Ende einer Ausstellung
Dienstag, 25. September 2012, 10:09 Uhr
Auf drei Jubiläen in diesem Jahr sind die Bürger in und um Nordhausen besonders durch eine kleine historische Ausstellung im Rathausfoyer der Stadt aufmerksam gemacht worden. Die neigt sich jetzt ihrem Ende entgegen...
Wie sich herumgesprochen hat, wird im Jahr 2012 die 1085. Wiederkehr der Gründung Nordhausens begangen, der 1100. Geburtstag Otto I., des Großen, gewürdigt, der am 23. 11. 912 in Wallhausen geboren wurde, außerdem jährte sich zum 1050 mal seine Kaiserkrönung in Rom in der alten Peterskirche am 2. 2. 962.
Exponat (Foto: H. Kneffel)
Seit 20 Wochen wurde die Zeit des 10. Jahrhunderts von ca. 909 an in vier Vitrinen und 20 Bilderrahmen im Alten Rathaus lebendig. Da jeder Besucher die Möglichkeit hatte, ein Faltblatt mitzunehmen und der Nachdruck laufend stattfinden mußte, kann eingeschätzt werden, dass weit über 1500 Personen allen Alters ins Foyer gingen. Besucher kamen auch aus anderen Teilen Deutschlands. Einige besuchten die Ausstellung mehrmals, um sich anhand der Bildreproduktionen und Texte ausführlich zu informieren.
Durch die Führungen, Mails und Anrufe war zu erfahren, das viele erstaunt waren über die Leistungen auch der anderen Kinder des Königspaares Heinrich I. und Mathilde. Der in Nordhausen geborene Sohn Heinrich, der Herzog von Bayern wurde, der jüngste Sohn Brun, hochgebildet, der Herzog von Lothringen war und Erzbischof von Köln, die in Nordhausen geborene Gerberga, die als Königin in einem Teil Frankreichs wirkte und durch ihre Klugheit bestach, ihre Schwester Hadwiga, gleichfalls nach Frankreich hin verheiratet, die Stammmutter der Capetinger.
Auch auf die Enkelgeneration wird verwiesen, auf Otto II. und die Byzantinerin Theophanu. Alle Genannten sind mit Nordhausen verknüpft und seit Ende Juni wird auch im Museum Flohburg auf diese Zeitepoche verwiesen. Im Nordhäuser Dom geben sechs mittelalterlichen farbigen Stifterfiguren aus Stein und anderes mehr Zeugnis von diesem historisch bedeutenden Geschlecht der Liudolfinger/Ottonen. Erinnert sei an den Königshof und die Finkenburg.
In der Ausstellung erfährt man gleichfalls, dass der 2. Italienzug Ottos 961 in Worms beschlossen worden war. Um ein gutes Omen für die Mission ihres Sohnes in Italien zu schaffen, gründete seine Mutter Mathilde 961 ein Damenstift in Nordhausen, damit das Ansehen ihrer Familie stärkend. Nach des Kaisers Rückkehr traf sich die verzweigte Familie 965 in Köln. Bevor Otto ein weiteres Mal nach Italien aufbrach, besuchte er seine Mutter 965 oder 966 in Nordhausen, denn es war unklar, ob er sie bei seiner Rückkehr noch lebend antreffen würde. Sie legte ihm ihre letzte Stiftung sehr eindringlich ans Herz und Otto I. und seine Nachfahren haben Wort gehalten.
Darüber erzählt das große Gemälde vom Berliner Maler Hans Looschen, das, weil das Original im Stadthaus im April 1945 vernichtet wurde, als gute Kopie von Ludwig Mucke aus Hamburg geschaffen, im Neuen Rathaus hängt. Daneben sieht man zwei weitere Bilder, Heinrich I. und Heinrich der Löwe, auch nach Originalen von Looschen, alles gestiftet vom Verein für lebendiges Mittelalter und anderen Bürgern. Diese drei Gemälde waren für viele neu, obwohl sie seit über 10 Jahren im Neuen Rathaus in der ersten Etage hängen.
Die Ottonenjubiläen werden vor allem in Sachsen-Anhalt begangen, besonders in Magdeburg mit einer großen Landes-Ausstellung ab 27. August bis zum 9. Dezember 2012. Sie trägt den Titel: Otto der Große und das Römische Reich ...
Die letzte Führung in der Nordhäuser Ausstellung findet am 27. 9. um 16.00 Uhr statt, danach endet sie.
Heidelore Kneffel
Autor: nnzWie sich herumgesprochen hat, wird im Jahr 2012 die 1085. Wiederkehr der Gründung Nordhausens begangen, der 1100. Geburtstag Otto I., des Großen, gewürdigt, der am 23. 11. 912 in Wallhausen geboren wurde, außerdem jährte sich zum 1050 mal seine Kaiserkrönung in Rom in der alten Peterskirche am 2. 2. 962.
Exponat (Foto: H. Kneffel)
Seit 20 Wochen wurde die Zeit des 10. Jahrhunderts von ca. 909 an in vier Vitrinen und 20 Bilderrahmen im Alten Rathaus lebendig. Da jeder Besucher die Möglichkeit hatte, ein Faltblatt mitzunehmen und der Nachdruck laufend stattfinden mußte, kann eingeschätzt werden, dass weit über 1500 Personen allen Alters ins Foyer gingen. Besucher kamen auch aus anderen Teilen Deutschlands. Einige besuchten die Ausstellung mehrmals, um sich anhand der Bildreproduktionen und Texte ausführlich zu informieren. Durch die Führungen, Mails und Anrufe war zu erfahren, das viele erstaunt waren über die Leistungen auch der anderen Kinder des Königspaares Heinrich I. und Mathilde. Der in Nordhausen geborene Sohn Heinrich, der Herzog von Bayern wurde, der jüngste Sohn Brun, hochgebildet, der Herzog von Lothringen war und Erzbischof von Köln, die in Nordhausen geborene Gerberga, die als Königin in einem Teil Frankreichs wirkte und durch ihre Klugheit bestach, ihre Schwester Hadwiga, gleichfalls nach Frankreich hin verheiratet, die Stammmutter der Capetinger.
Auch auf die Enkelgeneration wird verwiesen, auf Otto II. und die Byzantinerin Theophanu. Alle Genannten sind mit Nordhausen verknüpft und seit Ende Juni wird auch im Museum Flohburg auf diese Zeitepoche verwiesen. Im Nordhäuser Dom geben sechs mittelalterlichen farbigen Stifterfiguren aus Stein und anderes mehr Zeugnis von diesem historisch bedeutenden Geschlecht der Liudolfinger/Ottonen. Erinnert sei an den Königshof und die Finkenburg.
In der Ausstellung erfährt man gleichfalls, dass der 2. Italienzug Ottos 961 in Worms beschlossen worden war. Um ein gutes Omen für die Mission ihres Sohnes in Italien zu schaffen, gründete seine Mutter Mathilde 961 ein Damenstift in Nordhausen, damit das Ansehen ihrer Familie stärkend. Nach des Kaisers Rückkehr traf sich die verzweigte Familie 965 in Köln. Bevor Otto ein weiteres Mal nach Italien aufbrach, besuchte er seine Mutter 965 oder 966 in Nordhausen, denn es war unklar, ob er sie bei seiner Rückkehr noch lebend antreffen würde. Sie legte ihm ihre letzte Stiftung sehr eindringlich ans Herz und Otto I. und seine Nachfahren haben Wort gehalten.
Darüber erzählt das große Gemälde vom Berliner Maler Hans Looschen, das, weil das Original im Stadthaus im April 1945 vernichtet wurde, als gute Kopie von Ludwig Mucke aus Hamburg geschaffen, im Neuen Rathaus hängt. Daneben sieht man zwei weitere Bilder, Heinrich I. und Heinrich der Löwe, auch nach Originalen von Looschen, alles gestiftet vom Verein für lebendiges Mittelalter und anderen Bürgern. Diese drei Gemälde waren für viele neu, obwohl sie seit über 10 Jahren im Neuen Rathaus in der ersten Etage hängen.
Die Ottonenjubiläen werden vor allem in Sachsen-Anhalt begangen, besonders in Magdeburg mit einer großen Landes-Ausstellung ab 27. August bis zum 9. Dezember 2012. Sie trägt den Titel: Otto der Große und das Römische Reich ...
Die letzte Führung in der Nordhäuser Ausstellung findet am 27. 9. um 16.00 Uhr statt, danach endet sie.
Heidelore Kneffel
