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nnz-Rückspiegel: 4. Januar 2003

Sonntag, 04. Januar 2004, 07:23 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn Sie wissen wollen, was sich vor exakt einem Jahr im Landkreis Nordhausen ereignet hat? Dann sind Sie hier genau richtig. Die nnz-Redaktion hat zurückgeblickt.
Heute: Hochwasser und Hilfe


Zwei Nachrichten für Einsatzkräfte
Hochwasser im Landkreis Nordhausen. Der Einsatzstab des Landratsamtes erhielt in den frühen Morgenstunden zwei Nachrichten: Es war exakt 6.16 Uhr: Da erhielten die Mitarbeiter des Brand- und Katastrophenschutzes am Salzagraben die Information vom Thüringer Umweltministerium, dass die Hochwasser-Alarmstuufe 3 für den Landkreis aufgehoben sei. Jetzt ist die „2“ angesagt. Trotzdem werden die sensiblen Stellen der Flüsse weiter ständig kontrolliert. Auch die Pegel werden kontinuierlich abgelesen werden. Für die nnz-Leser hat die Redaktion einen Service eingerichtet.

Hier können Sie sämtliche Pegelstände aktuell ablesen.


Arbeit gibt es heute noch in Görsbach. Da droht ein Damm zu brechen, das Wasser könnte ein Neubaugebiet gefährden. Deshalb soll mit einem Bagger ein großes Loch in ein Feld „gebuddelt“ werden, in dem sich das Oberflächenwasser sammeln kann. Aus dem Loch sollen die Wassermengen dann kontrolliert abgepumpt werden.

Für einige Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren ist indes noch keine Ruhepause angesagt. Wie die nnz exklusiv erfuhr, werden rund 20 bis 30 Kameraden noch heute nach Leubingen in den Landkreis Sömmerda fahren. Dort ist am frühen Morgen mit der Evakuierung der Ortschaft begonnen worden. Die rund 1.000 Einwohner werden zumeist bei Verwandten und Bekannten in nahe gelegenen Orten untergebracht. Die Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, da die Deiche an der Unstrut zu brechen drohten...ausführlich im nnz-Archiv



Vorbereitung für eine lange Reise
Hilfe In der kommenden Woche geht erneut ein Hilfstransport von Nordhausen nach Weißrußland. Heute wurden die Hilfsgüter in der Spangenbergstraße verladen. nnz war dabei und hat weitere interessante Einzelheiten erfahren. Rund 30, vorwiegend junge Leute, kamen bereits am Morgen auf den Firmenhof der Fahrschule Levin. Drei große Brummis vom Berufsbildungszentrum für den Straßenverkehr standen dort bereit. In ihre Bäuche mussten rund 37 Tonnen Hilfsgüter in einen Raum von 231 Kubikmeter verladen werden. Mit dabei waren Krankenhausbetten, Rollstühle, medizinisches Verbrauchsmaterial und fast 2.000 private Pakete. „Die werden in der nächsten Woche nach Weißrußland geschickt.

Das Ziel der Reise ist die kleine Stadt Pokaljubtschi in der Nähe der russischen Grenze. Dort werden wir die Spenden zum größten Teil an die Schule, den Kindergarten, die Poliklinik und an die Kolchose verteilen“, berichtet Rosemarie Kerwitz von der Dritte-Welt-Initiative der nnz. Zusätzlich sollen ein Krankenhaus, ein Pflegeheim der Region sowie eine weitere Schule und ein Kindergarten in einem Nachbarort mit den Spenden aus dem Landkreis Nordhausen versorgt werden...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnz

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