Kraniche brauchen Ruhe
Dienstag, 09. Oktober 2012, 10:52 Uhr
Alljährlich startet im Herbst ein beeindruckendes Schauspiel am Kelbraer Stausee, einem europäischen Vogelschutzgebiet. Als Brut- und Rastgebiet ist es international bedeutsam. Mit bis zu 40.000 Kranichen zählt der Staubereich Kelbra zum fünftgrößten Rastgebiet in Deutschland....
Die nächsten Rastplätze sind etwa 300 Kilometer entfernt. So hat sich das Gebiet um den Stausee Kelbra zu einem wichtigen Binnenrastplatz für Kraniche entwickelt. Tagsüber verteilen sich die Kraniche auf die umliegenden Felder und Wiesen zur Nahrungssuche und um sich für die Weiterreise nach Nord- und Ostafrika zu stärken, sagt Matthias Piontek von der Unteren Naturschutzbehörde. Zur Nachtruhe lassen sich die Graukraniche im Stausee Kelbra nieder.
Die Tiere brauchen eine ruhige, ungestörte Rast, um ihre Kraftreserven für den langen Flug gen Süden wieder aufzufüllen. Da die Vögel sehr scheu sind, schrecken sie leicht auf. Problematisch wird es daher, wenn Menschen die Kraniche durch ihre Nähe immer wieder aufscheuchen, da sie so wertvolle Energie verlieren. Um den Kranichen eine möglichst ungestörte Rast zu ermöglichen, hat der Landkreis Nordhausen in Zusammenarbeit mit dem benachbarten Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt eine Allgemeinverfügung erlassen, die Schutzmaßnahmen regelt. Vom 15. Oktober bis zum 15. Dezember darf das Gebiet in der Goldenen Aue zwischen der Bahnstrecke im Norden, der Landkreisgrenze im Osten, dem Ortsverbindungsweg zwischen Auleben und Kelbra im Süden und der Landesstraße L2079 nicht betreten oder befahren werden. Ausgenommen davon sind der Bahnhof Görsbach, die bebaute Ortslage der Gemeinde Auleben und die Aumühle sowie Eigentümer und Nutzungsberechtigte in diesem Bereich. Auch eine ordnungsgemäße land- und forstwirtschaftliche Bodennutzung ist weiterhin möglich. Allerdings sollte generell darauf verzichtet werden, Hunde mitzunehmen, da die Kraniche auf Hunde besonders empfindlich reagieren. Nachzulesen ist die Allgemeinverfügung im Internet unter www.landratsamt-nordhausen.de, Menüpunkt Landkreis – Fachbereiche und Ämter – Umwelt.
Wer dennoch einen Blick auf die beeindruckende Zahl von Kranichen werfen will, sollte dies nur aus der Ferne tun, um die Tiere nicht zu stören. Die Untere Naturschutzbehörde empfiehlt, bei einer Wanderung die Wege nicht zu verlassen, keine lauten Geräusche zu machen und die Vögel nur aus der Distanz mit einem Fernglas zu beobachten.
Noch ein Veranstaltungstipp: Der Harzklubzweigverein Auleben lädt am 20. Oktober ein zu einer Kranichwanderung, Treffpunkt ist um 10 Uhr das Humboldtsche Schloss in Auleben.
Autor: nnzDie nächsten Rastplätze sind etwa 300 Kilometer entfernt. So hat sich das Gebiet um den Stausee Kelbra zu einem wichtigen Binnenrastplatz für Kraniche entwickelt. Tagsüber verteilen sich die Kraniche auf die umliegenden Felder und Wiesen zur Nahrungssuche und um sich für die Weiterreise nach Nord- und Ostafrika zu stärken, sagt Matthias Piontek von der Unteren Naturschutzbehörde. Zur Nachtruhe lassen sich die Graukraniche im Stausee Kelbra nieder.
Die Tiere brauchen eine ruhige, ungestörte Rast, um ihre Kraftreserven für den langen Flug gen Süden wieder aufzufüllen. Da die Vögel sehr scheu sind, schrecken sie leicht auf. Problematisch wird es daher, wenn Menschen die Kraniche durch ihre Nähe immer wieder aufscheuchen, da sie so wertvolle Energie verlieren. Um den Kranichen eine möglichst ungestörte Rast zu ermöglichen, hat der Landkreis Nordhausen in Zusammenarbeit mit dem benachbarten Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt eine Allgemeinverfügung erlassen, die Schutzmaßnahmen regelt. Vom 15. Oktober bis zum 15. Dezember darf das Gebiet in der Goldenen Aue zwischen der Bahnstrecke im Norden, der Landkreisgrenze im Osten, dem Ortsverbindungsweg zwischen Auleben und Kelbra im Süden und der Landesstraße L2079 nicht betreten oder befahren werden. Ausgenommen davon sind der Bahnhof Görsbach, die bebaute Ortslage der Gemeinde Auleben und die Aumühle sowie Eigentümer und Nutzungsberechtigte in diesem Bereich. Auch eine ordnungsgemäße land- und forstwirtschaftliche Bodennutzung ist weiterhin möglich. Allerdings sollte generell darauf verzichtet werden, Hunde mitzunehmen, da die Kraniche auf Hunde besonders empfindlich reagieren. Nachzulesen ist die Allgemeinverfügung im Internet unter www.landratsamt-nordhausen.de, Menüpunkt Landkreis – Fachbereiche und Ämter – Umwelt.
Wer dennoch einen Blick auf die beeindruckende Zahl von Kranichen werfen will, sollte dies nur aus der Ferne tun, um die Tiere nicht zu stören. Die Untere Naturschutzbehörde empfiehlt, bei einer Wanderung die Wege nicht zu verlassen, keine lauten Geräusche zu machen und die Vögel nur aus der Distanz mit einem Fernglas zu beobachten.
Noch ein Veranstaltungstipp: Der Harzklubzweigverein Auleben lädt am 20. Oktober ein zu einer Kranichwanderung, Treffpunkt ist um 10 Uhr das Humboldtsche Schloss in Auleben.



