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nnz-Wahlkampf-Ecke: Bedingungen

Dienstag, 20. Januar 2004, 07:09 Uhr
Nordhausen (nnz). Gestern eröffnete die nnz ihre Wahl-Ecke mit einem Beitrag von Manfred Breitrück (SPD). Heute stellen wir ein Statement von Maik Schröter (CDU) ins Netz.


Zunächst kann man feststellen, dass die Meinung des SPD-Kandidaten Manfred Breitrück nicht polemisch geschrieben ist. Ich verstehe es eher so, als dass wir alle einen gesellschaftspolitischen Dialog über die Zukunft der Bildung in unserem Land führen müssen. Wenn man dies mit einer ehrlichen Ursachenforschung tut, wird man feststellen, dass die Vermittlung von Werten bei der Erziehung in der Familie und das Fördern entsprechender Begabungen unserer Kinder und Jugendlichen bereits im Kindergartenalter eine herausragende Rolle spielen müssen. Nur hier zur Erleichterung der Leser eingefügt: Ich beabsichtige nicht für den Landtag zu kandidieren. Eher verstehe ich die Meinung als Anstoß zu einer Diskussion.

Die Lernbedingungen in unserem Landkreis suchen in ganz Thüringen ihresgleichen. Das bezieht sich auf den baulichen und technischen Zustand der Schulen, die bereits saniert sind. Weichen nun die Leistungen der Schüler wesentlich von denen ab, in denen die Sanierung noch ansteht? Wir haben im Kreis Schulen, in denen das Durchschnittsalter der Lehrerschaft unterschiedlich ist. Ist es hier tatsächlich so, dass es Unterschiede in den Leistungen der Schüler und im Krankenstand der Belegschaft gibt? Schon aus Gründen des Arbeitsrechtes und des Datenschutzes dürfte der zweite Teil dieser Frage nicht einmal untersucht werden.

Und die letzte zu diskutierende Frage, für mich ganz wesentlich, bezieht sich auf die Unterschiede im Umgang der Schüler untereinander. Welche Unterschiede gibt es in der Gewaltbereitschaft als ein ganz wesentliches Element, welches in zunehmenden Maße Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft hat. Hier wäre auch zu unterscheiden nach der Art der Bildungseinrichtung und des Umfeldes.

All diese Dinge müsste man analysieren dann eine Betrachtung anstellen. Hessen zum Beispiel betreibt seit Roland Koch eine sehr aggressive Abwerbungspolitik in Bezug auf die jungen Lehrer aus Thüringen. Das tut uns in Thüringen weh. Jedoch kann ich nach dem hervorragenden Abschneiden von Thüringer Schülern bei Wettbewerben der unterschiedlichsten Art keinen Bildungsnotstand erkennen. Insbesondere fällt auf, dass unsere Abiturienten trotz 12 Jahren Abitur sehr erfolgreich waren und bei Beginn ihres Studiums an allen Universitäten in Deutschland in nichts ihren Mitstudenten mit einem 13-jährigen Abi nachstehen.
Maik Schröter, Heringen

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die in der nnz-Wahlkampf-Ecke dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

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