Würdigung für Nordhäuser Geistlichen
Dienstag, 02. Dezember 2003, 18:52 Uhr
Nordhausen (nnz). Unter den berühmtesten Nordhäuser Persönlichkeiten, die den Namen ihrer Vaterstadt durch ihre Arbeit, ihren Geist und ihre Schriften weit über die Region bekannt gemacht haben, steht der Name eines Geistlichen, der im 18. Jahrhundert wirkte, an erster Stelle. Anlässlich seines 250. Todestages erschien jetzt ein Kalender. Ein Beitrag von nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.
Pastor Friedrich Christian Lesser, geboren am 12. Mai 1692 in Nordhausen, war auch Numismatiker, Biograph, Poet und Chronist. Mehr als 170 Schriften verfasste der Geistliche in 34 Arbeitsjahren. Vor allem seine Sammelleidenschaft und Vielinteressiertheit veranlassten Lesser auf den Gebieten den Bio-, Natur- und Geowissenschaften Forschungen zu betreiben. Deren Ergebnisse fanden in zahlreichen Veröffentlichungen ihren Niederschlag und sind der Nachwelt erhalten geblieben.
Sein umfangreiches Schaffen blieb nicht ohne Anerkennung. 1735 wurde er unter dem Namen Aristomachus Mitglied der Kaiserl. Leopold. Carolin. Akademie der Naturforscher zu Halle und 1743 ernannte ihn die Königlich Preußische Gesellschaft der Wissenschaften in Berlin zu ihrem Mitglied. Dieselbe Ehre wurde ihm 1748 seitens der königlich Deutschen Gesellschaft zu Göttingen zuteil, wobei er den geistigen Orden de la Concorde erhielt. Schließlich ernannte ihn die Bremisch-Deutsche Gesellschaft zu ihrem Ehrenmitglied.
An seinem 300. Geburtstag begründeten einige Nachfahren, das Ehepaar Heinz und Annelies und deren Sohn Andreas Lesser, die Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung, die u. a. eine Publikationsreihe heraus gibt und als Initiator maßgeblich am Wiederaufbau des neuen Langhauses für die Frauenbergkirche beteiligt ist.
Anlässlich seines 250. Todestages am 17. September 2004 gestaltete der Nordhäuser Markus Veit im Auftrag der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung einen Kalender, der in einer limitierten Auflage von nur 50 Stück im freien Verkauf erhältlich ist. Auf zwölf Monatsblättern sind jeweils wichtige Ereignisse aus dem Leben und Wirken des Nordhäusers festgehalten und mit farbigen Abbildungen untersetzt. So erfährt man in prägnanter Darstellung beispielsweise das Wichtigste vom Nordhäuser Gesangsbuchstreit von 1735, den Aufbau der neuen Jacobikirche 1744, einiges aus der Familie der Persönlichkeit und parallel dazu Ereignisse der jüngeren Vergangenheit, beispielsweise den Abriss des Jacobiturmes 1959 und die archäologischen Untersuchungen der Kirchenreste im Jahr 1999. Der Kalender ist seit kurzem im Buchhaus Rose in der Rautenstraße zum Preis von 9,95 Euro erhältlich - allerdings nur so lange, wie der Vorrat reicht. Eine Nachauflage wird es nicht geben, versicherte Veit.
Autor: rhPastor Friedrich Christian Lesser, geboren am 12. Mai 1692 in Nordhausen, war auch Numismatiker, Biograph, Poet und Chronist. Mehr als 170 Schriften verfasste der Geistliche in 34 Arbeitsjahren. Vor allem seine Sammelleidenschaft und Vielinteressiertheit veranlassten Lesser auf den Gebieten den Bio-, Natur- und Geowissenschaften Forschungen zu betreiben. Deren Ergebnisse fanden in zahlreichen Veröffentlichungen ihren Niederschlag und sind der Nachwelt erhalten geblieben.
Sein umfangreiches Schaffen blieb nicht ohne Anerkennung. 1735 wurde er unter dem Namen Aristomachus Mitglied der Kaiserl. Leopold. Carolin. Akademie der Naturforscher zu Halle und 1743 ernannte ihn die Königlich Preußische Gesellschaft der Wissenschaften in Berlin zu ihrem Mitglied. Dieselbe Ehre wurde ihm 1748 seitens der königlich Deutschen Gesellschaft zu Göttingen zuteil, wobei er den geistigen Orden de la Concorde erhielt. Schließlich ernannte ihn die Bremisch-Deutsche Gesellschaft zu ihrem Ehrenmitglied.
An seinem 300. Geburtstag begründeten einige Nachfahren, das Ehepaar Heinz und Annelies und deren Sohn Andreas Lesser, die Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung, die u. a. eine Publikationsreihe heraus gibt und als Initiator maßgeblich am Wiederaufbau des neuen Langhauses für die Frauenbergkirche beteiligt ist.
Anlässlich seines 250. Todestages am 17. September 2004 gestaltete der Nordhäuser Markus Veit im Auftrag der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung einen Kalender, der in einer limitierten Auflage von nur 50 Stück im freien Verkauf erhältlich ist. Auf zwölf Monatsblättern sind jeweils wichtige Ereignisse aus dem Leben und Wirken des Nordhäusers festgehalten und mit farbigen Abbildungen untersetzt. So erfährt man in prägnanter Darstellung beispielsweise das Wichtigste vom Nordhäuser Gesangsbuchstreit von 1735, den Aufbau der neuen Jacobikirche 1744, einiges aus der Familie der Persönlichkeit und parallel dazu Ereignisse der jüngeren Vergangenheit, beispielsweise den Abriss des Jacobiturmes 1959 und die archäologischen Untersuchungen der Kirchenreste im Jahr 1999. Der Kalender ist seit kurzem im Buchhaus Rose in der Rautenstraße zum Preis von 9,95 Euro erhältlich - allerdings nur so lange, wie der Vorrat reicht. Eine Nachauflage wird es nicht geben, versicherte Veit.
