„Kanon“ an der Fachhochschule
Donnerstag, 08. Januar 2004, 09:26 Uhr
Nordhausen (nnz). Derzeit reist Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) durchs Land. Er will seinen Freistaat kennen lernen. In der nächsten Woche ist der Landkreis Nordhausen eine Station. Der Besuch allerdings sorgt in Nordhausen schon jetzt für Wirbel.
Heute ist Althaus im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt unterwegs, am Montag im Altenburger Land und dann – am Donnerstag – im Landkreis Nordhausen. Neben wirtschaftlichen Leuchttürmen wird der Ministerpräsident auch der jüngsten Thüringer Fachhochschule einen Besuch abstatten. Doch da gab es schon jetzt einige Aufgeregtheiten.
Verehrte Lehrende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
liebe Studierende, der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen besucht am 15.01.2004 unsere Fachhochschule. Laut Planung ist daran gedacht, dass ... er in erster Linie mit Studierenden, aber auch mit Lehrenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Frage zur Zukunft des Bildungsstandortes Thüringen diskutiert unter dem Titel ‚Studieren in Thüringen - quo vadis?’. Sie sind herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen. Es wäre für eine ertragreiche Diskussion wichtig, wenn im Vorfeld innerhalb der Studierendenschaft ein Grundkanon an Fragen vorbereitet wird. Zudem wäre es schön, wenn zusätzlich ein konkreter Ansprechpartner für weitergehende Fragen zu jedem Studiengang benannt wird. Ich bitte - in Absprache mit dem Studentenrat ,- uns diesen baldmöglichst zur weiteren Vorbereitung zu benennen. Diese Ansprechpartner sowie die Mitglieder des Studentenrates lade ich zu einer Vorbesprechung am 14.01.2004 um 16:00 Uhr in das Rektorat ein." Das hat Rektor Prof. Juckenack geschrieben.
Für die Mitglieder der Nordhäuser Liberalen Hochschulgruppe (LHG) ist dies eine unzumutbare Forderung von Seiten des Rektorats und der Besuch des Ministerpräsidenten ein Schlag ins Gesicht der Thüringer Studenten. Am 14. Januar gebe es eine große Demonstration von Thüringer Studierenden vor der Staatskanzlei in Erfurt, doch statt mit den Protestierenden zu reden werde der Thüringer Ministerpräsident am kommenden Tag die wohl ruhigste Fachhochschule seines Freistaates besucht, so die Liberalen an der Fachhochschule.
Unter dem Titel "Studieren in Thüringen - quo vadis?" werde der Ministerpräsident eine Hochschule besuchen, die sich gerade noch im Aufbau befindet, wo Geld investiert werde und die Studierenden mit den Lehrbedingungen noch gut leben können. "Mit Hilfe eines Grundkanons soll versucht werden, jedwede Kritik im Keim zu ersticken so Hardrath weiter. Starke Kritik wird vor allem an der Ankündigungsmail des Rektors geübt, insbesondere wegen der kurzfristigen Ankündigung und der Nähe zum Prüfungszeitraum.
Die Nordhäuser LHG ruft daher alle engagierten Thüringer Studenten und Mitarbeiter der Hochschulen auf, sich am 15.01.04 um 15.45 im Hörsaal 1 zu versammeln um die Gelegenheit zu nutzen und dem Ministerpräsidenten die prekäre Lage an den Thüringer Hochschulen klar zu machen.
Autor: nnzHeute ist Althaus im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt unterwegs, am Montag im Altenburger Land und dann – am Donnerstag – im Landkreis Nordhausen. Neben wirtschaftlichen Leuchttürmen wird der Ministerpräsident auch der jüngsten Thüringer Fachhochschule einen Besuch abstatten. Doch da gab es schon jetzt einige Aufgeregtheiten.
Verehrte Lehrende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
liebe Studierende, der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen besucht am 15.01.2004 unsere Fachhochschule. Laut Planung ist daran gedacht, dass ... er in erster Linie mit Studierenden, aber auch mit Lehrenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Frage zur Zukunft des Bildungsstandortes Thüringen diskutiert unter dem Titel ‚Studieren in Thüringen - quo vadis?’. Sie sind herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen. Es wäre für eine ertragreiche Diskussion wichtig, wenn im Vorfeld innerhalb der Studierendenschaft ein Grundkanon an Fragen vorbereitet wird. Zudem wäre es schön, wenn zusätzlich ein konkreter Ansprechpartner für weitergehende Fragen zu jedem Studiengang benannt wird. Ich bitte - in Absprache mit dem Studentenrat ,- uns diesen baldmöglichst zur weiteren Vorbereitung zu benennen. Diese Ansprechpartner sowie die Mitglieder des Studentenrates lade ich zu einer Vorbesprechung am 14.01.2004 um 16:00 Uhr in das Rektorat ein." Das hat Rektor Prof. Juckenack geschrieben.
Für die Mitglieder der Nordhäuser Liberalen Hochschulgruppe (LHG) ist dies eine unzumutbare Forderung von Seiten des Rektorats und der Besuch des Ministerpräsidenten ein Schlag ins Gesicht der Thüringer Studenten. Am 14. Januar gebe es eine große Demonstration von Thüringer Studierenden vor der Staatskanzlei in Erfurt, doch statt mit den Protestierenden zu reden werde der Thüringer Ministerpräsident am kommenden Tag die wohl ruhigste Fachhochschule seines Freistaates besucht, so die Liberalen an der Fachhochschule.
Unter dem Titel "Studieren in Thüringen - quo vadis?" werde der Ministerpräsident eine Hochschule besuchen, die sich gerade noch im Aufbau befindet, wo Geld investiert werde und die Studierenden mit den Lehrbedingungen noch gut leben können. "Mit Hilfe eines Grundkanons soll versucht werden, jedwede Kritik im Keim zu ersticken so Hardrath weiter. Starke Kritik wird vor allem an der Ankündigungsmail des Rektors geübt, insbesondere wegen der kurzfristigen Ankündigung und der Nähe zum Prüfungszeitraum.
Die Nordhäuser LHG ruft daher alle engagierten Thüringer Studenten und Mitarbeiter der Hochschulen auf, sich am 15.01.04 um 15.45 im Hörsaal 1 zu versammeln um die Gelegenheit zu nutzen und dem Ministerpräsidenten die prekäre Lage an den Thüringer Hochschulen klar zu machen.
