Höhen und Tiefen des Landkreises
Freitag, 09. Januar 2004, 13:33 Uhr
Nordhausen (nnz). Kultur, Naturschutz und Wirtschaftförderung stärker in den Vordergrund zu rücken, hat sich der Landkreis Nordhausen als guten Vorsatz für 2004 ausgewählt. Wo der interessierte Bürger mehr dazu erfahren kann, weiß wie immer Ihre nnz.
"Wir wollen nicht einseitig sein."meint Landrat Joachim Claus (CDU) zu Beginn. "Da unser Landkreis wie kein anderer in Thüringen eine solche landschaftliche Vielfalt bietet, wollen wir diese Vorzüge darstellen. Nur mit positiven Beispielen kommt eine Entwicklung in die Region."
Ein weiterer Beitrag dazu soll die neue Broschüre "Der Landkreis Nordhausen" sein. Jeder Bürger kann sie kostenlos im Landratsamt und an Touristeninformationen bekommen. Neben einem Wegweiser durch das Landratsamt sind interessante Fakten zur Wirtschaftsentwicklung nachzulesen. Es werden die Naturschutzgebiete des Kreises ebenso vorgestellt wie die wichtigsten Denkmale und ihr Schutz. Da vielen Nordhäusern das historische Landratsamt so gut gefällt, gibt es anläßlich des 135 jährigen Jubiläums einen ausführlichen Bericht. Wer noch nicht wußte, wo das Wappen des Kreises herkommt, der kann es ebenfalls in dem neuen Heft erfahren.
Der Untertitel lautet diesmal "Zwischen Berg und Tal". Das beziehe sich einerseits auf die vielseitige Landschaft mit Goldener Aue, Harz, Bleicheröder Bergen und Gipskarstgebieten, erklärt Pressesprecherin Heidelore Kneffel, andererseits aber auch auf jene Höhen und Tiefen, zwischen denen das Leben verlaufe. Auch das des Landkreises Nordhausen.
Joachim Claus betonte, daß es jedes Mal schwierig sei Inserenten zu finden, damit die Broschüre kostenlos verteilt werden kann. Außerdem wolle man dem Leser immer etwas neues bieten. Deshalb geht sein Dank an alle im Landratsamt und draußen, die an der Entstehung der Informationsschrift mitgewirkt haben.
Aus dem Bereich der Wirtschaftförderung war zu erfahren, daß im Frühjahr dieses Jahres eine aktualisierte Wirtschaftskarte des Kreisgebietes erscheinen wird. Außerdem werden zur Zeit alle Daten der Gewerbegebiete mit Hilfe der Kommunen aktualisiert. Eine im Dezember 2003 eingestellte SAM-Kraft übernimmt die Arbeit alle Brachflächen zu erfassen. Die einmal monatlich stattfindenden Netzwerktagungen im BIC soll es natürlich 2004 weiterhin geben.
Daß Naturschutz nicht gegen den Menschen arbeitet, sondern ihm nutzt, erklärte Martin Teger. Viele heute schützenswerte Landschaften seien erst durch den Menschen entstanden und müßten von ihm gepflegt werden. Diese könnten dann zur Erholung dienen.
Fast ein Drittel des Landkreises ist Landschaftsschutzgebiet, ein Sechstel soll nun gemäß einer Richtlinie der EU zum Flora-Fauna- Habitat werden. "Auch wenn es bei uns keinen Mangel an Buchenwäldern gibt, müssen sie geschützt werden, da ihre Zahl in Europa gering ist. Wir haben auch europaweit Verantwortung" so der Naturschützer.
Ähnlich geht es dem Denkmalschutz. Oft wird er als Hindernis aufgefaßt, als ein notwendiges Übel. Denkmale seinen mehr denn je gefährdet durch Globalisierung und Egalisierung, erklärt Frau Neubert. Es gebe einige wertvolle Stätten im Kreis, so zum Beispiel das Dorf Auleben. Neben einer schönen Landschaft seien auch ein frühgeschichtliches Gräberfeld und die unter Flächendenkmalschutz stehende Bebauung lohnenswert.
Landrat Claus warf ein, daß besonders im Bereich des Denkmalschutzes die Initiative des Einzelnen viel bewirken könne. So sei das Haus der Dichterin Sarah Kirsch durch den Einsatz von Bürgern vor dem endgültigen Verfall gerettet worden. Ähnliches geschieht zur Zeit bei der Sanierung der Bielener Kirche.
Gemeinwohl dürfe nicht als altertümlich abgetan werden. Auch Egoismus habe seine Grenzen. Die Broschüre des Landkreises soll allen Bürgern die Möglichkeit geben sich zu informieren und eine Hilfe sein für alle, die sich für die Region einsetzen.
Autor: wf"Wir wollen nicht einseitig sein."meint Landrat Joachim Claus (CDU) zu Beginn. "Da unser Landkreis wie kein anderer in Thüringen eine solche landschaftliche Vielfalt bietet, wollen wir diese Vorzüge darstellen. Nur mit positiven Beispielen kommt eine Entwicklung in die Region."
Ein weiterer Beitrag dazu soll die neue Broschüre "Der Landkreis Nordhausen" sein. Jeder Bürger kann sie kostenlos im Landratsamt und an Touristeninformationen bekommen. Neben einem Wegweiser durch das Landratsamt sind interessante Fakten zur Wirtschaftsentwicklung nachzulesen. Es werden die Naturschutzgebiete des Kreises ebenso vorgestellt wie die wichtigsten Denkmale und ihr Schutz. Da vielen Nordhäusern das historische Landratsamt so gut gefällt, gibt es anläßlich des 135 jährigen Jubiläums einen ausführlichen Bericht. Wer noch nicht wußte, wo das Wappen des Kreises herkommt, der kann es ebenfalls in dem neuen Heft erfahren.Der Untertitel lautet diesmal "Zwischen Berg und Tal". Das beziehe sich einerseits auf die vielseitige Landschaft mit Goldener Aue, Harz, Bleicheröder Bergen und Gipskarstgebieten, erklärt Pressesprecherin Heidelore Kneffel, andererseits aber auch auf jene Höhen und Tiefen, zwischen denen das Leben verlaufe. Auch das des Landkreises Nordhausen.
Joachim Claus betonte, daß es jedes Mal schwierig sei Inserenten zu finden, damit die Broschüre kostenlos verteilt werden kann. Außerdem wolle man dem Leser immer etwas neues bieten. Deshalb geht sein Dank an alle im Landratsamt und draußen, die an der Entstehung der Informationsschrift mitgewirkt haben.
Aus dem Bereich der Wirtschaftförderung war zu erfahren, daß im Frühjahr dieses Jahres eine aktualisierte Wirtschaftskarte des Kreisgebietes erscheinen wird. Außerdem werden zur Zeit alle Daten der Gewerbegebiete mit Hilfe der Kommunen aktualisiert. Eine im Dezember 2003 eingestellte SAM-Kraft übernimmt die Arbeit alle Brachflächen zu erfassen. Die einmal monatlich stattfindenden Netzwerktagungen im BIC soll es natürlich 2004 weiterhin geben.
Daß Naturschutz nicht gegen den Menschen arbeitet, sondern ihm nutzt, erklärte Martin Teger. Viele heute schützenswerte Landschaften seien erst durch den Menschen entstanden und müßten von ihm gepflegt werden. Diese könnten dann zur Erholung dienen.
Fast ein Drittel des Landkreises ist Landschaftsschutzgebiet, ein Sechstel soll nun gemäß einer Richtlinie der EU zum Flora-Fauna- Habitat werden. "Auch wenn es bei uns keinen Mangel an Buchenwäldern gibt, müssen sie geschützt werden, da ihre Zahl in Europa gering ist. Wir haben auch europaweit Verantwortung" so der Naturschützer.
Ähnlich geht es dem Denkmalschutz. Oft wird er als Hindernis aufgefaßt, als ein notwendiges Übel. Denkmale seinen mehr denn je gefährdet durch Globalisierung und Egalisierung, erklärt Frau Neubert. Es gebe einige wertvolle Stätten im Kreis, so zum Beispiel das Dorf Auleben. Neben einer schönen Landschaft seien auch ein frühgeschichtliches Gräberfeld und die unter Flächendenkmalschutz stehende Bebauung lohnenswert.
Landrat Claus warf ein, daß besonders im Bereich des Denkmalschutzes die Initiative des Einzelnen viel bewirken könne. So sei das Haus der Dichterin Sarah Kirsch durch den Einsatz von Bürgern vor dem endgültigen Verfall gerettet worden. Ähnliches geschieht zur Zeit bei der Sanierung der Bielener Kirche.
Gemeinwohl dürfe nicht als altertümlich abgetan werden. Auch Egoismus habe seine Grenzen. Die Broschüre des Landkreises soll allen Bürgern die Möglichkeit geben sich zu informieren und eine Hilfe sein für alle, die sich für die Region einsetzen.
