84 Jahre treffen 840 Jahre
Mittwoch, 26. September 2012, 12:49 Uhr
Seit genau 84 Jahren gibt es das Kloster der Redemptoristen in Heiligenstadt in seiner heutigen Gestalt. Damit ist es eine vergleichsweise junge Klostergründung, entstanden in der Folge der religiösen Wirren des Kulturkampfes. Nun kamen die Patres zu ihren Nachbarn...
Zu DDR-Zeiten war es die einzige Niederlassung dieses Ordens auf dem Gebiet der DDR, von dem aus ausschließlich Patres aus dem Osten Dienst taten, die mit den seelsorglichen Erfordernissen des Ostens bestens vertraut waren. Erst nach der Grenzöffnung Ende 1989 kam es zu einem Austausch auch mit Patres aus Niederlassungen dieses Ordens aus dem Westen.
Dabei zeigte sich nicht selten, dass man sich auch auf seelsorglichem Gebiet mitunter etwas auseinander entwickelt hatte. Einmal im Jahr machen sich Ordensmänner aus diesem eichsfeldischen Kloster nun auf, um kirchengeschichtlich auch außerhalb des Eichsfeldes zu lernen. Münchenlohra gehörte diesmal zu den Zielen ihrer Reise – und sie waren ebenso erstaunt wie erfreut, als sie merkten, dass die Basilika in Münchenlohra fast exakt zehnmal so alt ist wie ihr Kloster und die zugehörige St.-Gerhard-Kirche in Heiligenstadt. So ganz genau lässt sich das mangels schriftlicher Unterlagen zwar nicht belegen, doch wird die Gründung der Basilika von Fachleuten etwa auf das Jahr 1170 datiert.
Mit kundigem Blick merkten die Patres sofort, welche Baustile sich am Äußeren der Kirche miteinander vermischen und Ortspfarrer Bernhard Halver konnte als kundiger Führer weitere Einzelheiten dazu vermitteln. Im Inneren freilich war von der Ausstattung nicht allzu viel zu sehen, dafür aber die Erkenntnis mitzunehmen, dass auch die Redemptoristenkirche in Heiligenstadt eine Dauerbaustelle sein wird, wenn sie zehnmal so alt ist wie heute und auf ähnlichem Grund erbaut sein sollte wie die Basilika in Münchenlohra.
Sie ist allerdings ebenso wie die Kirche in Elende zur individuellen Besichtigung momentan während der Bauarbeiten kaum zugänglich bzw. zum touristischen Kennenlernen nicht zu empfehlen, da in beiden Kirchen zur Zeit umfassende Baumaßnahmen stattfinden. Möglich ist allerdings eine Besichtigung im Zusammenhang mit anderen Veranstaltungen, vornehmlich musikalischer Art, die gelegentlich in Ersatzräumen stattfinden.
Eduard Seifert
Autor: nnzZu DDR-Zeiten war es die einzige Niederlassung dieses Ordens auf dem Gebiet der DDR, von dem aus ausschließlich Patres aus dem Osten Dienst taten, die mit den seelsorglichen Erfordernissen des Ostens bestens vertraut waren. Erst nach der Grenzöffnung Ende 1989 kam es zu einem Austausch auch mit Patres aus Niederlassungen dieses Ordens aus dem Westen.
Dabei zeigte sich nicht selten, dass man sich auch auf seelsorglichem Gebiet mitunter etwas auseinander entwickelt hatte. Einmal im Jahr machen sich Ordensmänner aus diesem eichsfeldischen Kloster nun auf, um kirchengeschichtlich auch außerhalb des Eichsfeldes zu lernen. Münchenlohra gehörte diesmal zu den Zielen ihrer Reise – und sie waren ebenso erstaunt wie erfreut, als sie merkten, dass die Basilika in Münchenlohra fast exakt zehnmal so alt ist wie ihr Kloster und die zugehörige St.-Gerhard-Kirche in Heiligenstadt. So ganz genau lässt sich das mangels schriftlicher Unterlagen zwar nicht belegen, doch wird die Gründung der Basilika von Fachleuten etwa auf das Jahr 1170 datiert.
Mit kundigem Blick merkten die Patres sofort, welche Baustile sich am Äußeren der Kirche miteinander vermischen und Ortspfarrer Bernhard Halver konnte als kundiger Führer weitere Einzelheiten dazu vermitteln. Im Inneren freilich war von der Ausstattung nicht allzu viel zu sehen, dafür aber die Erkenntnis mitzunehmen, dass auch die Redemptoristenkirche in Heiligenstadt eine Dauerbaustelle sein wird, wenn sie zehnmal so alt ist wie heute und auf ähnlichem Grund erbaut sein sollte wie die Basilika in Münchenlohra.
Sie ist allerdings ebenso wie die Kirche in Elende zur individuellen Besichtigung momentan während der Bauarbeiten kaum zugänglich bzw. zum touristischen Kennenlernen nicht zu empfehlen, da in beiden Kirchen zur Zeit umfassende Baumaßnahmen stattfinden. Möglich ist allerdings eine Besichtigung im Zusammenhang mit anderen Veranstaltungen, vornehmlich musikalischer Art, die gelegentlich in Ersatzräumen stattfinden.
Eduard Seifert



