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Sind jetzt die Hunde die Opfer?

Mittwoch, 07. Januar 2004, 13:40 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Vandalismus macht in Nordhausen scheinbar auch nicht vor den Utensilien der Besitzer von Hunden halt. Als die Zivis vom Amt für Umwelt und Gründordnung heute Morgen zum Streuen in die Promenade kamen, erlebten sie eine böse Überraschung...


Opfer Die „Hundetoilette“ am oberen Ausgang der Promenade war in der Nacht umgeknickt worden, die am unteren Zugang wurde verbogen. „Wir müssen beide Anlagen jetzt abbauen und reparieren – das wird erhebliche Kosten verursachen“, sagte Reiner Kirsch von der Stadtverwaltung. Von den Hundebesitzern seien die „Toiletten“ seit ihrem Aufbau im letzten Frühling gut angenommen worden, aber erste Zeichen des Missbrauchs – zum Beispiel wurden Kot-Beutel herausgerissen – hätten sich bald gezeigt. „So traurig es ist: Trotz der Einsatzes von Sicherheitsdiensten in der Promenade gelingt es bestimmten Leuten immer wieder, ihre Kräfte an den städtischen Einrichtungen zu messen“, sagte Kirsch.

Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) will trotz der Zerstörungen weitere „Hundetoiletten“ – zum Beispiel entlang des Historischen Stadtrundganges – wie geplant aufstellen lassen. „Das Angebot wurde von den Hundebesitzern gern genutzt – wir werden uns von einigen Randalierern nicht ins Bockshorn jagen lassen.“ Möglichkeiten, um den Zerstörungen entgegenzutreten, sehe er zum Beispiel in einer verstärkten Streifentätigkeit der Polizei und in der Mithilfe der Nordhäuser, die sich an die Stadt wenden sollten, wenn sie Zerstörungen bzw. Vandalismus bemerkten.
Autor: nnz

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