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Anlageformen – die Auf- und Absteiger

Dienstag, 06. November 2012, 18:28 Uhr
Die deutschen Sparer fragen sich dieser Tage vermehrt, wie und in was sie ihr Geld anlegen sollen. Zudem stellt sich angesichts der noch immer nicht abgeklungenen Währungskrise ja auch die Frage, ob man das eigene Sicherheitsdepot vergrößern sollte. Den meisten Anlegern sind lukrative Investitionen natürlich immer noch am liebsten...

Wie anlegen? (Foto: (c) Stockbyte/Thinkstock) Wie anlegen? (Foto: (c) Stockbyte/Thinkstock)
Wir haben uns einige der interessantesten Spar- und Anlageformen noch einmal genauer angeschaut und etwaige Prognosen von Finanzexperten ausgewertet.

Sicherheit oder größtmöglicher Gewinn?

Gold, Immobilien und Grundstücke – Wenn es um die Sicherung des eigenen Kapitals geht, sind die Deutschen eben immer noch recht konservativ. Überraschenderweise sind es aber auch neue Investitionsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Infrastrukturfonds, die sich bei den Bundesbürgern momentan großer Beliebtheit erfreuen. Die beliebteste Spar- und Anlageform ist selbstverständlich immer noch das gute alte Sparbuch und das Gros der Bevölkerung besitzt selbstverständlich – schon aus der bloßen Notwendigkeit heraus – ein Girokonto.

Die traditionellen Sparkonten haben statistisch gesehen in den vergangenen beiden Jahren jedoch leicht abgebaut. Der Bausparvertrag ist indes wichtiger denn je! In Deutschland hält der Bauboom weiter an und nur die wenigsten befürchten in naher Zukunft eine Blase. Lebensversicherungen verbuchten im vergangenen Jahr ebenfalls einen leichten Rückgang. Die privaten Zusatzpensionen bleiben anscheinend stabil, wobei die Prognosen der Wirtschaftsweisen eher nicht wirklich ermutigend ausfallen. Man vermutet vielmehr, dass die steigenden Lebenserhaltungskosten dafür sorgen werden, dass der deutsche Bürger in Zukunft auf derlei zukunftsorientierte Anlagen verzichten wird.

Das passt auch zum generellen Tonus unserer Auswertung. Das Sicherheitsbedürfnis der Deutschen ist merklich gestiegen und die langfristige, nachhaltige Sicherung des eigenen Vermögens hat allerhöchste Priorität. Aus diesem Grund wird auch vermutet, dass der Immobilienboom noch eine Weile anhalten wird.

Ist der Immobilienboom gefährlich

Vor einigen Wochen wurden zum ersten Mal mahnende Stimmen laut, dass uns – wie anderen europäischen Ländern zuvor – eine Immobilienblase bevorstünde. Die meisten Branchenexperten sind sich allerdings einig, dass ein derartiges Szenario zumindest in den kommenden beiden Jahren kaum zu erwarten ist. Die Nachfrage und das Angebot stünden noch immer in einem sehr gesunden Verhältnis zueinander und vor allem in Metropolregionen wie München oder Hamburg geht die Erschließung neuen Wohnraums gar nicht schnell genug vonstatten. Zu blauäugig sollte man die Sache aber auch nicht betrachten.

Jeder Boom verebbt irgendwann einmal und das Baugeld wird vermutlich in absehbarer Zeit auch nicht mehr so günstig zu haben sein. Grund zur Panik gibt es allerdings trotzdem nicht. Grundstücke und Immobilien sind momentan wertbeständiger als die Kurse der meisten Edelmetalle. Man darf gespannt sein, was die Zukunft noch bringt!


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Autor: nnz

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