Innungsobermeister beraten heute zum "Fall Linke"
Dienstag, 20. März 2001, 16:28 Uhr
Nordhausen (nnz). Von Enttäuschung und Entsetzen war am Telefon die Rede. Befremdlich reagierten die Nordhäuser jedoch auf die Äußerungen des Hauptgeschäftsführer aus Leinefelde, Dr. Bernhard Senft. Man hätte erst einmal intern klären sollen, was an den Vorwürfen gegen Linke (nnz gestern) dran ist und was nicht, ehe man von Leinefelde aus an die Öffentlichkeit gehe. Heute abend sollen die Innnungsobermeister auf einer turnusmäßigen Versammlung unterrichtet werden. Erst dann werde man sich positionieren. Ein Innungsobermeister, der ebenfalls nicht genannt werden wollte, zog gegenüber nnz Vergleiche mit dem Jahr 1993. Auch damals mußte man sich vom Linke-Vorgänger unter ähnlichen Umständen trennen. Übereinstimmend reagierten die Befragten, daß man nun nicht mit aller Gewalt auf den ehemaligen Geschäftsführer herumtrampeln solle. So habe sich Linke große Verdienste beim Wiederaufbau der Finkenburg erworben. Ohne sein Engagement wäre das Traditionshaus in der Nordhäuser Altstadt nicht wieder in seinem jetzigen Glanz entstanden.
Unterschwellig kommt dem Betrachter das Gefühl, daß die im vergangenen Jahr durchgeführte Fusion der Kreishandwerkerschaften Eichsfeld und Nordhausen, die einen Gegenpol zur Landeshauptstadt schaffen sollte, nicht zu einem beiderseitigen Vorteil ausgegangen sei. Das aber muß den Nordhäusern doch von Anfang an klar gewesen sein, hat doch das Handwerk im Eichsfeld traditionell einen völlig anderen Stellenwert und eine stärkere Schlagkraft als im Landkreis Nordhausen. Das kommt nicht nur in der Anzahl der Handwerksbetriebe, sondern auch im Organisationsgrad zum Ausdruck.
Autor: nnzUnterschwellig kommt dem Betrachter das Gefühl, daß die im vergangenen Jahr durchgeführte Fusion der Kreishandwerkerschaften Eichsfeld und Nordhausen, die einen Gegenpol zur Landeshauptstadt schaffen sollte, nicht zu einem beiderseitigen Vorteil ausgegangen sei. Das aber muß den Nordhäusern doch von Anfang an klar gewesen sein, hat doch das Handwerk im Eichsfeld traditionell einen völlig anderen Stellenwert und eine stärkere Schlagkraft als im Landkreis Nordhausen. Das kommt nicht nur in der Anzahl der Handwerksbetriebe, sondern auch im Organisationsgrad zum Ausdruck.
