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nnz-Kurz-News am Wochenende (1)

Samstag, 27. Dezember 2003, 12:22 Uhr
Nordhausen (nnz). Die wichtigsten Nachrichten des Wochenendes für Sie von der nnz-Redaktion zusammengestellt. Mit einem Klick erfahren Sie zum Beispiel, dass die Kinderarmut in Deutschland zunehmen wird und einer neuen Struktur für die Grenzlandmuseen in Thüringen.


Kinderarmut wird Problem
Kinderarmut wird in Deutschland immer mehr zum Problem. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die von Sozialhilfe leben müssen, wird in den nächsten zwei Jahren von einer auf 1,5 Millionen ansteigen. Das sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, der "Welt am Sonntag". Eine Studie seines Verbandes belege, dass diese Entwicklung mit der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe eintrete. Jedes zehnte Kind werde unter die Armutsgrenze fallen.


Schon 20.000 Tote?
Bei dem verheerenden Erdbeben im Südosten Irans sind nach offiziellen Angaben rund 20 000 Menschen ums Leben gekommen. Das Innenministerium in Teheran sprach außerdem von 30 000 Verletzten. Das Beben der Stärke 6,3 auf der Richterskala hatte die Stadt Bam fast völlig zerstört. UN-Generalsekretär Kofi Annan rief die Welt zur Hilfe für die Opfer auf. Am frühen Morgen trafen 30 deutsche Spezialisten des Technischen Hilfswerks in der Region ein. Sie wollen mit Hunden und technischem Ortungsgerät nach Verschütteten suchen.


Kostenwelle rollt auf Angehörige zu
Familienangehörige sollen sich künftig stärker an den Kosten für die Betreuung von alten Menschen. Das berichtet der "Spiegel". Die von der Bundesregierung eingesetzte Arbeitsgruppe zur Reform der Pflegeversicherung schlägt demnach vor, den Zuschuss für einen Heimplatz von derzeit maximal 1432 Euro im Monat deutlich zu kürzen. Zugleich sollen die Unterhaltspflichten von Kindern und Enkeln ausgeweitet werden.


Das Schweigen von „Beagle 2“
Der Mars-Roboter "Beagle 2" schweigt weiter. Auch im fünften Versuch gelang es nicht, ein Signal von der Landeeinheit zu empfangen, so ein Sprecher der Europäischen Weltraumagentur ESA in Darmstadt. Am Morgen hatte erneut die US-Sonde "Odyssey" versucht, Signale von der Marsoberfläche zu empfangen. Die Wissenschaftler seien jedoch weiterhin optimistisch. "Beagle 2" war vorgestern in die Mars-Atmosphäre eingetreten. Seitdem ist der Kontakt zu dem Gerät abgerissen.


Neue Überprüfung für Parlamentarier
Die Leiterin der Stasi-Unterlagen-Behörde, Marianne Birthler, hat sich für eine erneute Überprüfung von Politikern ausgesprochen. Sie begründete diesen Vorschlag in der "Berliner Zeitung" mit möglichen neuen Erkenntnissen aus der so genannten Rosenholz-Agentenkartei. Eine Überprüfung der Volksvertreter im Bundestag und in den Landtagen wäre eine vertrauensbildende Maßnahme, so die frühere DDR-Bürgerrechtlerin. Allerdings müssten die Parlamentarier von sich aus eine solche Überprüfung beantragen.


Wieder SARS in China
In Südchina ist erstmals wieder ein Verdachtsfall der Lungenkrankheit Sars entdeckt worden. Vor einem Jahr hatte die tödliche Seuche dort ihren Ausgang genommen. Der Kranke ist ein 32jähriger Fernsehmitarbeiter aus der Provinz Guangdong. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre er der erste Sars-Patient seit dem Sommer, der sich außerhalb eines medizinischen Labors angesteckt hat. Das benachbarte Hongkong rief umgehend die erste Stufe eines neuen, dreistufigen Alarmsystems aus.


Stiftung in Finanznot
Die Stiftung Ettersberg zur vergleichenden Forschung europäischer Diktaturen leidet unter Finanznot. Die Finanzierung ist nach Angaben des Vorstandes nicht gesichert. Das Finanzministerium behandle die Stiftung wie ein Projekt, obwohl es eine dauerhafte Einrichtung ist. Diese Entscheidung sei revisionsbedürftig. Die Stiftung soll nach Angaben des Vorsitzenden künftig drei von vier Grenzmuseen betreuen


Kein Schnee für Schlittenhunde
Rund 60 Teams mit 400 Hunden werden heute und morgen beim 13. Schlittenhunderennen im Harzort Benneckenstein in Sachsen-Anhalt erwartet. Sie ermitteln in vier Klassen auf einem zehn Kilometer langen Rundkurs die Sieger. Wegen Schneemangels gehen die Teams mit Wagen statt mit Schlitten an den Start. Zu den Hunderassen, die zu bewundern sind, gehören Malmuten, Grönlandhunde, Samojeden und Sibirische Huskys. Im vergangenen Jahr kamen rund 8000 Zuschauer zu dem Rennen.


Chinesische Armee in Oberhof
Die „Terrakotta-Armee“ des ersten Kaisers von China ist ab heute in Oberhof zu sehen. Die detaillierten Nachbildungen der Soldaten des Kaisers Quin Shi Huang Di (259 bis 210 v. Chr.) werden im „Oberen Hof“ ausgestellt. Zu sehen sind 1000 Terrakotta-Soldaten als Modell in einem Maßstab von 1:10 sowie weitere 122 originalgroße Krieger und acht Pferde. Die Originale wurden erst 1974 zufällig bei Grabungsarbeiten in China gefunden. Die Wanderschau macht bis zum 29. Februar im Thüringer Wald Station.


Immer noch Korruption in Thüringen
Trotz einer deutlich sinkenden Zahl von Korruptionsfällen in Thüringen geben die Ermittler keine Entwarnung. Die bekannt werdenden Fälle machten nur einen Bruchteil des Geschehens aus, sagte Michael Lehmann, Leiter der Schwerpunktabteilung Korruption bei der Erfurter Staatsanwaltschaft. Nach 143 neuen Verfahren im Jahr 2002 seien es in diesem Jahr etwa 60 gewesen. Hauptmotiv für Bestechlichkeit sei eindeutig „Geldgier“.
Autor: nnz

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