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Zurück nach Thüringen

Freitag, 27. Juli 2012, 06:20 Uhr
Im Oktober wird das ehemalige Wackertalent Sven Bernsdorf 18 Jahre. Im August 2005 erhielt er aus den Händen des Staffelleiters der Thüringenliga, Ulrich Hofmann, die Auszeichnung als bester Nachwuchstorschütze. Das blieb nicht ohne Folgen...


Schnell waren höherklassige Vereine und Spielerberater auf den Nordhäuser Torjäger aufmerksam geworden. Der spätere Weg zum FC Rot-Weiß Erfurt war folgerichtig. 2009 wagte Bernsdorf den Schritt nach Berlin, wo er zwei Jahre bei Hertha BSC und ein Jahr bei Tennis Borussia unter Vertrag stand.

Fast zwei Jahre war der junge Sportler von Verletzungen geplagt, die körperlich und seelisch zwar an der Substanz gezehrt hatten. Aber nie hat er seinen Traum aus den Augen und auch nicht den Mut verloren, einmal Fußballprofi zu werden. Er war jetzt aber der Auffassung, einen kompletten Schnitt in Sachen Berater und Verein wagen zu müssen. „Beim ehemaligen Klub FC Rot-Weiß Erfurt will ich wieder mein Selbstvertrauen auftanken und zu alter spielerischer Klasse zurückfinden“, so Bernsdorf selbst zu seinem Schritt.

Sven Bernsdorf (Foto: privat) Sven Bernsdorf (Foto: privat) „Ich verfolge Svens Karriere seit dem DFB-Schülerlager im Jahre 2009 zur Sichtung der neuen U15-Nationalmannschaft, als er mit der Landesauswahl Thüringens unverhofft siegte. Da wurde ich auf ihn aufmerksam und fand schon damals, dass er ein Spieler ist, der einen unwahrscheinlichen Tordrang besitzt“, erinnert sich sein jetziger Berater René Wachsmuth, der den Werdegang Bernsdorfs so zusammenfasste: „Durch seine Leistung wurden andere große Clubs aufmerksam und so zog es ihn weg aus Erfurt, hin zur Hertha nach Berlin. Nach nun drei Jahren ist das Projekt Berlin abgeschlossen und ich denke, dass er in seinem familiären und ehemals sportlich erfolgreichen Umfeld von Erfurt nun wieder Fuß fassen kann, um seinen Traum vom Fußballer zu realisieren. Dem Trainer der U19, Christian Preußer, und dem Manager des FC RW Erfurt, Torsten Traub, gilt dazu mein Dank.

Beide haben ihm diese Chance ermöglicht und wir hoffen alle, dass das Projekt ‚Sven Bernsdorf’ erfolgreich wird. Sven weiß, dass er nach den drei schweren Jahren in Berlin fast von Null beginnt. Mit täglichem Training will er wieder an alter Leistung anknüpfen, um so wieder Aufmerksamkeit zu erregen. Dazu bedarf es immenser Disziplin und Fleiß. Ich wünsche ich Sven alles Gute und werde mein Möglichstes dazu beitragen, um sein Ziel zu verwirklichen.“

Sven Bernsdorf hat nun einen 1-Jahres-Vertrag bei den A-Junioren (Bundesliga) in der Tasche. Eltern und Bruder Tim freuen sich, Sven wieder in Thüringen Fußball spielen zu sehen. Sein erstes Spiel absolvierte er in der U23 gegen Wismut Gera, wo er beim 4:4 einen eigenen Treffer beisteuerte.
Klaus Verkouter
Autor: psg

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