Was sonst noch passierte
Mittwoch, 03. Dezember 2003, 19:43 Uhr
Nordhausen (nnz). Es war heute eine Stadtratssitzung der wichtigen Entscheidungen. Es gab aber auch einige Kuriositäten zu beobachten. nnz hat sie notiert.
Die Ortsbürgermeisterin von Sundhausen, Elisabeth Milbreth (CDU), hatte heute ihre Vorzeige-Jugendlichen rekrutiert und mit in die Stadtratssitzung gebracht. Zwei der Jugendlichen machten in der Bürgersprechstunde auf ihre Probleme im Ortsteil aufmerksam. Man wolle ein Dach über den jugendlichen Kopf. Wenn das nicht passiere, dann stehe man im Winter auf der Straße. Und dann die allbekannte Drohung. Wir alle werden im kommenden Jahr wählen!
Und dann war man schnell beim Müll angelangt. Der ist zwar prinzipiell Kreissache, doch das neue Entsorgungssystem, das könne man nicht so hinnehmen, forderte SPD-Stadtrat Helmut Bornkessel und hatte damit ein überfraktionelles Signal gegeben. Warum verschwinden einige Container-Standorte? Wurden wir Stadträte eigentlich gefragt? Gab es dazu einen Beschluß im Kreistag? Und schließlich das Totschlags-Argument gegen die neue Flaschenentsorgung: Ich will nicht, dass jeder sehen kann, was ich trinke, rief Tilly Pape in die aufgebrachte Runde. Und so wird zumindest die Vorsitzende des städtischen Finanzausschusses ab Januar ihre leeren Flaschen zum weiter entfernten Containerstandplatz schleppen und anonym entsorgen.
Daß es an diesem Abend vielleicht auch noch um so unwichtige Dinge wie einen Nachtragshaushalt ging, das interessierte in diesem Moment nicht. Müllmäßig ist man als Stadtrat nämlich unheimlich nah am Bürger dran. So nah, dass Helmut Bornkessel rief, dass ihn alle Wähler beauftragt hätten, sich höchstpersönlich um die Angelegenheit zu kümmern. Und Helmut Bornkessel kümmerte sich, ging ins Landratsamt zur Müll-Fachfrau Wolf. Doch die war für Stadtrat Bornkessel nicht zu sprechen. Und so soll Frau Wolf denn zur ersten Stadtratssitzung im kommenden Jahr vorgeladen werden.
Autor: nnzDie Ortsbürgermeisterin von Sundhausen, Elisabeth Milbreth (CDU), hatte heute ihre Vorzeige-Jugendlichen rekrutiert und mit in die Stadtratssitzung gebracht. Zwei der Jugendlichen machten in der Bürgersprechstunde auf ihre Probleme im Ortsteil aufmerksam. Man wolle ein Dach über den jugendlichen Kopf. Wenn das nicht passiere, dann stehe man im Winter auf der Straße. Und dann die allbekannte Drohung. Wir alle werden im kommenden Jahr wählen!
Und dann war man schnell beim Müll angelangt. Der ist zwar prinzipiell Kreissache, doch das neue Entsorgungssystem, das könne man nicht so hinnehmen, forderte SPD-Stadtrat Helmut Bornkessel und hatte damit ein überfraktionelles Signal gegeben. Warum verschwinden einige Container-Standorte? Wurden wir Stadträte eigentlich gefragt? Gab es dazu einen Beschluß im Kreistag? Und schließlich das Totschlags-Argument gegen die neue Flaschenentsorgung: Ich will nicht, dass jeder sehen kann, was ich trinke, rief Tilly Pape in die aufgebrachte Runde. Und so wird zumindest die Vorsitzende des städtischen Finanzausschusses ab Januar ihre leeren Flaschen zum weiter entfernten Containerstandplatz schleppen und anonym entsorgen.
Daß es an diesem Abend vielleicht auch noch um so unwichtige Dinge wie einen Nachtragshaushalt ging, das interessierte in diesem Moment nicht. Müllmäßig ist man als Stadtrat nämlich unheimlich nah am Bürger dran. So nah, dass Helmut Bornkessel rief, dass ihn alle Wähler beauftragt hätten, sich höchstpersönlich um die Angelegenheit zu kümmern. Und Helmut Bornkessel kümmerte sich, ging ins Landratsamt zur Müll-Fachfrau Wolf. Doch die war für Stadtrat Bornkessel nicht zu sprechen. Und so soll Frau Wolf denn zur ersten Stadtratssitzung im kommenden Jahr vorgeladen werden.
