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nnz-Rückspiegel: 3. Januar 2003

Samstag, 03. Januar 2004, 07:34 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn Sie wissen wollen, was sich vor exakt einem Jahr im Landkreis Nordhausen ereignet hat? Dann sind Sie hier genau richtig. Die nnz-Redaktion hat zurückgeblickt.
Heute: Sinnvoll, Feininger und Hochwasser


Sinnvoll aber undurchführbar
Mit einem aufsehenerregenden Vorschlag trat mit Beginn des neuen Jahres die Thüringer Verdi-Chefin Claudia Rühlemann an die Öffentlichkeit. Tariferhöhungen nur noch für organisierte Mitglieder. Warum eigentlich nicht? Dass dieser Vorschlag in Thüringen, also in Ostdeutschland, entwickelt wurde, ist schon angesichts der absolut negativen Mitgliederentwicklung der Gewerkschaften in den neuen Bundesländern nicht verwunderlich. Über die Gründe muss hier nicht wieder geschrieben werden, die waren schon oft genug Gegenstand von Berichten und Kommentaren. Tatsache ist jedenfalls, dass es die Mitglieder der Gewerkschaft sind, die mit ihren Beiträgen überhaupt erst die Voraussetzung schaffen, damit Arbeitnehmerinteressen vertreten und letztlich auch durchgesetzt werden können.

Die derzeitigen Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst sind nur ein Beispiel dafür. Die Situation ist insofern unausgewogen, als mit sinkender Mitgliederzahl, in deren Interesse Lohnerhöhungen gefordert und – falls notwendig – mittels Streik auch durchgesetzt werden, die Zahl der Nutznießer, die nicht Mitglieder der Gewerkschaft sind, größer wird. Dass dies von der Gewerkschaft und deren Mitgliedern als ungerecht empfunden wird, ist nur berechtigt...ausführlich im nnz-Archiv


Einen Feininger für Nordhausen
Bilder sind nicht nur zum Betrachten in Museen. Bilder können auch Geschichten erzählen. Eine solche hat Heidelore Kneffel für die nnz aufgeschrieben. Das 2. Heft der Nordhäuser Nachrichten 1993 enthielt den Beitrag "Lyonel Feininger in Nordhausen". Angeregt wurde der damalige Artikel dadurch, dass der Stadt Nordhausen 1992 ein Aquarell des Künstlers durch einen Hamburger Kunsthändler angeboten wurde. Es zeigt die zwei ungleichen Türme von "St. Blasii", gesehen durch zwei Häuserfluchten. Das Bild trägt den Titel: "Nordhausen". Bereits in der Nr. 8/9 1972 des Kirchlichen Mitteilungsblattes war ein St.-Blasii-Aquarell Feiningers auf dem Titelblatt abgebildet. "Auf Seite 1 unseres Kirchenblattes finden Sie heute die Wiedergabe eines Gemäldes von der St. Blasii-Kirche, gemalt von dem deutsch-amerikanischen Maler und Graphiker Lyonel Feininger. Feininger, geboren am 17.7.1871 und gestorben am 13.1.1956 in New York, lebte seit 1887 in Deutschland. Er war Mitglied des "Blauen Reiters" und seit 1919 am Bauhaus in Weimar tätig. Von den Nazis verfemt, ging er 1937 in die USA."...ausführlich im nnz-Archiv


Keine Entwarnung
Nach einer verregneten Nacht hat sich die Hochwasser-Situation im Landkreis Nordhausen nicht weiter zugespitzt. Da wurde zwar wieder die Alarmstufe 3 ausgelöst, trotzdem bleiben die Pegel der Flüsse weitestgehend stabil. Bis auf eine Ausnahme - und das ist die Wipper. Hier wurden kurz vor 8 Uhr 2,38 Meter mit steigender Tendenz abgelesen. Auch die Zorge ist weiter angestiegen (1,45 m), dagegen bleibt die Beere mit 2,07 m stabil in ihrem Pegel, allerdings auf hohem Niveau. Auch die Helme hat sich beruhigt, wobei der Schwerpunkt am frühen Morgen bei Windehausen lag.

Hier macht vor allem der randvolle Krummbach den vielen Helfern zu schaffen. Nach nnz-Informationen sind es mittlerweile 300 Männer und Frauen, die zusätzlich 6.000 Sandsäcke verbauen. Probleme bereiten auch die Teiche in Hainrode. Sie seien randvoll. Sollten die Pegel dort weiter ansteigen, dann müsse das Wasser kontrolliert abgelassen werden – und zwar durch die Straßen des Ortes. 10.000 Sandsäcke sollen verhindern, dass sich die Massen in die Grundstücke, Häuser und Keller ergießen.
Autor: nnz

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