nnz-online

Wir haben einen Plan

Mittwoch, 14. November 2012, 16:06 Uhr
Auf der Ziegenalm in Sophienhof ist heute der Plan für den Naturpark Südharz vorgestellt worden. Das Ambiente stimmte also, das Interesse der Gäste war dementsprechend hoch...


Vor zweieinhalb Jahren sei in dieser Region noch kontrovers diskutiert worden, doch nun konnten viele Probleme ausgeräumt werden, sagte zu Beginn ein Vertreter des Thüringer Umweltministeriums. Der nun aktuelle Plan sei kein Fachplan des Naturschutzes, sondern vielmehr ein integriertes und auf regionalen Konsens basierendes Entwicklungskonzept. Auch deshalb kann die Planung immer ein dauerhafter Prozess sein.

Drei Teile beinhaltet der Plan, ausgehend von der allgemeinen Situation und angaben zur Region, über eine Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken-Analyse und abgeleiteten Handlungsempfehlungen, bis hin zur Vorstellung von geplanten Projekten und Projektideen.

Nun müsse dieser Plan mit Leben erfüllt werden, den Menschen müsse verständlich gemacht werden, was ihnen dieser Naturpark an Vorteile bringt, so der ministerielle Beamte aus Erfurt. Stefan Braunisch verwies auch auf die künftige und notwendige Zusammenarbeit mit dem benachbarten Naturpark im Kyffhäuser sowie über Ländergrenzen hinaus nach Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Vorgesungen (Foto: nnz) Vorgesungen (Foto: nnz)
Kindergartengruppe aus Kleinbodungen sorgte für Spaß und Abwechslung

Nach Braunisch war Guido Puhlmann, der Leiter des Biosphärenreservats Mittelelbe, an der Reihe, der über seine Erfahrungen an der Elbe referierte und zahlreiche Projekte vorstellte. Im Anschluss an die Fledermaus-Liedern einer Kindergartengruppe aus Kleinbodungen und der Vorstellung diverser Kooperationsmöglichkeiten im Harz wurde der eigentliche Naturparkplan vorgestellt.

Matthias Schwarze ging dabei unter anderen auf die Umweltbildung ein. So soll ein Gewässererlebnispfad angelegt werden. Auch sind Naturparkboten zwar noch Zukunftsmusik, sie sollen jedoch etabliert werden. Im Bereich der nachhaltigen Regionalentwicklung soll schließlich eine Studie zum naturnahen Tourismus im Südharz erarbeitet werden.

Fazit: Ein Anfang ist gemacht, es gibt in den kommenden Jahren aber noch viel zu tun.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de