Nur nicht hetzen...
Montag, 19. Januar 2004, 08:02 Uhr
Nordhausen (nnz). Es war vor mehr als einem Jahr. Da gab es im Nordhäuser Stadtrat einen Beschluß. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Qualität der Jugendklubs in Nordhausen zu kontrollieren. Das war eine völlig neue Politik-Qualität. Doch Ergebnisse sind bislang Fehlanzeige.
Die beauftragte Stadtverwaltung nahm den Auftrag zur Kenntnis und delegierte ihn erst einmal weiter. Das war exakt vor einem Jahr. Zwei Studenten der Fachhochschule Nordhausen sollten per Befragung den Ist-Zustand feststellen, die Angebote analysieren und vielleicht auch eine Hitliste erstellen. Wer bei den Jugendlichen gut ankommt, wer sein Angebot gut in das Leben der Kommune integriert und wer nicht nur Dartscheiben in die Räume hängt und für den Nachschub bei Tischtennisbällen sorgt, der sollte vom Zuschusskuchen mehr abbekommen.
Das ist erst einmal gut und richtig so, doch eine Hitliste ist auch unbequem, denn hinter den Jugendangeboten stehen freie Träger mit Einflüssen im Stadtrat. Aber: Steffen Schönemann und Michael Will machten sich erst einmal auf Befragungstour. Sie füllten Fragebögen aus und fragten selbst die Nutzer, also die Jugendlichen, nach ihrer Meinung und nach ihren Wünschen. Und aus der erstellten Hitliste sollte dann eine Hitliste der Zuschüsse erstellt werden, eine Aufgabe der Verwaltung zur Absegnung durch den Stadtrat. Wer gut bei der Befragung abschneidet, der bekommt mehr als der Jugendklub, der im Mittelfeld oder auf einem Abstiegsplatz auftaucht. Zu verteilen sind jährlich rund 400.000 Euro an Zuschüssen.
Was also ist nun aus der Befragung von vor einem Jahr geworden? Die Auswertung in der Stadtverwaltung laufe derzeit, erhielt die nnz Auskunft. Doch Auswirkungen auf Zahlung scheint das in diesem Jahr noch nicht zu haben. Wie die nnz erfuhr, wird im Jahr 2004 das Geld wieder nach dem Gießkannen-Prinzip verteilt, also wie in den zurückliegenden Jahren auch. Aber Ergebnisse muß es geben, denn die Kulturamtschefin Dr. Cornelia Klose sagte, dass diese Resultate nun in ein anderes Projekt fließen würden. Und das soll in diesem Jahr vorgestellt werden. Ob dann die Hitliste tatsächlich verwirklicht wird, das bleibt abzuwarten.
Daß die Qualität der Jugendangebote noch nicht da ist, wo mancher sich das wünscht, das weiß auch Frau Dr. Klose. Sie wünscht sich, dass Ideen und Anregungen zu Veranstaltungen oder Aktionen auch mal von den Jugendlichen selbst kommen. Bislang sei die Verwaltung bei vielen Sachen der Quell der Idee gewesen. Neugierig darf man in diesem Jahr zum Beispiel auf das Podium junge Kunst sein. Im Juli und August stellt die Stadtverwaltung auf dem Rathausplatz eine Bühne zur Verfügung, wo junge Leute sich mit ihren Ideen, Talenten und Projekten vorstellen und verwirklichen können. Man darf richtig gespannt sein, ob dieses Angebot vielleicht auch von den unzähligen Bands genutzt wird, die es in Nordhausen geben soll und für die die Stadtverwaltung jeweils einen separaten Probenraum zur Verfügung stellen soll.
Autor: nnzDie beauftragte Stadtverwaltung nahm den Auftrag zur Kenntnis und delegierte ihn erst einmal weiter. Das war exakt vor einem Jahr. Zwei Studenten der Fachhochschule Nordhausen sollten per Befragung den Ist-Zustand feststellen, die Angebote analysieren und vielleicht auch eine Hitliste erstellen. Wer bei den Jugendlichen gut ankommt, wer sein Angebot gut in das Leben der Kommune integriert und wer nicht nur Dartscheiben in die Räume hängt und für den Nachschub bei Tischtennisbällen sorgt, der sollte vom Zuschusskuchen mehr abbekommen.
Das ist erst einmal gut und richtig so, doch eine Hitliste ist auch unbequem, denn hinter den Jugendangeboten stehen freie Träger mit Einflüssen im Stadtrat. Aber: Steffen Schönemann und Michael Will machten sich erst einmal auf Befragungstour. Sie füllten Fragebögen aus und fragten selbst die Nutzer, also die Jugendlichen, nach ihrer Meinung und nach ihren Wünschen. Und aus der erstellten Hitliste sollte dann eine Hitliste der Zuschüsse erstellt werden, eine Aufgabe der Verwaltung zur Absegnung durch den Stadtrat. Wer gut bei der Befragung abschneidet, der bekommt mehr als der Jugendklub, der im Mittelfeld oder auf einem Abstiegsplatz auftaucht. Zu verteilen sind jährlich rund 400.000 Euro an Zuschüssen.
Was also ist nun aus der Befragung von vor einem Jahr geworden? Die Auswertung in der Stadtverwaltung laufe derzeit, erhielt die nnz Auskunft. Doch Auswirkungen auf Zahlung scheint das in diesem Jahr noch nicht zu haben. Wie die nnz erfuhr, wird im Jahr 2004 das Geld wieder nach dem Gießkannen-Prinzip verteilt, also wie in den zurückliegenden Jahren auch. Aber Ergebnisse muß es geben, denn die Kulturamtschefin Dr. Cornelia Klose sagte, dass diese Resultate nun in ein anderes Projekt fließen würden. Und das soll in diesem Jahr vorgestellt werden. Ob dann die Hitliste tatsächlich verwirklicht wird, das bleibt abzuwarten.
Daß die Qualität der Jugendangebote noch nicht da ist, wo mancher sich das wünscht, das weiß auch Frau Dr. Klose. Sie wünscht sich, dass Ideen und Anregungen zu Veranstaltungen oder Aktionen auch mal von den Jugendlichen selbst kommen. Bislang sei die Verwaltung bei vielen Sachen der Quell der Idee gewesen. Neugierig darf man in diesem Jahr zum Beispiel auf das Podium junge Kunst sein. Im Juli und August stellt die Stadtverwaltung auf dem Rathausplatz eine Bühne zur Verfügung, wo junge Leute sich mit ihren Ideen, Talenten und Projekten vorstellen und verwirklichen können. Man darf richtig gespannt sein, ob dieses Angebot vielleicht auch von den unzähligen Bands genutzt wird, die es in Nordhausen geben soll und für die die Stadtverwaltung jeweils einen separaten Probenraum zur Verfügung stellen soll.
