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Dagmar Becker für mechanisch-biologische Variante

Donnerstag, 15. März 2001, 13:18 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn schon der Standort Nentzelsrode klare Vorteile gegenüber Menteroda im Unstrut-Hainich-Kreis ausweise, dann solle an diesem Standort eine mechanisch-biologische Restabfallbehandlung favorisiert werden, sagte SPD-Landtagsabgeordnete Dagmar Becker gegenüber nnz. Prinzipiell müsse der Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen klären, wieviel Restabfall im Land Thüringen anfällt und ob diese Mengen in Thüringen verarbeitet werden können. Der ZAN geht nach seinen Planungen von rund 100.000 Tonnen Restabfall in Nordthüringen aus. Für diese Menge soll die entsprechende Anlage konzipiert sein. Zu viele Anlagen in Thüringen würden nach Ansicht von Dagmar Becker die Abfallgebühren in eine unverträgliche Höhe schrauben.
Nentzelsrode sei für eine mechanisch-biologische Variante (MBA) geeignet, da diese Deponie bis zum Jahr 2020 Bestand habe. Nach der Verwertung des Abfalls in einer MBA müsse weiter deponiert werden, nur geringe Restmengen sollten einer thermischen Verwertung unterzogen werden. Nach Ansicht von Becker solle sich der Landkreis von der Deponie trennen und diese in den Verband einbringen. Nur so sei ein koordiniertes Arbeiten und eine effektive Auslastung der Deponie gewährleistet. Bei den kleinen Mengen Restabfall, die nach der MBA thermisch verwertet werden müssen, solle zuerst nach Abnehmern in Thüringen und danach in anderen Bundesländern gesucht werden. Sollte die Deponie bei Nentzelsrode über das Jahr 2005 nicht mehr genutzt werden, dann werde sich die Abschreibungszeit für die Deponie drastisch verringern, das wiederum würde sich negativ auf die Höhe der Gebühren niederschlagen, so Becker abschließend.
Autor: nnz

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