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Kreative Delegierte

Sonntag, 30. November 2003, 18:01 Uhr
Nordhausen (nnz). In Bad Langensalza wählte die Thüringer CDU ihren Spitzenkandidaten für die kommenden Landtagswahl. Und Ministerpräsident Dieter Althaus hatte sich das Ziel „90+“ der Stimmen gesetzt. Es kam letztlich ganz anders, wie die nnz aus Kreisen der Nordhäuser Delegierten „erfuhr“.


Mit dabei/nnz-Fotos: M. Schröter Beim 17. Landesparteitag der CDU Thüringen heute in Bad Langensalza nominierten die Delegierten den Landesvorsitzenden, Ministerpräsident Dieter Althaus, einstimmig zum Spitzenkandidaten für die Wahl zum 4. Thüringer Landtag am 13. Juni 2004. Die Nordhäuser Delegierten hatten sich etwas besonderes dazu einfallen lassen. Nach der Ergebnisbekanntgabe liefen Manfred Blume und Maik Schröter durch die Reihen mit einem großen Transparent. "Weiter so Dieter! Gemeinsam 50+X für Thüringen! CDU Kreisverband Nordhausen" war darauf zu lesen. Und auch Sie bekamen Beifall.

Dieter Althaus zeigte sich beeindruckt und bat die Nordhäuser auf die Bühne, vor das Präsidium. Sieben Vertreter hatte der Nordhäuser Kreisverband entsandt. Dr. Klaus Zeh aus Nordhausen, Manfred Blume aus Ellrich, Jutta Schröter und Maik Schröter aus Heringen, Dr. Reinhard Schmidt aus Ilfeld, Barbara Kuhfahl aus Harzungen und Bernd-Michael Mauksch aus Neustadt waren die Vertreter des Nordhäuser Kreisverbandes zu diesem Parteitag. Dieses Ergebnis ist ein klares Votum des höchsten Gremiums der Thüringer Union für die Landesvertreterversammlung, die im März in Sonneberg stattfindet.

Althaus betonte, die Thüringer Union werde im kommenden Jahr einen Wahlkampf aus einem Guss führen: "Kommunalpolitiker, Europapolitiker und Landespolitiker werden gemeinsam wahlkämpfen." Die Delegierten verabschiedeten die kommunalpolitischen Leitsätze für die Kommunalwahlen am 27. Juni 2004: "Starke Kommunen - sich wohl fühlen in Thüringen". Die Leitsätze dienen den Kreis- und Ortsverbänden als Rahmen für ihre Kommunalwahlprogramme.

Scharfe Kritik übten die Bundesvorsitzende Angela Merkel sowie Dieter Althaus am Kurs der rot-grünen Bundesregierung. "Es ist an der Zeit nicht nur über Überschriften zu diskutieren, sondern endlich vernünftige Reformen anzupacken", sagte Althaus. Merkel erneuerte die Forderung der Union nach einer Verbindung des Vorziehens der Steuerreform mit einer Modernisierung des Arbeitsmarktes. Grundsätzlich müsse jede legale Arbeit zumutbar sein. Zugleich sprach sich die Bundesvorsitzende gegen den von der rot-grünen Koalition beschlossenen faktischen Mindestlohn für Arbeitslosengeld-II-Empfänger aus.
Autor: nnz

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