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Übersee oder Heimat?

Dienstag, 09. Oktober 2012, 15:30 Uhr
"Mit unserer Großen Anfrage zur Ernährungswirtschaft haben wir offensichtlich den Nagel auf den Kopf getroffen", ist die Verbraucherschutzpolitikerin der Thüringer Linksfraktion, Diana Skibbe, überzeugt, die in Nordhausen mit ihrem Wahlkreisbüro ansässig ist...


Mit Tiefkühlerdbeeren aus China scheint nun zwar die Ursache für die massenhaften Magen-Darmerkrankungen bei Schülern und Lehrern in mehreren Bundesländern gefunden zu sein. "Doch drängt sich hier nicht geradezu die Frage auf, warum nicht in erster Linie auf einheimische Produkte zurückgegriffen wird? Warenwege wären viel besser nachvollziehbar, leichter zu kontrollieren, die regionale Landwirtschaft würde gestärkt und unsinnige weltweite Transporte hätten sich erledigt ", gibt die Abgeordnete zu bedenken.

Dass dies zumindest für Thüringen ein ungelöstes Thema zu sein scheint, schlussfolgert die Abgeordnete aus der Antwort auf eine Einzelfrage. "Wir wollten wissen, welche Obst- und Gemüsesorten in welchen Mengen und woher eingeführt werden. Die Antwort lautete: ,Zu dieser Frage sind keine für Thüringen spezifischen Angaben möglich.' Ebenso wurde augenscheinlich, dass offenbar die Thüringer Verarbeitungskapazitäten mit den in Landwirtschafts- oder Gartenbaubetrieben erzeugten Waren überhaupt nicht Schritt halten."

Skibbe befürwortet Initiativen für Schulessen, dass in diesen selbst gekocht wird. Diese seien aber eher die Ausnahme, denn die Regel. Neben der Forderung nach einem Konzept zur Wiederbelebung von Schulgärten kündigt die Linkenpolitikerin weitere parlamentarische Aktivitäten an.
Autor: nnz

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