Leopoldina: Bioenergie schädlich
Freitag, 27. Juli 2012, 06:36 Uhr
Auch wenn es Leute in allen Parteien, ja sogar bei den Grünen gibt: 20 Wissenschaftler der alterwürdigen Akademie Leopoldina in Halle warnen vor dem zunehmenden Einsatz von Bioenergie...
Laut einem Bericht bei focus-online hätten sie das Thema von allen Seiten abgeklopft und seien zu dem Schluss gekommen, "dass Bioenergie in Deutschland wohl auf absehbare Zeit, keinen nennenswerten Beitrag zur Energiewende leisten kann." Zudem warnen sie vor den ökologischen und sozialen Folgen, "wenn Nahrungsmittel verheizt werden".
Dazu schrieb ich bereits in früheren nnz-Beiträgen. Interessanterweise widersprechen die Ergebnisse der Nationalakademie den lobenden Worten des jüngst von Dr. Zeh beauftragten FH-Wissenschaftler (siehe nnz) zur für Nordhausen diskutierten Methangasanlage sehr auffällig. Aber wie ich bereits in einem früheren Kommentar dazu schrieb, ist dessen Meinung nicht verwunderlich: Denn eine FH kooperiert mit der Wirtschaft. Das ist natürlich begrüßens- und fördernswert. Aber wie der Vergleich der unterschiedlichen Aussagen des FH-Professors und der Leopoldina-Professoren zeigen: Auch eine auf die Wirtschaft durchaus angewiesene Fachhochschule sollte die Bioenergie im Sinne einer redlichen Wissenschaft allumfassend und nicht einseitig beurteilen.
Dr. Zeh und alle anderen Befürworter der Methananlage fordere ich auf, die Presseveröffentlichungen der Leopoldina zu studieren und SIE zur Grundlage künftiger Entscheidungen zu machen. Der Vorteil: Die berühmte Akademie der Naturforscher ist unabhängig von Wirtschaftskontakten. Als Nationalakademie mit zahlreichen Nobelpreisträgern als Mitglieder hat sie u.a. die Aufgabe, die Bundesregierung und damit die Politik zu beraten.
Die vollständige Publikation der Leopoldina-Forschungsergebnisse zur Bioenergie finden Sie, liebe nnz-Leser, hier als Download.
Bodo Schwarzberg
Autor: nnzLaut einem Bericht bei focus-online hätten sie das Thema von allen Seiten abgeklopft und seien zu dem Schluss gekommen, "dass Bioenergie in Deutschland wohl auf absehbare Zeit, keinen nennenswerten Beitrag zur Energiewende leisten kann." Zudem warnen sie vor den ökologischen und sozialen Folgen, "wenn Nahrungsmittel verheizt werden".
Dazu schrieb ich bereits in früheren nnz-Beiträgen. Interessanterweise widersprechen die Ergebnisse der Nationalakademie den lobenden Worten des jüngst von Dr. Zeh beauftragten FH-Wissenschaftler (siehe nnz) zur für Nordhausen diskutierten Methangasanlage sehr auffällig. Aber wie ich bereits in einem früheren Kommentar dazu schrieb, ist dessen Meinung nicht verwunderlich: Denn eine FH kooperiert mit der Wirtschaft. Das ist natürlich begrüßens- und fördernswert. Aber wie der Vergleich der unterschiedlichen Aussagen des FH-Professors und der Leopoldina-Professoren zeigen: Auch eine auf die Wirtschaft durchaus angewiesene Fachhochschule sollte die Bioenergie im Sinne einer redlichen Wissenschaft allumfassend und nicht einseitig beurteilen.
Dr. Zeh und alle anderen Befürworter der Methananlage fordere ich auf, die Presseveröffentlichungen der Leopoldina zu studieren und SIE zur Grundlage künftiger Entscheidungen zu machen. Der Vorteil: Die berühmte Akademie der Naturforscher ist unabhängig von Wirtschaftskontakten. Als Nationalakademie mit zahlreichen Nobelpreisträgern als Mitglieder hat sie u.a. die Aufgabe, die Bundesregierung und damit die Politik zu beraten.
Die vollständige Publikation der Leopoldina-Forschungsergebnisse zur Bioenergie finden Sie, liebe nnz-Leser, hier als Download.
Bodo Schwarzberg
Downloads:
- Studie der Leopoldina (1.349 kByte)
