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Müll auf der Wiese

Dienstag, 02. Dezember 2003, 18:21 Uhr
Nordhausen (nnz). Statt den Müll am Haus abholen zu lassen, wird das wilde Abkippen in Nordhausen langsam zum „Volkssport“ Beliebt ist vor allem die Disziplin „Sperrmüll“. Die nnz hat jetzt ein Beispiel für diesen Hochleistungssport entdeckt.


Müll auf der Wiese „Es ist nicht zu verstehen: Der Sperrmüll wird vor der Haustür abgeholt und trotzdem landet so was einfach in der Natur“ – Wolfram Thiele, der Koordinator für Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit bei der Stadt Nordhausen, war bei einer Kontrollfahrt zwischen Nordhausen-Ost und Friedhof auf eine böse Überraschung gestoßen: Mehrere Säcke gefüllt mit Hausmüll, Dosen, Rohren und Fußbodenbelag, gleich daneben eine Hometrainer. „Die Mitarbeiter von der Grünflächenpflege hatten das gesamte Gelände hier gerade beräumt und geharkt – gleich danach lag das ganze Zeug hier.“ Auf Kosten der Allgemeinheit müsse nun die illegale Ablagerung fortgeschafft und entsorgt werden.

Die zwölf Handreiniger und vier Zivildienstleistende, die in der Stadt auch am Wochenende unterwegs sind, um Weggeworfenes oder Abgestelltes einzusammeln, füllten jeden Tag rund 25 120-Liter-Plastiksäcke mit Müll. Schwerpunkte seien zur Zeit der Theaterplatz, den man jeden Morgen von Glas- und Papierresten befreien müsse und auch der Bahnhofsplatz. Hinzu kämen noch weggeworfene Kühlschränke, Autoreifen und Fernseher an den unterschiedlichen Stellen der Stadt.
Autor: nnz

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