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Tourauftakt

Montag, 23. Juli 2012, 16:34 Uhr
Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht startete heute ihre Thüringen Tour international im Landkreis Nordhausen. Über den Besuch der HABAU-Unternehmensgruppe berichteten wir bereits. Jetzt folgen die Stationen in Nordhausen...


Ziel der Tour der Landeschefin ist es, durch international ausgerichtete Unternehmen, Hochschulen und Institutionen den Freistaat als weltoffen und modern zu präsentieren.

Sommertour von Lieberknecht (Foto: Piper/Grabe) Sommertour von Lieberknecht (Foto: Piper/Grabe)

So war nach Heringen die Internationalisierung der Fachhochschule und mit ihr das Studienkolleg ein Schwerpunkt des Tourstarts in Nordhausen. Das bezieht sich einerseits auf die Forschung und Lehre, beispielsweise bei der Sprachausbildung, die ins Studium integriert wird. Hier lernen die Studierenden im Multimediallabor, wo mit modernster Technik Lehrangebote für verschiedene Sprachen zur Verfügung stehen und auch die ausländischen Studierenden des Studienkollegs in Tutorien die Sprachausbildung gerade in „exotischeren“ Sprachen unterstützen.

In der Studienergänzung Umwelttechnik und Recycling können mit Förderung der Otto Benecke Stiftung vorwiegend arbeitssuchende Akademiker mit Migrationshintergrund ihre fachlichen Kenntnisse an der FHN ausbauen und den Einstieg in die Praxis über ein Praktikum finden. Gerade nehmen 16 Frauen und Männer aus vier Kontinenten am Lehrgang teil, die aus ganz Deutschland nach Nordhausen gekommen sind.

In den vergangenen drei Jahren gab es 50 Absolventen dieses Zertifikatsstudiums – eine der ersten ist Regina Bumar, die nun in einem Forschungsprojekt von Prof. Dr. Sylvia Schade-Dannewitz arbeitet, die das Ergänzungsstudium fachlich betreut. FH-Präsident Prof. Dr. Jörg Wagner stellte Christine Lieberknecht außerdem einer Delegation von Professoren von einer Shanghaier Hochschule vor, die an einer Zusammenarbeit im Fachgebiet der Regenerativen Energietechnik interessiert sind.

Andererseits ist auch der akademische Nachwuchs schon international ausgerichtet – in der bilingualen Kita Campus Zwerge haben die Kinder die Chance, erste Russischkenntnisse von einer Muttersprachlerin zu lernen, die das Studentenwerk als Erzieherin gewinnen konnte.

Der faire Handel und das Engagement von Stadt und Landkreis Nordhausen, die beide als Fairtrade-Towns ausgezeichnet sind, standen im Mittelpunkt beim Besuch des Weltladens in der Barfüßer Straße. Pfarrer Peter Kube, der mit dem Verein Schrankenlos den Weltladen betreibt, und Gabriela Sennecke, die die Steuerungsgruppe Fairtrade von Stadt und Landkreis Nordhausen leitet, stellten die vielfältigen Aktivitäten in der Region vor.

Sie kenne viele einzelne Initiativen für Fairtrade, so Lieberknecht, aber eine ganze Region für dieses Thema zu sensibilisieren sei eine „Pionierleistung“. Anschließend stärkte sich der Tour-Trupp bei einem internationalen Mittagsimbiss mit peruanischer Suppe, russischen Piroggen und ukrainischen Blinys. Bevor Christine Lieberknecht zur Weiterfahrt ins Eichsfeld aufbrach, stattete sie der Flohburg eine Stippvisite ab und Museumsleiter Jürgen Rennebach stellte das neue Nordhausen Museum kurz vor. Insgesamt wird die Ministerpräsidentin bei ihrer alljährlichen Sommer-Tour in diesen Ferien rund 50 Unternehmen und Institutionen besuchen und sich so ein Bild von den internationalen Aktivitäten im Freistaat machen.

Mehr Bilder zur Thüringen-Tour gibt es unter www.facebook.de/landkreisnordhausen.
Autor: nnz

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