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Gesehen werden ist alles

Freitag, 05. Oktober 2012, 07:50 Uhr
Bei den immer kürzer werdenden Tagen und den damit zunehmenden Fahrten in der Dämmerung ist eine funktionierende Fahrradbeleuchtung unverzichtbar. Hier einige Tipps von Nordhäuser ADFC...


Es ist festzustellen, dass leider einige Radfahrer keine Beleuchtung besitzen oder nicht rechtzeitig einschalten. Scheinbar gehen immer noch die meisten von der Meinung aus, solange sie genug sehen brauchen sie kein Licht. Dazu kommt, dass sich bei der kommenden Jahreszeit aus unterschiedlichsten Gründen die Sicht der Kraftfahrer verschlechtert. Mittlerweile sollte es sich aber herumgesprochen haben, dass es darum geht, gesehen zu werden.

Die Ursachen des Problems sind vielfältig. Dazu zählen sicherlich Nachlässigkeit, „Cool“ sein zu wollen und technische Mängel.

Erwachsene und Jugendliche sollten sich selbst „an die Nase fassen“ und überlegen, ob sie weiter zu den „Lichtmuffeln“ zählen wollen. Bei Kindern sind natürlich die Eltern gefragt ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

Die Möglichkeiten beginnen bereits bei der Bekleidung, wo helle und reflektierende Materialien die Sichtbarkeit stark erhöhen sollten. Gleiches gilt für das Fahrrad selbst, wo es die unterschiedlichsten Reflektoren gibt.

Beim Radkauf fängt oft das Problem an. Jedes zweite ist sicherlich ein schickes Mountainbike, jedoch ohne Lichtanlage. Wenn man daran denkt, werden noch aufsteckbare batteriebetriebene Lampen mit erworben, aber das war’s. Diese sind in der Handhabung unzuverlässig, da sie oft vergessen werden oder die Batterien sind mal wieder leer.

Die bequemste Lösung und am zuverlässigsten sind sicherlich Nabendynamos. Zum Nachrüsten gibt es Sets ab 80 Euro, weshalb man besser gleich beim Fahrradkauf darauf achten sollte.

Zuverlässig sind nach wie vor die klassischen Dynamos, da sie auch immer zur Verfügung stehen. Hier gibt es jedoch große Unterschiede in der Qualität der Geräte (Energieausbeute, Rutschsicherheit, Laufgeräusche, Dauerhaftigkeit). Ohne fachmännischen Rat kommt man da nicht weiter. Das gilt natürlich auch für die Lampen selbst. Auf Standlicht (vorn und hinten) sollte man achten. So ist man immer noch gut zu sehen, wenn man z.B. an einer Kreuzung warten muß. Man sollte sich beim Fachhändler oder im Internet auch die Unterschiede zwischen 15 und 40lux Lichtstärke verdeutlichen, um die richtige Entscheidung zu treffen.
Lothar Burkhardt, ADFC KV Nordhausen
Autor: nnz

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