Nur Alleinregieren macht Spaß
Montag, 12. Januar 2004, 07:01 Uhr
Nordhausen (nnz). Was der CSU ihr Wildbad Kreuth ist, das könnte für die CDU des Landkreises Nordhausen Heringen werden. Am Tegernsee wie an der Helme wird zum Beginn des neuen Jahres auch ein bisschen Frust abgelassen. Diesen Part in Heringen übernahm am Wochenende Egon Primas.
Der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion holte weit aus, und wurde gar bundespolitisch. Es sei gefährlich, was die beiden Unionsparteien da in den zurückliegenden Wochen auf der politischen Bühne aufgeführt hätten. Noch nie war die Einigkeit der Union so gefährdet wie in diesen Wochen, gab Egon Primas zu bedenken. Gesundheitsreform, Steuern, Pendlerpauschale, alles Themen, die zwischen München und Berlin oftmals weit auseinanderliegen würden.
Doch der Landtagsabgeordnete bekam auch schnell den Bogen zur kommunalen Politik. Da sei in den zurückliegenden zwei Jahren viel mit Schlamm geworfen worden, im Kreistag, im Landratsamt und vor allem gegen den Landrat. Jüngstes Beispiel seien die angeblich widerrechtlichen Verbeamtungen gewesen. Da bleibt nichts, meinte Primas und gab zu verstehen, dass sich die beiden roten Fraktionen aufregen würden, wenn schon mal ein Passbild im Personalbogen falsch herum aufgeklebt worden sei. Auch könne er, Primas, das Getöne um den Gipsabbau am Winkelberg nicht verstehen. Da versuche die SPD den Eindruck zu vermitteln, dass mit dem Abbau schon in diesem Jahr begonnen werde. Wir wollen da keinen Abbau und im übrigen wird das Verfahren noch Jahre dauern!
Das Gezerre im Landratsamt und die Beschädigung der Person des Landrates müsse jetzt endlich ein Ende haben. Das aber könne der Wähler ja schließlich selbst beeinflussen, zur Kommunalwahl in diesem Jahr. Die CDU müsse im kommenden Kreistag wieder die Mehrheit haben, da werde dann schon Ruhe in die Arbeit des Landratsamtes einziehen. Eigentlich würden drei Stimmen mehr ja schon reichen. Und überhaupt: Nur Alleinregieren mache den eigentlichen Spaß aus. Beste Erfahrungen hat der CDU-Mann damit im Landtag. Und Egon Primas weiß, wovon er spricht. Als Mann der ersten Stunde hat er in Erfurt schon viele Varianten durchstehen müssen. Ob nun in Koalition mit der SPD oder FDP – das Wahre war das alles nicht.
Für Joachim Claus, den stellvertretenden Kreisvorsitzenden und Landrat waren die Primas-Worte und deren Applaus Balsam. Der einstige Lehrer ging in seinem Grußwort in Heringen denn auch nur kurz auf das Thema der Elite-Unis ein. Wenn man in der SPD des Landkreises auch dieses Thema unterstütze und Bildung in den Wahlkampf reinziehen wolle, dann soll ihm sein Finanzbeigeordneter (Matthias Jendricke – d. Red.) mal erklären, warum er so für Schulschließungen im Landkreis Nordhausen eintrete.
Autor: nnzDer Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion holte weit aus, und wurde gar bundespolitisch. Es sei gefährlich, was die beiden Unionsparteien da in den zurückliegenden Wochen auf der politischen Bühne aufgeführt hätten. Noch nie war die Einigkeit der Union so gefährdet wie in diesen Wochen, gab Egon Primas zu bedenken. Gesundheitsreform, Steuern, Pendlerpauschale, alles Themen, die zwischen München und Berlin oftmals weit auseinanderliegen würden.
Doch der Landtagsabgeordnete bekam auch schnell den Bogen zur kommunalen Politik. Da sei in den zurückliegenden zwei Jahren viel mit Schlamm geworfen worden, im Kreistag, im Landratsamt und vor allem gegen den Landrat. Jüngstes Beispiel seien die angeblich widerrechtlichen Verbeamtungen gewesen. Da bleibt nichts, meinte Primas und gab zu verstehen, dass sich die beiden roten Fraktionen aufregen würden, wenn schon mal ein Passbild im Personalbogen falsch herum aufgeklebt worden sei. Auch könne er, Primas, das Getöne um den Gipsabbau am Winkelberg nicht verstehen. Da versuche die SPD den Eindruck zu vermitteln, dass mit dem Abbau schon in diesem Jahr begonnen werde. Wir wollen da keinen Abbau und im übrigen wird das Verfahren noch Jahre dauern!
Das Gezerre im Landratsamt und die Beschädigung der Person des Landrates müsse jetzt endlich ein Ende haben. Das aber könne der Wähler ja schließlich selbst beeinflussen, zur Kommunalwahl in diesem Jahr. Die CDU müsse im kommenden Kreistag wieder die Mehrheit haben, da werde dann schon Ruhe in die Arbeit des Landratsamtes einziehen. Eigentlich würden drei Stimmen mehr ja schon reichen. Und überhaupt: Nur Alleinregieren mache den eigentlichen Spaß aus. Beste Erfahrungen hat der CDU-Mann damit im Landtag. Und Egon Primas weiß, wovon er spricht. Als Mann der ersten Stunde hat er in Erfurt schon viele Varianten durchstehen müssen. Ob nun in Koalition mit der SPD oder FDP – das Wahre war das alles nicht.
Für Joachim Claus, den stellvertretenden Kreisvorsitzenden und Landrat waren die Primas-Worte und deren Applaus Balsam. Der einstige Lehrer ging in seinem Grußwort in Heringen denn auch nur kurz auf das Thema der Elite-Unis ein. Wenn man in der SPD des Landkreises auch dieses Thema unterstütze und Bildung in den Wahlkampf reinziehen wolle, dann soll ihm sein Finanzbeigeordneter (Matthias Jendricke – d. Red.) mal erklären, warum er so für Schulschließungen im Landkreis Nordhausen eintrete.
