Insolvenzen mit unterschiedlichem Trend im Jahr 2000
Dienstag, 20. März 2001, 12:20 Uhr
Nordhausen (nnz/tls). Dieser Zuwachs war ausschließlich auf die große Anzahl von Insolvenzverfahren bei "Übrigen Schuldnern" zurückzuführen. Innerhalb eines Jahres hat sich ihre Zahl fast verdreifacht. 46,9 Prozent aller Insolvenzanträge (809 Verfahren) wurden eröffnet. 1999 lag der Anteil der eröffneten Verfahren bei 34,4 Prozent. Mit dieser höheren Eröffnungsquote erfüllte sich eine der Erwartungen an die neue Insolvenzordnung, die 1999 in Kraft trat. 908 Verfahren wurden im Jahr 2000 mangels Masse abgewiesen, da das Vermögen der Schuldner nicht ausreichte, um die Kosten des Verfahrens zu decken. Mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes (für Verbraucher) wurden sieben Verfahren beendet.
Für die Gläubiger standen Forderungen in Höhe von insgesamt 2,1 Milliarden Mark aus. Pro Verfahren ergaben sich Forderungen von durchschnittlich 1,2 Millionen DM (1999: 1,0 Million DM).
Auf Unternehmen (einschließlich Kleingewerbe) entfielen 78,5 Prozent der Insolvenzanträge und 21,5 Prozent auf "Übrige Schuldner".
1.353 Unternehmen meldeten im Jahr 2000 Insolvenz an, das waren 22 Unternehmen weniger als 1999. Betrachtet nach der Rechtsform gab es Unternehmenszusammenbrüche vor allem bei Gesellschaften mit beschränkter Haftung und Einzelunternehmen (rund 50 Prozent bzw. 38 Prozent der Unternehmensinsolvenzen). Unternehmen, die älter als acht Jahre waren, zeigten sich deutlich weniger insolvenzanfällig als jüngere Unternehmen. Die meisten Unternehmensinsolvenzen (38,4 Prozent) gab es auch im Jahr 2000 im Baugewerbe. Es wurden 520 Verfahren registriert, 31 mehr als im Vorjahr. An zweiter Stelle folgte der Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 232 Unternehmenszusammenbrüchen (Vorjahr: 285).
Bei "Übrigen Schuldnern" wurden im Jahr 2000 insgesamt 371 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gezählt, 233 mehr als im Jahr 1999. Den größten Zuwachs gab es bei den Verbraucherinsolvenzen (Insolvenzverfahren von natürlichen Personen, die keine oder nur eine geringfügige selbständige wirtschaftliche Tätigkeit ausüben). Hier stieg die Zahl von 33 Verfahren im Jahr 1999 auf 194 Verfahren im Jahr 2000.
Autor: nnzFür die Gläubiger standen Forderungen in Höhe von insgesamt 2,1 Milliarden Mark aus. Pro Verfahren ergaben sich Forderungen von durchschnittlich 1,2 Millionen DM (1999: 1,0 Million DM).
Auf Unternehmen (einschließlich Kleingewerbe) entfielen 78,5 Prozent der Insolvenzanträge und 21,5 Prozent auf "Übrige Schuldner".
1.353 Unternehmen meldeten im Jahr 2000 Insolvenz an, das waren 22 Unternehmen weniger als 1999. Betrachtet nach der Rechtsform gab es Unternehmenszusammenbrüche vor allem bei Gesellschaften mit beschränkter Haftung und Einzelunternehmen (rund 50 Prozent bzw. 38 Prozent der Unternehmensinsolvenzen). Unternehmen, die älter als acht Jahre waren, zeigten sich deutlich weniger insolvenzanfällig als jüngere Unternehmen. Die meisten Unternehmensinsolvenzen (38,4 Prozent) gab es auch im Jahr 2000 im Baugewerbe. Es wurden 520 Verfahren registriert, 31 mehr als im Vorjahr. An zweiter Stelle folgte der Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 232 Unternehmenszusammenbrüchen (Vorjahr: 285).
Bei "Übrigen Schuldnern" wurden im Jahr 2000 insgesamt 371 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gezählt, 233 mehr als im Jahr 1999. Den größten Zuwachs gab es bei den Verbraucherinsolvenzen (Insolvenzverfahren von natürlichen Personen, die keine oder nur eine geringfügige selbständige wirtschaftliche Tätigkeit ausüben). Hier stieg die Zahl von 33 Verfahren im Jahr 1999 auf 194 Verfahren im Jahr 2000.
