Nordhäuser Handwerkerschaft ohne Geschäftsführer
Montag, 19. März 2001, 15:41 Uhr
Nordhausen (nnz). Da gab es Handwerker, die aus dem Staunen nicht raus kamen, als sie denn am Wochenende diese Nachricht ereilte. Für andere wiederum kam das alles nicht überraschend. Doch erst mal die Chronologie. Am Donnerstag gab es in der Kreishandwerkerschaft eine Krisensitzung. In deren Ergebnis trennte man sich aus "rechtlichen Gründen" von Geschäftsführer Andreas Linke. Daß es in der Geschäftsführung der Nordhäuser Handwerker seit einiger Zeit nicht mehr mit rechten Dingen zuging, das wußten sowohl der Vorstand als auch die Mitglieder. Die Reißleine wurde in der zurückliegenden Woche gezogen. Zwei Krisensitzungen am Montag und Mittwoch, dann am Donnerstag die Entscheidung: Fristlose Kündigung von Andreas Linke.
Das Aus für Linke deutete sich bereits im vergangenen Jahr an. Im November fusionierten die Handwerkerschaften der Landkreise Eichsfeld und Nordhausen. Linke war damit quasi dem Hauptgeschäftsführer des Verbundes, Dr. Bernhard Senft, unterstellt. Und der hatte einen Finanzabschluß für das zurückliegende Jahr anberaumt, in dem das zu Tage trat, was eigentlich keiner für möglich gehalten hatte. Linke soll nicht nur Fahrtkostenabrechnungen ohne Prüfung und Bestätigung abgerechnet, sondern auch Abrechnungen gefälscht haben. Hier liege ein eindeutiger Vertrauensbruch vor, der nicht länger hätte toleriert werden können. Man habe jedoch Andreas Linke eine Woche Zeit gegeben, der Kreishandwerkerschaft einen Aufhebungsvertrag anzubieten. Mit diesem Entgegenkommen sollten die Verdienste von Linke honoriert werden, die er sich vor allem mit dem Neuaufbau der Finkenburg erworben habe. Bislang habe man jedoch noch keine Reaktion erhalten, so Dr. Senft gegenüber nnz.
Die Arbeit von Linke als Geschäftsführer stieß in der Kreishandwerkerschaft schon seit längerer Zeit auf Kritik. Sichtbar war dies auch durch einen enormen Rückgang der Mitglieder. "Diesen Vertrauensbruch müssen wir nun wieder kitten, müssen verlorenes Vertrauen wieder herstellen", umriß Dr. Senft die kommenden Aufgaben. Der derzeitige Organisationsgrand der Nordhäuser Kreishandwerkerschaft sei mit 32 Prozent das untere Ende der Thüringer Fahnenstange. Dr. Senft und seine Nordhäuser Vorstandskollegen haben sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Bis zum Jahresende sollen die Hälfte aller handwerklichen Unternehmen im Landkreis Nordhausen wieder Mitglied der Kreishandwerkerschaft sein. Und die neuen und die alten Mitglieder sollen wieder einen Ansprechpartner haben. Die Stelle des Kreisgeschäftsführers soll wieder neu besetzt werden, mit einem jungen Rechtsanwalt, so die Vorstellungen des Hauptgeschäftsführers aus Leinefelde.
Autor: nnzDas Aus für Linke deutete sich bereits im vergangenen Jahr an. Im November fusionierten die Handwerkerschaften der Landkreise Eichsfeld und Nordhausen. Linke war damit quasi dem Hauptgeschäftsführer des Verbundes, Dr. Bernhard Senft, unterstellt. Und der hatte einen Finanzabschluß für das zurückliegende Jahr anberaumt, in dem das zu Tage trat, was eigentlich keiner für möglich gehalten hatte. Linke soll nicht nur Fahrtkostenabrechnungen ohne Prüfung und Bestätigung abgerechnet, sondern auch Abrechnungen gefälscht haben. Hier liege ein eindeutiger Vertrauensbruch vor, der nicht länger hätte toleriert werden können. Man habe jedoch Andreas Linke eine Woche Zeit gegeben, der Kreishandwerkerschaft einen Aufhebungsvertrag anzubieten. Mit diesem Entgegenkommen sollten die Verdienste von Linke honoriert werden, die er sich vor allem mit dem Neuaufbau der Finkenburg erworben habe. Bislang habe man jedoch noch keine Reaktion erhalten, so Dr. Senft gegenüber nnz.
Die Arbeit von Linke als Geschäftsführer stieß in der Kreishandwerkerschaft schon seit längerer Zeit auf Kritik. Sichtbar war dies auch durch einen enormen Rückgang der Mitglieder. "Diesen Vertrauensbruch müssen wir nun wieder kitten, müssen verlorenes Vertrauen wieder herstellen", umriß Dr. Senft die kommenden Aufgaben. Der derzeitige Organisationsgrand der Nordhäuser Kreishandwerkerschaft sei mit 32 Prozent das untere Ende der Thüringer Fahnenstange. Dr. Senft und seine Nordhäuser Vorstandskollegen haben sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Bis zum Jahresende sollen die Hälfte aller handwerklichen Unternehmen im Landkreis Nordhausen wieder Mitglied der Kreishandwerkerschaft sein. Und die neuen und die alten Mitglieder sollen wieder einen Ansprechpartner haben. Die Stelle des Kreisgeschäftsführers soll wieder neu besetzt werden, mit einem jungen Rechtsanwalt, so die Vorstellungen des Hauptgeschäftsführers aus Leinefelde.
