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Erster Tag im Untreueverfahren

Montag, 01. Dezember 2003, 15:38 Uhr
Nordhausen (nnz). Zwischen 1996 und 1999 soll das Christliche Schulzentrum einen recht beeindruckenden DM-Betrag erhalten haben, der eigentlich der Johanniter-Unfall-Hilfe zustand. Stefan N. als damaliger Chef der JUH und Vorsitzender des schulischen Trägervereins hat dieses angeblich veranlaßt. Heute begann der Prozeß.


Ein großes öffentliches Interesse scheint der Prozeß nicht ausgelöst zu haben. Nur sechs Personen wollten live erfahren, was Stefan N. getan hat oder auch nicht. Ohne kleine Pannen und Verspätungen, die eine Schöffin stand über eine halbe Stunde im Stau, ging es nicht über die Bühne.

Dr. Köhler, der Anwalt des Angeklagten, erklärte, daß sein Mandant keine Angaben zur Sache machen wolle. Nur zu seiner Lebenssituation und seinem beruflichen Werdegang gab Stefan N. Auskunft. Zwischen 1991 und 1999 war er bei den Johannitern tätig, seit 1994 als Kreisvorstand. Im August 1996 wurde er dann auch Vorsitzender des Christlichen Schulzentrums.

Es wurde Bezug genommen auf das zivilrechtliche Verfahren beim Landgericht Mühlhausen. Dieses wurde in diesem Frühjahr mit einem Vergleich zwischen den Johannitern und dem Schulzentrum beendet. Dann war alles besprochen, Zeugen ließen sich so kurzfristig nicht auftreiben. Die Verhandlung wurde erst einmal auf 10.45 Uhr vertagt.

Dann gings pünktlich weiter. Vor allem mit der Befragung von Zeugen. Die da waren Peter Pätzold oder die Leiter der Mitgliedsunternehmen im Rettungsdienstzweckverband. Für den kommenden Donnerstag hat der Vorsitzende Richter auch Günther Uebner und weitere Zeugen geladen. Im Verlaufe des heutigen Verhandlungstages hatte Stefan N. angekündigt, sich doch noch zu Sache äußern zu wollen.

Hintergründe zum Verfahren finden Sie im Archiv der nnz.
Autor: nnz

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