„Die Nordhäuser mögen uns“
Freitag, 09. Januar 2004, 11:18 Uhr
Nordhausen (nnz). Mit diesem Satz von Sparkassendirektor Rudolf Mund ist eigentlich die Bilanz des Kreditinstitutes für das Jahr 2003 ausreichend beschrieben. Doch etwas genauer wollte es die nnz schon wissen. Und dazu, was die Vögel in der Kundenhalle machen?
Es war alles in allem eine moderate Geschäftsentwicklung auf einem soliden Fundament. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Die Bilanzsumme des Hauses konnte im zurückliegenden Jahr um 0,8 Prozent auf rund 920 Millionen Euro gesteigert werden und die Zahl der Girokonten blieb mit etwa 55.000 stabil. Stabil – das klingt irgendwie nicht positiv. Ist es aber, wenn man bedenkt, dass es im vergangenen Jahr rund 1000 Menschen weniger als 2002 im Landkreis Nordhausen gab.
Und genau in diesem Territorium will die Kreissparkasse auch in 2004 der moderne und servicebetonte Finanzdienstleister für die Menschen und die Unternehmen sein. Für Letztere sind in den zurückliegenden Jahren Kredite in Höhe von 280 Millionen Euro ausgereicht worden, damit liegen die Nordhäuser Banker weit über dem Thüringer Durchschnitt. Doch es gab aus dem KSK-Vorstand heute auch zaghafte Warnungen. Die Risikolage für die Betriebe wird nach wie vor sehr hoch eingeschätzt. Wir werden weiterhin Probleme haben, um einige Unternehmen am Leben zu erhalten, so Rudolf Mund. Über das Kreditgeschäft und das Rating für Unternehmen im Landkreis Nordhausen hatte die nnz bereits im vergangenen Jahr ausführlich berichtet (siehe nnz-Archiv – Stichwort: Rating).
Gestiegen sind im vergangenen Jahr auch die Kundeneinlagen, wobei die höherverzinslichen Anlageformen wie Sparbriefe und Inhaberschuldverschreibungen die Renner der Saison waren. Auch Aktien und Fonds waren wieder gefragt, hier vor allem Immobilienfonds.
All die aufgelisteten Fakten lassen auf ein hohes Vertrauen in der Bevölkerung zur Sparkasse schließen. Die Nähe zum Kunden mit einem flächendeckenden Filialnetz, umfangreiche Selbstbedienungstechnik, attraktive Angebote zu fairen Preisen und gut ausgebildete Mitarbeiter sind entscheidende Erfolgskriterien, so der Sparkassenchef zur nnz.
Der Personalbestand hat sich im Jahr 2003 leicht erhöht, zur Zeit sind 297 Frauen und Männer in Lohn und Brot, 26 von ihnen sind Azubis. Doch die Banker am Kornmarkt haben ein Problem. Die Qualität der Bewerber auf angebotene Ausbildungsplätze lässt zu wünschen übrig. Es sei schlimmer als PISA es statistisch ausdrücke. So konnten im vergangenen Jahr von den angebotenen zehn Ausbildungsplätzen drei nicht besetzt werden.
Die Kreissparkasse Nordhausen investierte rund drei Millionen Euro in neue Technik, hat Geschäftsstellen aufgepeppt, baut das City-Hotel weiter um und vergibt Aufträge an Firmen der Region. Sie förderte Kultur, Kunst, Vereine und Sport mit rund 150.000 Euro und wird ein verlässlicher Partner für die Landesgartenschau in diesem Jahr sein. Für das jetzige Jahr gibt man sich optimistisch, die Marktführerschaft soll weiter ausgebaut werden, auch für den Aktienmarkt rechnen die Anlagespezialisten mit steigenden Kursen. Und: Es wird jedem auch 2004 die Chance gegeben, sich ein Girokonto einzurichten. Kurz vor Eröffnung der Landesgartenschau wird die Baustelle vor der Hauptstelle Geschichte sein. Doch solche Töpfe wie in der Innenstadt werden dann nicht als Begrünungsvariante verwendet, ist sich der Vorstand sicher. Wie hieß es doch in der Überschrift zu diesem Beitrag: Die Nordhäuser mögen uns!
Apropos: Die eingangs erwähnten Vögel sind die Raben, die in den kommenden Wochen die Wasserachse zwischen dem Petersberg und der Rautenstraße zieren werden. Entworfen hat sie der Nordhäuser Künstler Gerd Mackensen. Momentan sind sie in schwarz-gelbe Schärpen gehüllt, zum Neujahrsempfang von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) sollen sie dann völlig nackt präsentiert werden.
Autor: nnz
Es war alles in allem eine moderate Geschäftsentwicklung auf einem soliden Fundament. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Die Bilanzsumme des Hauses konnte im zurückliegenden Jahr um 0,8 Prozent auf rund 920 Millionen Euro gesteigert werden und die Zahl der Girokonten blieb mit etwa 55.000 stabil. Stabil – das klingt irgendwie nicht positiv. Ist es aber, wenn man bedenkt, dass es im vergangenen Jahr rund 1000 Menschen weniger als 2002 im Landkreis Nordhausen gab.Und genau in diesem Territorium will die Kreissparkasse auch in 2004 der moderne und servicebetonte Finanzdienstleister für die Menschen und die Unternehmen sein. Für Letztere sind in den zurückliegenden Jahren Kredite in Höhe von 280 Millionen Euro ausgereicht worden, damit liegen die Nordhäuser Banker weit über dem Thüringer Durchschnitt. Doch es gab aus dem KSK-Vorstand heute auch zaghafte Warnungen. Die Risikolage für die Betriebe wird nach wie vor sehr hoch eingeschätzt. Wir werden weiterhin Probleme haben, um einige Unternehmen am Leben zu erhalten, so Rudolf Mund. Über das Kreditgeschäft und das Rating für Unternehmen im Landkreis Nordhausen hatte die nnz bereits im vergangenen Jahr ausführlich berichtet (siehe nnz-Archiv – Stichwort: Rating).
Gestiegen sind im vergangenen Jahr auch die Kundeneinlagen, wobei die höherverzinslichen Anlageformen wie Sparbriefe und Inhaberschuldverschreibungen die Renner der Saison waren. Auch Aktien und Fonds waren wieder gefragt, hier vor allem Immobilienfonds.
All die aufgelisteten Fakten lassen auf ein hohes Vertrauen in der Bevölkerung zur Sparkasse schließen. Die Nähe zum Kunden mit einem flächendeckenden Filialnetz, umfangreiche Selbstbedienungstechnik, attraktive Angebote zu fairen Preisen und gut ausgebildete Mitarbeiter sind entscheidende Erfolgskriterien, so der Sparkassenchef zur nnz.
Der Personalbestand hat sich im Jahr 2003 leicht erhöht, zur Zeit sind 297 Frauen und Männer in Lohn und Brot, 26 von ihnen sind Azubis. Doch die Banker am Kornmarkt haben ein Problem. Die Qualität der Bewerber auf angebotene Ausbildungsplätze lässt zu wünschen übrig. Es sei schlimmer als PISA es statistisch ausdrücke. So konnten im vergangenen Jahr von den angebotenen zehn Ausbildungsplätzen drei nicht besetzt werden.
Die Kreissparkasse Nordhausen investierte rund drei Millionen Euro in neue Technik, hat Geschäftsstellen aufgepeppt, baut das City-Hotel weiter um und vergibt Aufträge an Firmen der Region. Sie förderte Kultur, Kunst, Vereine und Sport mit rund 150.000 Euro und wird ein verlässlicher Partner für die Landesgartenschau in diesem Jahr sein. Für das jetzige Jahr gibt man sich optimistisch, die Marktführerschaft soll weiter ausgebaut werden, auch für den Aktienmarkt rechnen die Anlagespezialisten mit steigenden Kursen. Und: Es wird jedem auch 2004 die Chance gegeben, sich ein Girokonto einzurichten. Kurz vor Eröffnung der Landesgartenschau wird die Baustelle vor der Hauptstelle Geschichte sein. Doch solche Töpfe wie in der Innenstadt werden dann nicht als Begrünungsvariante verwendet, ist sich der Vorstand sicher. Wie hieß es doch in der Überschrift zu diesem Beitrag: Die Nordhäuser mögen uns!
Apropos: Die eingangs erwähnten Vögel sind die Raben, die in den kommenden Wochen die Wasserachse zwischen dem Petersberg und der Rautenstraße zieren werden. Entworfen hat sie der Nordhäuser Künstler Gerd Mackensen. Momentan sind sie in schwarz-gelbe Schärpen gehüllt, zum Neujahrsempfang von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) sollen sie dann völlig nackt präsentiert werden.
