldbades ein. In dieser Funktion organisiert er auch das jährliche Neptunfest als kulturellen Höhepunkt.
19. Joachim Schoolmann aus Neustadt
Joachim Schoolmann ist seit vielen Jahren Mitglied im Harzklub Zweigverein Neustadt/Osterode. Er tritt konsequent für den Harz als Ganzes ein und war er als stellvertretender Haupt-Harzklub-Vorsitzender des Harzklubs e.V. als Vertreter der Thüringer Harzklubzweigvereine tätig. Er war Vorsitzender und ist jetzt der Stellvertreter des Harzklubs Neustadt/Osterode. Unter seiner Führung entwickelte sich der Harzklubzweigverein Neustadt/Osterode e.V. zu einem erfolgreichen Verein. Er engagiert sich für die Pflege der Wanderwege in Neustadt und der Region, den Naturschutz und den Erhalt des Brauchtums. Als Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit seien hier die Einrichtung des Lutherweges und die des Ebersburgweges genannt.
Somit engagiert sich Herr Schoolmann nicht nur für seinen Heimatort Neustadt, sondern auch für den Landkreis und die Region. Als Mitglied des Neustädter Volkschores singt er im Männerchor und auch in der Trachtengruppe und sorgt somit für den Erhalt und die Weiterverbreitung des Harzer Brauchtums. Das Heimatmuseum in Neustadt wurde durch ihn maßgeblich gestaltet und gepflegt. Er bringt in viele Vereine Neustadts rege Aktivitäten und Ideen ein, die das Vereinsleben immer wieder neu prägen und weiterentwickeln. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass sein ganzes Wirken auch unterstützt wird durch seine Ehefrau Inge Schoolmann.
20./21. Familie Ingrid und Manfred Schmücking aus Niedergebra
Ingrid und Manfred Schmücking setzen sich seit Jahren für die Belange von Menschen mit Demenz ein. Sie organisieren Veranstaltungen und Schulungen für Angehörige und ehrenamtliche Helfer und bieten Beschäftigungsangebote für dementiell Erkrankte in Zusammenarbeit mit den Altenhilfeeinrichtungen vor Ort an. Das Ehepaar ist sehr engagiert und hilfreich im Zusammenhang mit der Arbeit demenzerkrankter Menschen.
22./23. Familie Elfe und Heinz Kellner aus Werther
Elfe und Heinz Kellner pflegen das Kirchen- und Pfarrgrundstück in Großwerther. Ihre unermüdliche Arbeit umfasst die regelmäßige Rasenpflege, den Rückschnitt der Hecken und sie fegen auch die Straßen. Über das Jahr verteilt führen außerdem sie im und um das Grundstück kleinere Reparaturarbeiten aus.
24. Jutta Podewski aus Werther
Jutta Podewski ist seit vielen Jahren die "gute Seele" im Pfarrhaus von Werther. Sie richtet die Kirche für die Gottesdienste her, indem sie den Altar schmückt. Auch im Pfarrhaus spürt jeder ihre lieben Hände. Weiterhin gestaltet Frau Podewski den Raum für die Frauenhilfe, den Kirchenchor oder für die anderen Kreise im Pfarrhaus.
25. Sigrid Scholz aus Nordhausen
Sigrid Scholz leitet seit rund 10 Jahren mit großem Engagement die Treffen der Alkoholkranken des Blauen Kreuzes. Die Selbsthilfegruppe für Betroffene und Angehörige hat ungefähr 30 Mitglieder. Frau Scholz sorgt jeden Freitag für Kaffee, Kuchen und Brötchen. Sie bereitet die Themen vor und ist auch außerhalb der Sitzungen jederzeit für die Gruppenmitglieder erreichbar. Frau Scholz organisiert darüber hinaus Freizeiten, Besinnungswochen, Weihnachtsfeiern, Grillabende und andere Veranstaltungen.
26. Günther Schulz aus Nordhausen
Von Beginn seiner Tätigkeit im Kreisvorstand der Kreisvolkssolidarität engagierte sich Günther Schulz dafür, die wirtschaftlichen Abläufe zu verbessern. Aufgrund seiner langjährigen betriebswirtschaftlichen Erfahrungen in leitenden Funktionen der Wirtschaft war er ein wichtiger Ansprechpartner im Vorstand. Dieser wirtschaftliche Sachverstand war bei der Erschließung neuer sozialer Dienstleistungsangebote für die Mitglieder und der betreuten Menschen der Volkssolidarität von großer Hilfe. So begleitete er zum Beispiel mit fachlichem Rat, ein Angebot für betreutes Wohnen in Nordhausen zu erstellen. Der Kreisvorstand der Kreisvolkssolidarität Nordhausen ist davon überzeugt, dass die heute vorhandene wirtschaftliche Grundlage des Vereins ohne das große Engagement von Herrn Schulz nicht erreicht worden wäre. Sowohl als Vorstandsmitglied als auch als Ansprechpartner bei Veranstaltungen der Volkssolidarität genoss und genießt er ein hohes Ansehen im Verein. Darüber hinaus steht er dem Kreisverband immer zur Verfügung, wenn seine Hilfe gebraucht wird.
27. Charlotte Lutze aus Ellrich
Charlotte Lutze ist eine sehr engagierte Ehrenamtliche. Seit 10 Jahren ist sie für die Stiftung Betreuungswerk Post-Bank und Telekom ehrenamtlich tätig. Frau Lutze ist Sprecherin des Seniorenbeirates der Post in Nordhausen und betreut mit ihrem Seniorenbeirat rund 300 ehemalige Postsenioren. Mit viel Überlegung, guten Ideen und tollem Engagement führt sie das Team durchs Jahr. Frau Lutze organisiert Sommer- und Weihnachtsfeste mit großen Überraschungen für alle Senioren. Wanderungen und Busreisen, welche sie mit Zeit und Mühe plant, gehören auch zu ihrem Programm.
"Habe keine Zeit" gibt es für diese Frau nicht, denn für Sorgen und Nöte hat sie stets ein offenes Ohr. Frau Lutze hat auch Zeit für die kleinen Einwohner des Landkreises. Als Lesementorin ist sie in der Realschule in Ellrich jede Woche einmal anzutreffen. Ihr Engagement gehört auch der evangelischen Kirche in Ellrich. Auch im Vorstand des Vermieterbundes hat ihr Wort auch Gewicht.
Autor: nnzDie 27 Menschen, die heute stellvertretend für die vielen anderen ehrenamtlich Aktiven ausgezeichnet wurden, seien aus insgesamt rund 60 Vorschlägen ausgewählt worden, sagte Landrätin Birgit Keller (LINKE) in ihrer Rede. Den Ehrenamtsabend gibt es im Landkreis seit 2004. Jedes Jahr unterstützt die Thüringer Ehrenamtsstiftung die Regionen des Freistaats mit Mitteln, um die freiwillige Arbeit vor Ort zu fördern.
Landrätin Birgit Keller gratuliert Wolfgang Reichardt
In diesem Jahr habe der Landkreis fast 36.500 Euro erhalten, mit denen Projekte aus insgesamt 86 Anträgen von Vereinen, Selbsthilfegruppen, Gemeinden und Einzelinitiativen aus den Bereichen wie Kultur, Jugend, Soziales, Gesundheit und Sport unterstützen werden konnten.
Die Geehrten
1. Wolfgang Reichardt aus HeringenSeit 15 Jahren erfreut Wolfgang Reichardt ehrenamtlich die Gäste der Tagespflege-Einrichtung in Heringen mit Volksmusik. Er spielt den Gästen regelmäßig Stücke auf seinem Akkordeon und ist dadurch bei den Senioren sehr beliebt. Wolfgang Reichardt ist seit 46 Jahren ununterbrochen in Ehrenämtern tätig. Er setzt sich dafür ein, die Südharzer Folklore im gesamten Harzgebiet zu erhalten, zu fördern und weiterzuentwickeln.
Mit 22 Jahren begann Herr Reichardt, die Heimatgruppe in Rüdigsdorf zu leiten. Danach übernahm er die Leitung der Heimatgruppe in Harzungen und gründete mit dem Lehrer Heinz Heise in den 70er Jahren die Folkloregruppe in Hesserode. Anschließend war er 35 Jahre lang der Leiter der Heimatgruppe "Goldene Aue" in Heringen. Parallel dazu übernahm er 18 Jahre lang die Kindergruppe in Ilfeld. Seit 6 Jahren ist er federführend bei der Heimatgruppe der Uthleber Landfrauen aktiv. Kurz nach der politischen Wende wurde Herr Reichardt zum stellvertretenden Heimatgruppenwart des gesamten Harzklubs gewählt und hat diese Funktion bis heute inne. Hier setzt er sich für eine gute Zusammenarbeit aller Ost- und Westharzer Heimat- und Folkloregruppen ein und kämpft dafür, dass die drei Harzer Jodlerwettstreite in Clausthal-Zellerfeld, Altenbrak und in Leimbach als Tradition erhalten bleiben.
2. Iris Kazmierczak aus Urbach
Seit vielen Jahren unterstützt Iris Kazmierczak den Fußballverein TSV 03 Urbach, der sie auch für die heutige Auszeichnung vorgeschlagen hat. Vor 8 Jahren übernahm sie in dem Verein die Aufgaben des Kassenwarts. Sie organisiert jedes Jahr verschiedene Vereinsfeste und Feiern. Darunter fallen das jährliche Sportfest und die Kirmes, welche das sportliche und kulturelle Dorfleben bereichern. In Ihrem Engagement ist sie Vorbild für viele junge Sportler und Vereinsmitglieder. Außerdem ist Iris Kazmierczak noch ehrenamtlich beim Waldbauernverband tätig und dort für die Holzvergabe zuständig.
3. Erika Hesse aus Harztor
Erika Hesse wurde 1943 in Lipinhauland in Pommern geboren. Als Kind wurde sie aus ihrer Heimat vertrieben und fand im Landkreis Nordhausen letztlich ein neues Zuhause. In DDR-Zeiten war es für die Heimatvertriebenen schwierig, über ihre Geschichte öffentlich zu reden. Sie galten als Umsiedler. Dennoch tauschte sich Frau Hesse im Freundeskreis über ihre Erlebnisse aus und pflegte Kontakt zu Schicksalsgefährten. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands arbeitet sie aktiv im Bund der Vertriebenen im Landkreis Nordhausen mit. Als Stellvertreter des BdV Kreisvorsitzenden und als Vorsitzende des Ortsverbandes Niedersachswerfen leistet sie einen erheblichen Beitrag zur Wahrung und Pflege heimatlichen Brauchtums und der Ostdeutschen Kultur. Erika Hesse ist stets eine fürsorgliche Ansprechpartnerin für die Heimatvertriebenen in allen Lebenslagen. Durch ihr Engagement und ihre Menschlichkeit hat sie sich hohe Achtung erworben.
4. Inge Eisenächer aus Ellrich
Inge Eisenächer pflegt seit 23 Jahren die KZ-Gedenkstätte Ellrich - Juliushütte. Sie sagt immer: "Ich tue das für alle, die hier ihr Leben ließen". Vorgeschlagen hat Frau Eisenächer für die heutige Auszeichnung ihre Tochter Evelyn Schurzmann. Die Begründung: Ihre Mutter leiste mit ihrem unermüdlichen Einsatz einen unschätzbaren Beitrag für die Pflege und Erhaltung der Gedenkstätte. Das unermessliche Leid, das tausenden Menschen angetan wurde, dürfe nie in Vergessenheit geraten. Dem können wir nur beipflichten – zumal Frau Eisenächer im Januar kommenden Jahres 80 Jahre alt wird.
5. Stephanie Wenzel aus Görsbach
Stephanie Wenzel ist seit 1986 Mitglied der Sportgemeinschaft "Blau-Gelb" Görsbach e.V., und seit dieser Zeit als Abteilungs- und Übungsleiterin für Gymnastik tätig. Der Verein hat sie für die Würdigung vorgeschlagen, weil ihre kontinuierlich angebotenen Übungsstunden einen regen Zuspruch der sportlich interessierten Frauen aus Görsbach und der Region erreichen. 39 Mitglieder sind in der Gymnastikgruppe organisiert. Frau Wenzel zeichnet sich auch bei der Gestaltung der Sportwochen, bei der Unterstützung des traditionellen Kartoffelscheibenessens und durch die Teilnahme an zentralen Frauensporthöhepunkten aus. Auch in der Vorstandsarbeit bringt sie anregende Vorschläge ein.
6. Georg Kühn aus Görsbach
Georg Kühn ist seit 1947 Mitglied des Sportvereins Blau-Gelb Görsbach und seit dieser Zeit aufopferungsvoll für ihn tätig. 1957 kam er in das Erste Mannschaftskollektiv und war erfolgreicher Torwart. Als damals Vorstandswahlen stattfanden, wurde er zum Abteilungsleiter für Fußball berufen. Beim Ausbau des neuen Sportplatzes von 1957 bis 1960 beteiligte sich Herr Kühn aktiv. Seinem unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass sich das sportliche Geschehen in Görsbach zielstrebig entwickelt hat.
Seit mehr als 37 Jahren ist Georg Kühn 1. Vorsitzender der Sportgemeinschaft. Neben den großen Abteilungen Fußball und Tischtennis etablierten sich die Abteilungen Schach, Gymnastik, Volleyball, Vorschulsport und Wandern. Unter seiner Regie wurde ständig versucht, ein Angebot für die sportlichen Interessen der Görsbacher zu schaffen. Als Vorsitzender der Sportgemeinschaft setzt sich Georg Kühn immer dafür ein, dass alle sportinteressierten Kinder und Jugendliche mitmachen können. Die kontinuierliche Förderung der Nachwuchssportler prägen das Handeln von Georg Kühn und sind Basis für das Fortbestehen des Vereins.
Seinem Einsatz ist der Ausbau des Sportlerheims zu dem heutigen Jugend-, Sport- und Freizeitzentrum zu verdanken. Nicht unerwähnt bleiben darf an dieser Stelle auch sein unermüdlicher Kampf um die Bereitstellung von Arbeitsplätzen auf dem 2. Arbeitsmarkt. Außerdem ist Herr Kühn seit 1994 im Gemeinderat der Gemeinde Görsbach tätig und setzt sich dort aktiv für die Belange der Bürger und Mitglieder der Sportgemeinschaft ein. Er hat den Verein zu dem gemacht, was er heute darstellt.
7. Steffen Hartmann aus Sollstedt
Eigentlich startete Steffen Hartmann in der Abteilung Schwimmen des SV "Aktivist" Sollstedt. Doch dabei blieb er nicht lange, denn schon nach kurzer Zeit hat er seine Freude am Kegelsport entdeckt. Schon im Jugendalter konnte er dort gute sportliche Erfolge erzielen. Herr Hartmann stand mit in der ersten Reihe, als der Verein nach der Wiedervereinigung die Kegelbahn übernommen hat. Er ist immer zur Stelle, wenn handwerkliche Aufgaben bei Renovierungs- und Modernisierungsaufgaben gefragt sind. Er gehört zu den Sportlern, die stets für bessere Bedingungen auf der Kegelbahn eingetreten sind. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Modernisierungen der letzten 12 Jahre realisiert werden konnten. Es wurde eine moderne Kegelsportanlage in Sollstedt geschaffen, woran Herr Hartmann einen wesentlichen Anteil beigetragen hat. Neben seinen eigenen sportlichen Leistungen trägt er wesentlich mit zum guten Klima in der Mannschaft bei.
8. Hans Schulze aus Großwechsungen
Der heute 82-jährige Hans Schulze ist seit dem Jahr 2000 Mitglied des Vereins der Landsenioren Nordhausen e.V. und nimmt gemeinsam mit seiner Ehefrau regelmäßig an den Veranstaltungen teil. Für ihn ist es eine Selbstverständlichkeit, Mitglieder die selbst nicht mehr mit dem Auto fahren können, zu Veranstaltungen mitzunehmen. Er leistet einen beispielgebenden Beitrag, um der Vereinsamung älterer Menschen entgegenzuwirken, denn er besuch sie auch ohne Anlass, worüber diese sehr dankbar sind. Auch bei den jährlichen Treffen der Thüringer Landsenioren ist Herr Schulz regelmäßig dabei. Bei den Diskussionen um die Vereinsamung und das "Aussterben" von Dörfern beteiligt sich Herr Schulze sehr engagiert. Denn er wohnt selbst in einem Dorf und weiß, wovon er spricht. Er ist eine geachtete Persönlichkeit, geht sicher und bestimmt auf andere zu und weiß sie zu motivieren. Für das Motto der Landsenioren "Einander Helfen - Freude bereiten" steht Herr Schulze mit Wort und Tat.
9. Udo Rust aus Bleicherode
Udo Rust hat in Eigeninitiative Anfang 2009 einen Aufruf zur Gründung eines Seniorentanzes gestartet. Wöchentlich treffen sich nun Senioren zum Tanznachmittag im Sankt Marien Hospital in Bleicherode. Dort tanzen sie aus Spaß an der Freude und treten darüber hinaus auch öffentlich auf, zum Beispiel bei Weihnachtsfeiern oder in der Rehaklinik Bad Tennstedt. Herr Rust als Leiter des Tanzclubs, der seine Würdigung hier vorgeschlagen hat, ist inzwischen 72 Jahre alt und engagiert sich auch noch in diesem rüstigen Alter als Organisator der Truppe und deren Veranstaltungen und studiert mit den Senioren viele neue Tänze ein. Woche für Woche bereitet er den Tanznachmittag vor und führt durch das Programm.
Obwohl bei Herrn Rust gesundheitliche Beschwerden vorliegen und seine Frau derzeit schwer erkrankt ist, fällt dennoch kein Tanznachmittag aus. Da das Sankt Marien Hospital ermöglicht, die Tanznachmittag in einem sehr schönen, hellen Saal zu veranstalten, hat sich Herr Rust im Gegenzug bereit erklärt, auch mit den Heimbewohnern Sitztänze durchzuführen. Das ist natürlich für die Bewohner eine sehr schöne und abwechslungsreiche Nachmittagsbeschäftigung. Herr Rust, mit Begeisterung Tänzer, ist ausschließlich ehrenamtlich tätig. Seine Anstrengungen, sein Bemühen und sein Ehrgeiz immer wieder neue Tänze zu vermitteln, führt dazu, dass die Senioren die Tanznachmittage nicht mehr missen wollen. Ein Tagebuch, das die Senioren gewissenhaft führen, hilft die vielen erlebnisreichen Tage nicht zu vergessen.
10. Birgit Buchholz aus Rehungen
1998 haben heimatverbunde Einwohner der Gemeinde Rehungen die Brauchtumsgruppe gegründet. Seit dieser Zeit ist Birgit Buchholz deren Vorsitzende. Unter ihrer Regie wird das zur Tradition gewordene jährliche Heimatstubenfest unter der alten Schullinde organisiert, das großen Zuspruch der Rehunger erfährt. Frau Buchholz ist es zu verdanken, dass im Rahmen des Naturpark-Wettbewerbes "Liebenswerte Bäume" des Regionalverbandes Harz im vergangenen Jahr die bemerkenswerte Rehunger Schullinde aufgenommen wurde. Dank ihrer Initiative gelang es außerdem mit Hilfe der Wohnungsverwaltung Sollstedt und unzähliger Helfer das Herrenhaus des ehemaligen Rittergutes derer von Hagen vor dem Verfall zu retten.
2012 konnte das mit vielen Exponaten ausgestattete Heimatmuseum eingeweiht werden. Auch das 888-järige Dorfjubiläum hat sie mit großem Engagement vorbereitet. Seit Jahren forscht Birgit Buchholz zur Geschichte der Region und veröffentlicht dazu in der "Eichsfelder Pforte". Auch im Rahmen von Veranstaltungen des Heimatbundes Thüringen e.V. ist sie aktiv tätig.
11./12. Familie Sigrun und Rolf Benkstein aus Windehausen
Es gibt kaum eine Veranstaltung wie Feuerwehreinsatz, Arbeitseinsatz oder Aktivität der evangelischen Kirchengemeinde und des Sportvereins bei der Rolf Benkstein nicht an vorderster Stelle mitwirkt. Seit vielen Jahren unterstützt er sämtliche kommunalen Aktivitäten als ehemaliges langjähriges Gemeinderatsmitglied und jetziger Ortschaftsrat in einem seiner vielen Ehrenämter.
Durch seinen Einsatz hat er sich breiteste Anerkennung weit über die Grenzen der Stadt Heringen mit all seinen Ortsteilen hinaus erworben - zu Recht! Der 54-Jährige beteiligt sich seit 30 Jahren in der freiwilligen Feuerwehr seines Wohnortes Windehausen. Im Ortschaftsrat Windehausen, dem er seit 1984 angehört, wird seine Meinung geachtet. Auch im Heimatverein freut man sich über seine Hilfsbereitschaft. Für ihn ist es selbstverständlich, auch im Kirmesverein aktiv zu werden. Auch bei den jährlichen Flurumfahrungen rund um das Gemeindeareal, bei der rund 150 Einwohner mit Traktoren und Anhängern ihre unmittelbare Heimat erleben, wirkt er mit.
Herr Benkstein ist zudem stellvertretender Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft. Wenn bei Renovierungsarbeiten an der örtlichen Kirche Baugerüste erstellt werden oder Fuhrleistungen erforderlich sind, kann man immer auf Rolf Benkstein zählen. Das Wort "Nein" kennt er nicht. Aber damit nicht genug, seit 17 Jahren ist er Vorsitzender des "LanzBulldogClub Südharz" e.V. Durch sein stetes Wirken, sein Organisationstalent und sein freundliches Wesen hat er enormen Anteil an der positiven Entwicklung des Vereins mir 65 Mitgliedern. Der LanzBulldogClub Südharz e.V. erhält und pflegt für den Landkreis Nordhausen ein technisches Denkmal, die einzige betriebsfähige Dampfmaschine in Thüringen. Und hinter jedem tüchtigen Mann steht auch eine starke Frau. In all diese Aktivitäten ist Sigrun Benkstein voll mit einbezogen. Obwohl sie selbst berufstätig ist, hält sie ihrem Mann den Rücken frei und bringt immer sehr viel Verständnis auf. Oft hilft sie gemeinsam mit anderen Vereinsfrauen bei Veranstaltungen und trägt somit zum guten Gelingen bei.
13. Alexander Moser aus Heringen
Alexander Moser ist der Vorsitzende des Vereins für lebendiges Mittelalter. Meist hält er sich dezent im Hintergrund und kümmert sich um viele Dinge, die man vordergründig nicht sieht, sei es die Lohnabrechnung für die Bürgerarbeiter, die Krankenkassenmeldungen oder die Zusammenarbeit mit Behörden. Einen enormen Beitrag leistet er für die Vorträge des Vereins. Alle Bilddokumente werden von ihm digitalisiert, aufbereitet und zusammengestellt, Filme geschnitten und beides mit Musik unterlegt. Diese Arbeiten nehmen für einen Jahresvortrag schon bis zu über 100 Stunden in Anspruch.
Auch für die Gestaltung der Infotafeln für den Burgenrundweg rund um die Ebersburg, den wir erst kürzlich gemeinsam eröffnet haben, hat Herr Moser Material zur Verfügung gestellt. Bei allen Auftritten des Vereins ist er aktiv und maßgeblich dabei. Herr Moser arbeitet auch auf der Ebersburg mit und hat umfangreiche Vermessungen durchgeführt, die Zuwegung mit instand gesetzt und bei den Bergungsarbeiten von sehr schweren Artefakten mit angefasst. Er führt umfangreiche Sicherheitskontrollen auf der Ebersburg durch und hat an der Fertigung des Wunschzettelbriefkastens, der zurzeit auf der Ebersburg steht, mitgewirkt. Weiterhin nimmt Herr Moser an Beratungen und Besprechungen teil. Er fährt zu Weiterbildungen und Informationsveranstaltungen, pflegt die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen - das trotz seines umfangreichen Berufslebens im Dreischichtsystem investiert er einen Großteil seiner Freizeit in sein ehrenamtliches Engagement.
14. Wolfgang Müller aus Nordhausen
Wolfgang Müller hat seit mehr als 20 Jahren für das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie und auch für das Landesamt in Sachsen-Anhalt gearbeitet. Seine fundierten und umfangreichen Kenntnisse im Bereich der Archäologie stellt er nun als Grabungsleiter für den Erhalt und die Erforschung der Ebersburg zur Verfügung und das nur für eine geringe Aufwandsentschädigung. Die Ausgrabungen auf der Ebersburg sind die technisch schwierigsten, die er je hatte - bedingt durch die Topografie des Geländes. Sie erfordern einen erhöhten körperlichen Einsatz. All dies meistert Herr Müller trotz gesundheitlicher Einschränkungen. Bei jeder Wetterlage leitet er die Grabungen.
Zusätzlich fertigt er auch in Fachkreisen hochgeschätzte Dokumentationen an, bestimmt die Fundstücke und leitet die Inventarisierung. Weiterhin ist Herr Müller bei den Veranstaltungen auf der Ebersburg als Berater für fachkundige Führungen und als Aufsicht oder Sicherheitsbegleitung während der Nachtwanderungen durch den Wald hinauf zur Burgruine engagiert. Beim Umzug des Rolandsfestes und bei den Thüringentagen stellte Herr Müller wiederholt "König Heinrich I" mit königlicher Würde als Botschafter für seine geliebte Heimat dar.
15. Monika Urbansky aus Nordhausen
Monika Urbansky ist seit Jahrzehnten verantwortlich für den Blumenschmuck im Nordhäuser Dom. Sie schmückt persönlich vor jedem Wochenende neu die Altäre im Dom und der romanischen Krypta. Gemeindemitglieder spenden oft Blumen aus ihren eigenen Gärten, die Frau Urbansky in stundenlanger Arbeit zu wunderschönen Gestecken und Sträußen zusammenfügt. Im Laufe der Woche erneuert Frau Urbansky immer wieder den Blumenschmuck, gießt regelmäßig und entfernt verwelkte Blüten. Die Besucher des täglich geöffneten Doms drücken oft ihr Erstaunen über den würdigen Blumenschmuck aus.
Hilfe erfährt Frau Urbansky immer wieder durch ihren Ehemann Gerhard, der gekaufte und gestiftete Blumen aus den Gärten der Gemeindemitglieder abholt. Darüber hinaus ist Frau Urbansky als Caritashelferin in der Pfarrergemeinde tätig, wirkt im Domchor seit Jahrzehnten mit und ist Heimsprecherin der Bewohner des Alten- und Pflegeheims St. Josef in Nordhausen. Die Domgemeinde ist sehr dankbar für die ehrenamtliche Tätigkeit von Frau Urbansky.
16. Claudia Brauer-Henze aus Werther
Der Verein "Starke Kinder" hat sich vor 2 Jahren für alle Kinder und Jugendlichen in der Gemeinde Werther gegründet. Die Vereinsmitglieder wollen helfen, die Lebensbedingungen der Kinder und Jugendlichen im ländlich geprägten Gebiet zu verbessern und sie in ihrem Aufwachsen unterstützen. Claudia Brauer-Henze ist die erste Vorsitzende des Vereins. Sie setzt alle Kraft daran, die anstehenden Projekte zu bewältigen und Fördergelder zu akquirieren. Die Projekte begleitet Frau Brauer-Henze von der Beantragung über die Durchführung bis zur Übergabe an die Kinder oder Jugendlichen der Gemeinde. So konnten durch ihren unermüdlichen Einsatz Kinderspielplätze in Werther und in Großwechsungen neu gestaltet bzw. errichtet werden. Die Kindertagesstätte "Kleine Entdecker" in Großwechsungen freute sich über eine Wassermatschanlage und einen neu gestalteten Eingangs- und Flurbereich. Die Kita Abenteuerland in Werther konnte sich in den vergangenen Jahren über die Ausgestaltung eines Kinderfestes mit Hüpfburg und Schminkstation freuen, ebenso über eine Nestschaukel und diverse Spiel- und Beschäftigungsmaterialien für Kinder.
17. Heike Hatzky aus Kleinwechsungen
Heike Hatzky ist ebenfalls im Verein Starke Kinder engagiert. Sie ist stets zur Stelle, wenn der Verein eine Veranstaltung begleitet, hilft bei der Organisation und dem Auf- und Abbauen der einzelnen Stationen. In der örtlichen Gemeinschaft von Großwechsungen organisiert Frau Hatzky den jährlich stattfindenden Adventskalender. Dies ist ein begehbarer Adventskalender der Vereine, Institutionen und Gewerbetreibenden und Einrichtungen aus Großwechsungen. Mit hohem Engagement kontaktiert sie dafür die Partner und Teilnehmer. So schafft sie für die Kinder und Eltern eine besinnliche und spannende Adventszeit.
18. Christoph Burkert – Ortsbrandmeister aus Neustadt
Ortsbrandmeister Christoph Burkert leitet sehr erfolgreich seit dem Zusammengehen der Feuerwehren Neustadt und Osterode die FFW Neustadt/Osterode. Unter seiner Führung ist eine gemeinsame und fachlich kompetente Einsatzgruppe entstanden. Mit Engagement, Einfühlvermögen und Führungsverantwortung gelingt es ihm, die Kameraden zu motivieren, sich stets weiterzubilden und die Technik in einwandfreiem Zustand zu halten.
Er organisiert Wettkämpfe mit anderen freiwilligen Feuerwehren aus der Region und gestaltet für die ehrenamtlichen Kameraden Festveranstaltungen. Der Ausbau der Nachwuchsarbeit liegt ihm am Herzen. Neustadt verfügt über eine der größten Kinder- und Jugendfeuerwehren des Landkreises. Außerdem ist er sehr aktiv als Ortsvorsitzender des Ortsverbandes der DLRG Neustadt und setzt sich für den Erhalt des Neustädter Waldbades ein. In dieser Funktion organisiert er auch das jährliche Neptunfest als kulturellen Höhepunkt.
19. Joachim Schoolmann aus Neustadt
Joachim Schoolmann ist seit vielen Jahren Mitglied im Harzklub Zweigverein Neustadt/Osterode. Er tritt konsequent für den Harz als Ganzes ein und war er als stellvertretender Haupt-Harzklub-Vorsitzender des Harzklubs e.V. als Vertreter der Thüringer Harzklubzweigvereine tätig. Er war Vorsitzender und ist jetzt der Stellvertreter des Harzklubs Neustadt/Osterode. Unter seiner Führung entwickelte sich der Harzklubzweigverein Neustadt/Osterode e.V. zu einem erfolgreichen Verein. Er engagiert sich für die Pflege der Wanderwege in Neustadt und der Region, den Naturschutz und den Erhalt des Brauchtums. Als Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit seien hier die Einrichtung des Lutherweges und die des Ebersburgweges genannt.
Somit engagiert sich Herr Schoolmann nicht nur für seinen Heimatort Neustadt, sondern auch für den Landkreis und die Region. Als Mitglied des Neustädter Volkschores singt er im Männerchor und auch in der Trachtengruppe und sorgt somit für den Erhalt und die Weiterverbreitung des Harzer Brauchtums. Das Heimatmuseum in Neustadt wurde durch ihn maßgeblich gestaltet und gepflegt. Er bringt in viele Vereine Neustadts rege Aktivitäten und Ideen ein, die das Vereinsleben immer wieder neu prägen und weiterentwickeln. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass sein ganzes Wirken auch unterstützt wird durch seine Ehefrau Inge Schoolmann.
20./21. Familie Ingrid und Manfred Schmücking aus Niedergebra
Ingrid und Manfred Schmücking setzen sich seit Jahren für die Belange von Menschen mit Demenz ein. Sie organisieren Veranstaltungen und Schulungen für Angehörige und ehrenamtliche Helfer und bieten Beschäftigungsangebote für dementiell Erkrankte in Zusammenarbeit mit den Altenhilfeeinrichtungen vor Ort an. Das Ehepaar ist sehr engagiert und hilfreich im Zusammenhang mit der Arbeit demenzerkrankter Menschen.
22./23. Familie Elfe und Heinz Kellner aus Werther
Elfe und Heinz Kellner pflegen das Kirchen- und Pfarrgrundstück in Großwerther. Ihre unermüdliche Arbeit umfasst die regelmäßige Rasenpflege, den Rückschnitt der Hecken und sie fegen auch die Straßen. Über das Jahr verteilt führen außerdem sie im und um das Grundstück kleinere Reparaturarbeiten aus.
24. Jutta Podewski aus Werther
Jutta Podewski ist seit vielen Jahren die "gute Seele" im Pfarrhaus von Werther. Sie richtet die Kirche für die Gottesdienste her, indem sie den Altar schmückt. Auch im Pfarrhaus spürt jeder ihre lieben Hände. Weiterhin gestaltet Frau Podewski den Raum für die Frauenhilfe, den Kirchenchor oder für die anderen Kreise im Pfarrhaus.
25. Sigrid Scholz aus Nordhausen
Sigrid Scholz leitet seit rund 10 Jahren mit großem Engagement die Treffen der Alkoholkranken des Blauen Kreuzes. Die Selbsthilfegruppe für Betroffene und Angehörige hat ungefähr 30 Mitglieder. Frau Scholz sorgt jeden Freitag für Kaffee, Kuchen und Brötchen. Sie bereitet die Themen vor und ist auch außerhalb der Sitzungen jederzeit für die Gruppenmitglieder erreichbar. Frau Scholz organisiert darüber hinaus Freizeiten, Besinnungswochen, Weihnachtsfeiern, Grillabende und andere Veranstaltungen.
26. Günther Schulz aus Nordhausen
Von Beginn seiner Tätigkeit im Kreisvorstand der Kreisvolkssolidarität engagierte sich Günther Schulz dafür, die wirtschaftlichen Abläufe zu verbessern. Aufgrund seiner langjährigen betriebswirtschaftlichen Erfahrungen in leitenden Funktionen der Wirtschaft war er ein wichtiger Ansprechpartner im Vorstand. Dieser wirtschaftliche Sachverstand war bei der Erschließung neuer sozialer Dienstleistungsangebote für die Mitglieder und der betreuten Menschen der Volkssolidarität von großer Hilfe. So begleitete er zum Beispiel mit fachlichem Rat, ein Angebot für betreutes Wohnen in Nordhausen zu erstellen. Der Kreisvorstand der Kreisvolkssolidarität Nordhausen ist davon überzeugt, dass die heute vorhandene wirtschaftliche Grundlage des Vereins ohne das große Engagement von Herrn Schulz nicht erreicht worden wäre. Sowohl als Vorstandsmitglied als auch als Ansprechpartner bei Veranstaltungen der Volkssolidarität genoss und genießt er ein hohes Ansehen im Verein. Darüber hinaus steht er dem Kreisverband immer zur Verfügung, wenn seine Hilfe gebraucht wird.
27. Charlotte Lutze aus Ellrich
Charlotte Lutze ist eine sehr engagierte Ehrenamtliche. Seit 10 Jahren ist sie für die Stiftung Betreuungswerk Post-Bank und Telekom ehrenamtlich tätig. Frau Lutze ist Sprecherin des Seniorenbeirates der Post in Nordhausen und betreut mit ihrem Seniorenbeirat rund 300 ehemalige Postsenioren. Mit viel Überlegung, guten Ideen und tollem Engagement führt sie das Team durchs Jahr. Frau Lutze organisiert Sommer- und Weihnachtsfeste mit großen Überraschungen für alle Senioren. Wanderungen und Busreisen, welche sie mit Zeit und Mühe plant, gehören auch zu ihrem Programm.
"Habe keine Zeit" gibt es für diese Frau nicht, denn für Sorgen und Nöte hat sie stets ein offenes Ohr. Frau Lutze hat auch Zeit für die kleinen Einwohner des Landkreises. Als Lesementorin ist sie in der Realschule in Ellrich jede Woche einmal anzutreffen. Ihr Engagement gehört auch der evangelischen Kirche in Ellrich. Auch im Vorstand des Vermieterbundes hat ihr Wort auch Gewicht.



