Klägliches Handgeld
Donnerstag, 12. Juli 2012, 14:31 Uhr
Das Nordhausen Museum, also die neue alte Flohburg, hat heute eine erste Spende erhalten. Es war kein geringeres Unternehmen als die Deutsche Bahn AG, deren Vertreter eine großen Scheck mit einer Summe überreichte, die eher als ärmlich bezeichnet werden kann...
Thomas Hoffmann (rechts) übergibt den Scheck an den Chef des Fördervereins, Reiner Holdefleiß. Das Bargeld wurde in einem Briefumschlag mitgebracht
Wie freute sich doch Bahnchef Dr. Rüdiger Grube, als er im Frühjahr die Zahlen für das Jahr 2011 verkünden konnte: 38 Milliarden Euro Umsatz, 2,3 Milliarden Euro Gewinn. Und bei diesen Zahlen hatte das Unternehmen gerade mal 842 Euro für das Nordhäuser Museum übrig. Und es kam noch schlimmer: Das Geld stammt eigentlich von den Besuchern des Rolandsfestes, deren Kinder mit der Minieisenbahn fuhren oder denen eine bunter Luftballon gekauft wurden. Dieses Geld wurde heute weitergegeben.
Und wenn kleine oder mittlere Unternehmen eine solche "ungerade" Summe von 842 Euro zusammensammeln, dann stocken die wenigstens noch auf. Der eine auf 900 Euro, ein anderer auf 1.000 Euro. Bei 2,3 Milliarden Euro Gewinn hätte das den Staatskonzern sicher nicht aus den Gleisen geworfen.
Die nnz wollte es genau wissen und fragte nach, warum sich das Unternehmen beim Bundesliga-Absteiger Hertha BSC weiterhin mit fast fünf Millionen Euro engagiert, hier aber nicht einmal einen Euro drauflegen kann? Die Antwort vom Geschäftsführer der DB Regio Thüringen AG, Thomas Hoffmann: Das eine sei Sponsoring, das anderen das Weiterreichen von Geld der Nordhäuser. Muss da noch was geschrieben werden? Ja: Grube sagte bei der Vorstellung der 2011er-Zahlen in Berlin: "Wir bringen Ökonomie, Soziales und Ökologie in Einklang
Und die nnz will zum Schluss noch auf einen zusätzlichen Deal verweisen: Jeder Museumsbesucher erhält Rabatt auf den Eintritt, wenn er eine tagesaktuelle Fahrkarte der DB vorlegen kann. Toll.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzThomas Hoffmann (rechts) übergibt den Scheck an den Chef des Fördervereins, Reiner Holdefleiß. Das Bargeld wurde in einem Briefumschlag mitgebracht
Wie freute sich doch Bahnchef Dr. Rüdiger Grube, als er im Frühjahr die Zahlen für das Jahr 2011 verkünden konnte: 38 Milliarden Euro Umsatz, 2,3 Milliarden Euro Gewinn. Und bei diesen Zahlen hatte das Unternehmen gerade mal 842 Euro für das Nordhäuser Museum übrig. Und es kam noch schlimmer: Das Geld stammt eigentlich von den Besuchern des Rolandsfestes, deren Kinder mit der Minieisenbahn fuhren oder denen eine bunter Luftballon gekauft wurden. Dieses Geld wurde heute weitergegeben.
Und wenn kleine oder mittlere Unternehmen eine solche "ungerade" Summe von 842 Euro zusammensammeln, dann stocken die wenigstens noch auf. Der eine auf 900 Euro, ein anderer auf 1.000 Euro. Bei 2,3 Milliarden Euro Gewinn hätte das den Staatskonzern sicher nicht aus den Gleisen geworfen.
Die nnz wollte es genau wissen und fragte nach, warum sich das Unternehmen beim Bundesliga-Absteiger Hertha BSC weiterhin mit fast fünf Millionen Euro engagiert, hier aber nicht einmal einen Euro drauflegen kann? Die Antwort vom Geschäftsführer der DB Regio Thüringen AG, Thomas Hoffmann: Das eine sei Sponsoring, das anderen das Weiterreichen von Geld der Nordhäuser. Muss da noch was geschrieben werden? Ja: Grube sagte bei der Vorstellung der 2011er-Zahlen in Berlin: "Wir bringen Ökonomie, Soziales und Ökologie in Einklang
Und die nnz will zum Schluss noch auf einen zusätzlichen Deal verweisen: Jeder Museumsbesucher erhält Rabatt auf den Eintritt, wenn er eine tagesaktuelle Fahrkarte der DB vorlegen kann. Toll.
Peter-Stefan Greiner

