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Mittwoch, 14. November 2012, 16:20 Uhr
Die Stadtverwaltung Nordhausen hat in Kooperation mit einem Fachbüro und den Stadträten der zuständigen Fachausschüsse ein Spielplatzentwicklungskonzept erarbeitet, das der Stadtrat einstimmig beschlossen hat. Jetzt kann das Teil begutachtet werden...
Für die Spielplätze der Stadt – hier jener an der Grundschule Albert Kuntz gibt es jetzt ein Entwicklungskonzept. Foto: Patrick Grabe, Pressestelle Stadt Nordhausen
Das Konzept soll bis 2025 umgesetzt sein. Erste Planungen sollen im kommenden Jahr Form annehmen. Ab sofort steht das Spielplatzentwicklungskonzept als Kompaktversion auf der Webseite der Stadt Nordhausen unter www.nordhausen.de zur Verfügung. Ein vollständiges Papierexemplar liegt im Amt für Umwelt und Grünordnung der Stadt Nordhausen in der Waisenstraße 7 zur Ansicht aus.
Für das Konzept wurde eine Bestandsanalyse aller öffentlichen Spiel-, Jugend- und Freizeitanlagen der Stadt Nordhausen, der städtischen Schulen und der Wohnungsunternehmen gemacht, dabei wurden auch die Bevölkerungsverteilung und die zu erwartende demographische Entwicklung in Nordhausen berücksichtigt. Besonderes Augenmerk bei der Analyse lag auf der Bewertung der Qualität der Spielplätze und der Flächenversorgung. Außerdem konnten durch eine Umfrage zum Thema Spielplätze und ein Nordhäuser Stadtgespräch Anregungen und Wünsche von Kindern, Eltern und Großeltern gesammelt werden.
Zurzeit gibt es in Nordhausen 86 öffentliche Spiel-, Jugend- und Freizeitanlagen. Davon unterhält die Stadt Nordhausen 30 Spielplätze und 9 Jugend- und Freizeitanlagen in Eigenregie. Die Wohnungsunternehmen betreiben darüber hinaus 47 Spielanlagen. Die städtischen Anlagen haben laut Bestandsanalyse generell eine sehr gute Qualität. Allerdings ist die bereit stehende Spielfläche mit ca. 5,4 Quadratmeter je Kind nach Richtwerten und Empfehlungen zwar ausreichend - jedoch die Minimalvariante. Deshalb soll die Aufmerksamkeit auf eine Flächenversorgung gerichtet werden.
Der Handlungsbedarf für Neuanlagen in Quartieren mit hoher Wohndichte und vielen Kindern und Jugendlichen ist hoch. Im Fokus stehen hier insbesondere die westliche Unterstadt, die Altstadt und in die nördliche Oberstadt. Einige bestehende Anlagen bedürfen in Hinblick auf Ausstattung und Zielgruppe einer Umgestaltung. Dabei sollten nachhaltige Lösungen gefunden werden
19 bewährte Spiel- und Freizeitanlagen wurden in ihrer Lage und spielerischen Ausrichtung bestätigt. Hier bedarf es je nach Abschreibungsstand und Abnutzung turnusgemäßer Neuinvestitionen. Die geplanten Maßnahmen mit einer Neuausrichtung sind zeitlich in zwei Ebenen gegliedert: Die so genannte Basisentwicklung mit 16 Einzelmaßnahmen betrifft die Neu- und Umgestaltung von Anlagen bis Ende 2018. Vorrangiges Ziel ist die Abdeckung einer Grundversorgung, insbesondere auch in Bereichen mit wenigen Spielangeboten.
Im Rahmen der Optimalentwicklung sollen zwischen 2019 und 2025 vier Anlagen entstehen.
Bis 2018 ist eine neue Zielgruppenorientierung der Spielplätze in Salza auf dem Ebertplatz sowie an der nahen Gebrüder-Grimm-Straße vorgesehen. Beide Versorgungsbereiche mit Spielanlagen überschneiden sich, sodass der Spielplatz Ebertplatz nun auf Kinder im Alter von 0 bis 10 Jahren ausgerichtet werden kann, während der Standort nördlich durch ein angepasstes Angebot die Heranwachsenden zwischen 10 und 14 Jahren ansprechen soll.
Der hoch frequentierte Bolzplatz nördlich der Leimbacher Straße (Alter Friedhof) wird mit einem Ballfangzaun nachgerüstet und erweitert, während das Angebot im benachbarten Förstemannpark eher als Ballspielwiese für jüngere Kinder entwickelt werden soll. Für die Spielanlage in der Hardenbergstraße ist eine Erweiterung mit bespielbaren Landschaftselementen vorgesehen.
Unter den neuen Projekten bis 2018 ist u. a. die Etablierung einer neuen, generationsübergreifenden Spiel- und Freizeitanlage in der Hufelandstraße in der nördlichen Oberstadt bedeutsam. Außerdem soll es am Bielener See neue Impulse für ein saisonales Jugend- und Familienzentrum, zum Beispiel mit dem einladenden Namen Südseecamp, geben. Es wird erwartet, dass damit verbundene öffentliche Spiel- und Freizeitangebote auch die überregionale Ausstrahlungskraft der Bielener Kiesgewässer unterstützen. Ein zu erarbeitendes Teilkonzept für Spielstätten in der Altstadt soll die Schaffung neuer Angebote vorbereiten. Es gilt dabei, die bisherigen Ideen: Indoor-Spielhaus, Bauspielplatz oder eine Achse mit Spielstationen zu vertiefen und auf Machbarkeit zu untersuchen. Eine Beteiligung im Rahmen einer Kinderwerkstatt ist geplant.
Auch die Teilöffnung von Schulhöfen mit den dort vorhandenen Spielmöglichkeiten soll die Spielplatzlandschaft in Nordhausen bereichern. So ist für die Staatliche Grundschule Niedersalza möglichst bis 2015 die Schaffung einer öffentlich zugänglichen Spiellandschaft geplant. In der Oberstadt kann nach umfangreichen Neuinvestitionen bis 2018 in der Grund- und Regelschule Käthe Kollwitz durch die Öffnung von Teilflächen ein attraktiver Spielplatz für Kinder von 6 bis ca. 12 Jahren angeboten werden.
Weitere Projekte im Rahmen der Optimalentwicklung bis ins Jahr 2025 sind der Bau eines so genannten RastSpielPlatzes an der Bleiche/Hesseröder Straße mit einem Erlebnisrastplatz an der ausbaufähigen Radwanderwegeachse, eine Skaterstrecke auf einem Verbindungsweg zur Hardenbergstraße und Spielstationen im Quartier am Bahnhof. Für einen Bewegungspark, der auf moderne Weise an die Tradition der Trimm-Dich-Pfade anknüpfen soll, sind zwei Standortalternativen im Gespräch: Im Petersberggarten oder im Förstemannpark sollen gut erreichbare Fitnessstationen alle Generationen ansprechen, sich unter freiem Himmel gezielt körperlich zu betätigen. Natürlich bedarf es einiger finanzieller und organisatorischer Anstrengungen, um das Ziel zu erreichen. Bezüglich der Weiterentwicklung von Anlagen der Wohnungsunternehmen werden derzeit erste Gespräche mit der SWG mbH und der WBG eG Südharz geführt.
Autor: nnzFür die Spielplätze der Stadt – hier jener an der Grundschule Albert Kuntz gibt es jetzt ein Entwicklungskonzept. Foto: Patrick Grabe, Pressestelle Stadt Nordhausen
Das Konzept soll bis 2025 umgesetzt sein. Erste Planungen sollen im kommenden Jahr Form annehmen. Ab sofort steht das Spielplatzentwicklungskonzept als Kompaktversion auf der Webseite der Stadt Nordhausen unter www.nordhausen.de zur Verfügung. Ein vollständiges Papierexemplar liegt im Amt für Umwelt und Grünordnung der Stadt Nordhausen in der Waisenstraße 7 zur Ansicht aus.
Für das Konzept wurde eine Bestandsanalyse aller öffentlichen Spiel-, Jugend- und Freizeitanlagen der Stadt Nordhausen, der städtischen Schulen und der Wohnungsunternehmen gemacht, dabei wurden auch die Bevölkerungsverteilung und die zu erwartende demographische Entwicklung in Nordhausen berücksichtigt. Besonderes Augenmerk bei der Analyse lag auf der Bewertung der Qualität der Spielplätze und der Flächenversorgung. Außerdem konnten durch eine Umfrage zum Thema Spielplätze und ein Nordhäuser Stadtgespräch Anregungen und Wünsche von Kindern, Eltern und Großeltern gesammelt werden.
Zurzeit gibt es in Nordhausen 86 öffentliche Spiel-, Jugend- und Freizeitanlagen. Davon unterhält die Stadt Nordhausen 30 Spielplätze und 9 Jugend- und Freizeitanlagen in Eigenregie. Die Wohnungsunternehmen betreiben darüber hinaus 47 Spielanlagen. Die städtischen Anlagen haben laut Bestandsanalyse generell eine sehr gute Qualität. Allerdings ist die bereit stehende Spielfläche mit ca. 5,4 Quadratmeter je Kind nach Richtwerten und Empfehlungen zwar ausreichend - jedoch die Minimalvariante. Deshalb soll die Aufmerksamkeit auf eine Flächenversorgung gerichtet werden.
Der Handlungsbedarf für Neuanlagen in Quartieren mit hoher Wohndichte und vielen Kindern und Jugendlichen ist hoch. Im Fokus stehen hier insbesondere die westliche Unterstadt, die Altstadt und in die nördliche Oberstadt. Einige bestehende Anlagen bedürfen in Hinblick auf Ausstattung und Zielgruppe einer Umgestaltung. Dabei sollten nachhaltige Lösungen gefunden werden
19 bewährte Spiel- und Freizeitanlagen wurden in ihrer Lage und spielerischen Ausrichtung bestätigt. Hier bedarf es je nach Abschreibungsstand und Abnutzung turnusgemäßer Neuinvestitionen. Die geplanten Maßnahmen mit einer Neuausrichtung sind zeitlich in zwei Ebenen gegliedert: Die so genannte Basisentwicklung mit 16 Einzelmaßnahmen betrifft die Neu- und Umgestaltung von Anlagen bis Ende 2018. Vorrangiges Ziel ist die Abdeckung einer Grundversorgung, insbesondere auch in Bereichen mit wenigen Spielangeboten.
Im Rahmen der Optimalentwicklung sollen zwischen 2019 und 2025 vier Anlagen entstehen.
Bis 2018 ist eine neue Zielgruppenorientierung der Spielplätze in Salza auf dem Ebertplatz sowie an der nahen Gebrüder-Grimm-Straße vorgesehen. Beide Versorgungsbereiche mit Spielanlagen überschneiden sich, sodass der Spielplatz Ebertplatz nun auf Kinder im Alter von 0 bis 10 Jahren ausgerichtet werden kann, während der Standort nördlich durch ein angepasstes Angebot die Heranwachsenden zwischen 10 und 14 Jahren ansprechen soll.
Der hoch frequentierte Bolzplatz nördlich der Leimbacher Straße (Alter Friedhof) wird mit einem Ballfangzaun nachgerüstet und erweitert, während das Angebot im benachbarten Förstemannpark eher als Ballspielwiese für jüngere Kinder entwickelt werden soll. Für die Spielanlage in der Hardenbergstraße ist eine Erweiterung mit bespielbaren Landschaftselementen vorgesehen.
Unter den neuen Projekten bis 2018 ist u. a. die Etablierung einer neuen, generationsübergreifenden Spiel- und Freizeitanlage in der Hufelandstraße in der nördlichen Oberstadt bedeutsam. Außerdem soll es am Bielener See neue Impulse für ein saisonales Jugend- und Familienzentrum, zum Beispiel mit dem einladenden Namen Südseecamp, geben. Es wird erwartet, dass damit verbundene öffentliche Spiel- und Freizeitangebote auch die überregionale Ausstrahlungskraft der Bielener Kiesgewässer unterstützen. Ein zu erarbeitendes Teilkonzept für Spielstätten in der Altstadt soll die Schaffung neuer Angebote vorbereiten. Es gilt dabei, die bisherigen Ideen: Indoor-Spielhaus, Bauspielplatz oder eine Achse mit Spielstationen zu vertiefen und auf Machbarkeit zu untersuchen. Eine Beteiligung im Rahmen einer Kinderwerkstatt ist geplant.
Auch die Teilöffnung von Schulhöfen mit den dort vorhandenen Spielmöglichkeiten soll die Spielplatzlandschaft in Nordhausen bereichern. So ist für die Staatliche Grundschule Niedersalza möglichst bis 2015 die Schaffung einer öffentlich zugänglichen Spiellandschaft geplant. In der Oberstadt kann nach umfangreichen Neuinvestitionen bis 2018 in der Grund- und Regelschule Käthe Kollwitz durch die Öffnung von Teilflächen ein attraktiver Spielplatz für Kinder von 6 bis ca. 12 Jahren angeboten werden.
Weitere Projekte im Rahmen der Optimalentwicklung bis ins Jahr 2025 sind der Bau eines so genannten RastSpielPlatzes an der Bleiche/Hesseröder Straße mit einem Erlebnisrastplatz an der ausbaufähigen Radwanderwegeachse, eine Skaterstrecke auf einem Verbindungsweg zur Hardenbergstraße und Spielstationen im Quartier am Bahnhof. Für einen Bewegungspark, der auf moderne Weise an die Tradition der Trimm-Dich-Pfade anknüpfen soll, sind zwei Standortalternativen im Gespräch: Im Petersberggarten oder im Förstemannpark sollen gut erreichbare Fitnessstationen alle Generationen ansprechen, sich unter freiem Himmel gezielt körperlich zu betätigen. Natürlich bedarf es einiger finanzieller und organisatorischer Anstrengungen, um das Ziel zu erreichen. Bezüglich der Weiterentwicklung von Anlagen der Wohnungsunternehmen werden derzeit erste Gespräche mit der SWG mbH und der WBG eG Südharz geführt.

