Studentenhochburg Bochumer Hof
Dienstag, 30. Oktober 2012, 14:54 Uhr
Die Wohnungsbaugenossenschaft Südharz investierte Millionen in den Bochumer Hof für Junges Wohnen und etablierte das größte Wohngebiet für Studenten und Auszubildende in Nordhausen und der Region. 270 junge Leute sind derzeit hier zuhause. Ein Beitrag von Kurt Frank...
Die Studentinnen der Fachhochschule Janin Schönemann (links) und Kristin Böhme in Janins Wohnstube. Holger Raschdorf von der Wohnungsbaugenossenschaft Südharz kümmert sich gewissenhaft um alle Belange im Studentenwohngebiet.
Janin Schönemann studiert an der Fachhochschule in Nordhausen im achten und damit letzten Semester Gesundheits- und Sozialwesen. Wenn alles gut geht, beendet sie bald ihr Studium. Als Kindergärtnerin möchte sie später arbeiten. Wie ihre Mutter. Bewerbungen sind schon verschickt.
Janin wohnte in der Zeit ihres Studiums im Bochumer Hof. Hier fühlte ich mich wohl und geborgen, sagt die junge Frau. 19 Quadratmeter misst ihr Zimmer. Hübsch nach eigenem Geschmack eingerichtet. Meine Mama half mit guten Ratschlägen, räumt sie ein. Die geräumige Einbauküche und das Bad teilt sich Janin mit einer weiteren Studentin.
Sieben Häuser bilden im Bochumer Hof ein Ensemble. Fünf davon haben Studenten der Fachhochschule und Auszubildende belegt. Die Gebäude zwischen Bochumer-, Hardenberg-, Yorck- und Hesseröder Straße entstanden in den Jahren von 1905 bis 1914, erklärt WBG-Vorstand Sven Dörmann. Der damaligen Zeit entsprechend, verfügten die Wohnungen über eine große Küche als Zentrum für die Familie, ein kleines Wohn-und Schlafzimmer. Die Toiletten befanden sich auf halber Treppe. Es gab nur Ofenheizungen.
Die Nachfrage nach einer Bleibe in diesem Bereich nahm mit der modernen Zeit rapide ab, die Wohnungen hingegen leerten sich zusehends. Eines Tages war die Frage aktuell geworden, was aus den Häusern werden soll. Die Fachhochschule kam ins Spiel. Die WBG hatte die zündende Idee. Nach eingehenden Gesprächen mit der Bildungsstätte und dem Stadtplanungsamt stand die Entscheidung fest: Studentenwohngebiet. Es ist das größte seiner Art im Südharz.
Der Sanierungsbedarf war enorm angewachsen. Zuschnitte waren zu verändern. Vor sieben Jahren begann das Vorhaben. Zwischen 2006 und 2008 erreichte der Um- und Ausbau seinen Höhepunkt. Aus der großen Küche wurde ein Wohnzimmer. Einbauküche und Bad kamen hinzu. Waschautomaten in den Kellern anstelle der Kohlen. Das Umfeld veränderte sich. Eine Volleyballanlage, Tischtennisplatz, Park- und Grünflächen zieren heute die Innenhöfe.
Die Wohnungsbaugenossenschaft hatte viel Geld in die Hand genommen. Die Sanierungskosten für die fünf Studenten-Häuser beziffert der Vermieter auf 4,2 Millionen Euro. Je nach Größe des Wohnzimmers - zehn bis 24 Quadratmeter – bewegen sich die Pauschalmieten. Zwischen 165 und 245 Euro zahlen die jungen Mieter im Monat. Darin enthalten sind Nebenkosten und Internetzugang. Wer einen festen Parkplatz haben möchte, kann ihn sich mieten, ansonsten jeder sein Fahrzeug kostenlos irgendwo im weitläufigen Parkplatzbereich abstellen.
Um stets einen guten Kontakt zwischen Vermieter und Studierenden zu gewährleisten, setzte die WBG einen Beauftragten ein, der sich um alle Belange im Studenten-Wohngebiet kümmert. Holger Raschdorf erfüllt seine Pflichten gewissenhaft.
Etwa zwei Millionen Euro investierte die Wohnungsbaugenossenschaft Südharz außerdem in zwei weitere Häuser des Bochumer Hofes, in denen Genossenschaftsmitglieder wohnen. Die WBG habe noch andere derartige Objekte in der Kreisstadt, erklärt Dörmann. So in der Jacob-Plauth-, Thomas-Müntzer- und Halleschen Straße. Addiert kommt das Unternehmen auf etwa 750 Wohnungen und Appartements für Studenten und Auszubildende.
Kürzlich feierten die jungen Leute im Bochumer Hof ihre Semesteranfangsparty. Mit Vertretern des Vermieters. Von 19 bis 1 Uhr, hieß es. Eingeladen waren auch alle Nachbarn im Wohngebiet. Für die aber war der Zeitpunkt ungünstig. Gern, meinten Anlieger, hätten sie an einem Samstag bei Tageslicht der Feier beigewohnt. An den Wochenenden seien die Studenten aber alle weg, begründete man den Zeitpunkt. So blieb man an dem Abend unter sich und kam erst nach 22 Uhr so richtig in Fahrt.
Kurt Frank
Autor: nnzDie Studentinnen der Fachhochschule Janin Schönemann (links) und Kristin Böhme in Janins Wohnstube. Holger Raschdorf von der Wohnungsbaugenossenschaft Südharz kümmert sich gewissenhaft um alle Belange im Studentenwohngebiet.
Janin Schönemann studiert an der Fachhochschule in Nordhausen im achten und damit letzten Semester Gesundheits- und Sozialwesen. Wenn alles gut geht, beendet sie bald ihr Studium. Als Kindergärtnerin möchte sie später arbeiten. Wie ihre Mutter. Bewerbungen sind schon verschickt.
Janin wohnte in der Zeit ihres Studiums im Bochumer Hof. Hier fühlte ich mich wohl und geborgen, sagt die junge Frau. 19 Quadratmeter misst ihr Zimmer. Hübsch nach eigenem Geschmack eingerichtet. Meine Mama half mit guten Ratschlägen, räumt sie ein. Die geräumige Einbauküche und das Bad teilt sich Janin mit einer weiteren Studentin.
Sieben Häuser bilden im Bochumer Hof ein Ensemble. Fünf davon haben Studenten der Fachhochschule und Auszubildende belegt. Die Gebäude zwischen Bochumer-, Hardenberg-, Yorck- und Hesseröder Straße entstanden in den Jahren von 1905 bis 1914, erklärt WBG-Vorstand Sven Dörmann. Der damaligen Zeit entsprechend, verfügten die Wohnungen über eine große Küche als Zentrum für die Familie, ein kleines Wohn-und Schlafzimmer. Die Toiletten befanden sich auf halber Treppe. Es gab nur Ofenheizungen.
Die Nachfrage nach einer Bleibe in diesem Bereich nahm mit der modernen Zeit rapide ab, die Wohnungen hingegen leerten sich zusehends. Eines Tages war die Frage aktuell geworden, was aus den Häusern werden soll. Die Fachhochschule kam ins Spiel. Die WBG hatte die zündende Idee. Nach eingehenden Gesprächen mit der Bildungsstätte und dem Stadtplanungsamt stand die Entscheidung fest: Studentenwohngebiet. Es ist das größte seiner Art im Südharz.
Der Sanierungsbedarf war enorm angewachsen. Zuschnitte waren zu verändern. Vor sieben Jahren begann das Vorhaben. Zwischen 2006 und 2008 erreichte der Um- und Ausbau seinen Höhepunkt. Aus der großen Küche wurde ein Wohnzimmer. Einbauküche und Bad kamen hinzu. Waschautomaten in den Kellern anstelle der Kohlen. Das Umfeld veränderte sich. Eine Volleyballanlage, Tischtennisplatz, Park- und Grünflächen zieren heute die Innenhöfe.
Die Wohnungsbaugenossenschaft hatte viel Geld in die Hand genommen. Die Sanierungskosten für die fünf Studenten-Häuser beziffert der Vermieter auf 4,2 Millionen Euro. Je nach Größe des Wohnzimmers - zehn bis 24 Quadratmeter – bewegen sich die Pauschalmieten. Zwischen 165 und 245 Euro zahlen die jungen Mieter im Monat. Darin enthalten sind Nebenkosten und Internetzugang. Wer einen festen Parkplatz haben möchte, kann ihn sich mieten, ansonsten jeder sein Fahrzeug kostenlos irgendwo im weitläufigen Parkplatzbereich abstellen.
Um stets einen guten Kontakt zwischen Vermieter und Studierenden zu gewährleisten, setzte die WBG einen Beauftragten ein, der sich um alle Belange im Studenten-Wohngebiet kümmert. Holger Raschdorf erfüllt seine Pflichten gewissenhaft.
Etwa zwei Millionen Euro investierte die Wohnungsbaugenossenschaft Südharz außerdem in zwei weitere Häuser des Bochumer Hofes, in denen Genossenschaftsmitglieder wohnen. Die WBG habe noch andere derartige Objekte in der Kreisstadt, erklärt Dörmann. So in der Jacob-Plauth-, Thomas-Müntzer- und Halleschen Straße. Addiert kommt das Unternehmen auf etwa 750 Wohnungen und Appartements für Studenten und Auszubildende.
Kürzlich feierten die jungen Leute im Bochumer Hof ihre Semesteranfangsparty. Mit Vertretern des Vermieters. Von 19 bis 1 Uhr, hieß es. Eingeladen waren auch alle Nachbarn im Wohngebiet. Für die aber war der Zeitpunkt ungünstig. Gern, meinten Anlieger, hätten sie an einem Samstag bei Tageslicht der Feier beigewohnt. An den Wochenenden seien die Studenten aber alle weg, begründete man den Zeitpunkt. So blieb man an dem Abend unter sich und kam erst nach 22 Uhr so richtig in Fahrt.
Kurt Frank

