Besuch auf der Halde
Samstag, 22. September 2012, 08:30 Uhr
Bei einem Besuch bei der NDH–Entsorgungsbetreibergesellschaft (NDH-E) informierte Geschäftsführer Dr. Peter Pfeifer Landrätin Birgit Keller über die Hauptgeschäftsfelder der Bleicheröder Entsorgungsfirma. Hauptschwerpunkt war die Haldenrekultivierung, die in Bleicherode bereits seit 1991 mit sichtbaren Ergebnissen umgesetzt wird...
Gemeinsam mit Dr. Pfeifer fuhr Birgit Keller auf die Halde, wo sie die leistungsstarke 1,2 MWp-Fotovoltaikanlage besichtigte, mit der die Halde innovativ nachgenutzt wird. Durch die aufgebrachte Haldenabdeckung, die biologische Versiegelung, reduziert sich die Salzlösungsbildung, wodurch deutlich weniger Salz in Grund- und Oberflächengewässer gelangen.
Die Halde im Jahr 1991
Mit zunehmender Überdeckung der Rückstandshalde ist die ausgetragene Salzfracht um etwa 80 Prozent von etwa 58.000 Tonnen Salz im Jahre 1996 auf 9.000 Tonnen im vergangenen Jahr zurückgegangen. Dies trägt maßgeblich dazu bei, die Ökosysteme im betroffenen Gebiet zu sanieren. Die Haldenabdeckung wird aus nicht gefährlichen Abfällen hergestellt, was mehrfach überwacht und kontrolliert wird durch die NDH-E selbst sowie durch das Thüringer Landesbergamt und das Landesverwaltungsamt. Etwa die Hälfte der Haldenoberfläche hat die NDH-E bisher abgedeckt und begrünt.
Die Halde heute
Während des Besuchs der Landrätin äußerte der Geschäftsführer Dr. Peter Pfeifer seine Besorgnis und die der anderen Haldenbetreiber in Nordthüringen, wie die Haldenabdeckung fortgeführt werden soll. Denn mit dem Auslaufen der Verwaltungsvorschrift, der Thüringer Kali-Haldenrichtlinie, die bis Ende 2011 für die Behörden galt und der Zulassung neuer Betriebspläne ab dem zweiten Quartal 2013 gelten für die einzelnen Haldenstandorte verschärfte Bedingungen für die Haldenabdeckung. Diese schränkten die Wirtschaftlichkeit der Rekultivierungsarbeiten soweit ein, dass die damit beschäftigten Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit einstellen müssten.
Dadurch könnten Arbeitsplätze wegfallen. Außerdem würde langfristig die Salzbelastung des Grundwassers und der Vorflut in der derzeitigen Größenordnung bestehen bleiben oder sich sogar wieder erhöhen. Insofern ist es aus wasserwirtschaftlicher Sicht zu begrüßen, wenn die ordnungsgemäß ausgeführte Haldenbegrünung weiter geht. Die Landrätin will nun beim zuständigen Ministerium um eine Sonderregelung für die Fortsetzung der Arbeiten ersuchen und wird dazu Kontakt mit dem Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz aufnehmen.
Autor: nnzGemeinsam mit Dr. Pfeifer fuhr Birgit Keller auf die Halde, wo sie die leistungsstarke 1,2 MWp-Fotovoltaikanlage besichtigte, mit der die Halde innovativ nachgenutzt wird. Durch die aufgebrachte Haldenabdeckung, die biologische Versiegelung, reduziert sich die Salzlösungsbildung, wodurch deutlich weniger Salz in Grund- und Oberflächengewässer gelangen.
Die Halde im Jahr 1991
Mit zunehmender Überdeckung der Rückstandshalde ist die ausgetragene Salzfracht um etwa 80 Prozent von etwa 58.000 Tonnen Salz im Jahre 1996 auf 9.000 Tonnen im vergangenen Jahr zurückgegangen. Dies trägt maßgeblich dazu bei, die Ökosysteme im betroffenen Gebiet zu sanieren. Die Haldenabdeckung wird aus nicht gefährlichen Abfällen hergestellt, was mehrfach überwacht und kontrolliert wird durch die NDH-E selbst sowie durch das Thüringer Landesbergamt und das Landesverwaltungsamt. Etwa die Hälfte der Haldenoberfläche hat die NDH-E bisher abgedeckt und begrünt.
Die Halde heute
Während des Besuchs der Landrätin äußerte der Geschäftsführer Dr. Peter Pfeifer seine Besorgnis und die der anderen Haldenbetreiber in Nordthüringen, wie die Haldenabdeckung fortgeführt werden soll. Denn mit dem Auslaufen der Verwaltungsvorschrift, der Thüringer Kali-Haldenrichtlinie, die bis Ende 2011 für die Behörden galt und der Zulassung neuer Betriebspläne ab dem zweiten Quartal 2013 gelten für die einzelnen Haldenstandorte verschärfte Bedingungen für die Haldenabdeckung. Diese schränkten die Wirtschaftlichkeit der Rekultivierungsarbeiten soweit ein, dass die damit beschäftigten Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit einstellen müssten.
Dadurch könnten Arbeitsplätze wegfallen. Außerdem würde langfristig die Salzbelastung des Grundwassers und der Vorflut in der derzeitigen Größenordnung bestehen bleiben oder sich sogar wieder erhöhen. Insofern ist es aus wasserwirtschaftlicher Sicht zu begrüßen, wenn die ordnungsgemäß ausgeführte Haldenbegrünung weiter geht. Die Landrätin will nun beim zuständigen Ministerium um eine Sonderregelung für die Fortsetzung der Arbeiten ersuchen und wird dazu Kontakt mit dem Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz aufnehmen.


