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nnz-Betrachtung: Koste es, was es wolle

Donnerstag, 05. Juli 2012, 11:43 Uhr
Nun ist es endlich raus: Bei der Kostenaufstellung zur neuen Kultur-Bibliothek ist die Inneneinrichtung glatt vergessen worden. Dazu eine Betrachtung in Ihrer nnz...


Die nnz hatte das bereits mehrfach öffentlich thematisiert, nun wurde es vom neuen OB öffentlich angesprochen. Das ist gut so und gehört vielleicht zum Neubeginn nach einer Ära, die von allen so erfolgreich beschrieben wird. Vor allem von der Nordhäuser Sozialdemokratie.

Jetzt ist es auch verwunderlich, dass die nnz auf Fragen an die Nordhäuser Verwaltungsspitze nie eine klare Antwort bekam. Nicht auf die Frage nach "vergessenen" Kosten und auch nicht auf die Frage nach den prognostizierten Betriebskosten des kulturellen Prachtbaus mit seinem Stadtratssitzungssaal. Und es ist zu befürchten, dass es eine ähnliche Vergesslichkeit auch beim Um-, An- und Ausbau der Flohburg gegeben haben soll. Denn auch hier waren die Antworten mehr als ausweichend. Im Archiv der nnz ist das alles nachzulesen.

Wurde in den Antworten also wider besseren Wissens nicht alles gesagt? Durfte das alles nicht öffentlich sein, weil es sonst die Stillen-Kämmerlein-Deals zwischen Verwaltung und Stadtrat gefährdete? Wusste zum Beispiel der Finanzausschuss nichts von der "Vergesslichkeit" der Verwalter? Oder wollte man nichts wissen?

Es ist jetzt an der Zeit, die Karten endlich auf den Tisch zu legen, alles aufzudecken, was bislang im Verborgenen blieb. Jetzt ist die Zeit günstig, den Menschen die Wahrheit zu sagen, die einst per Wahl Vertrauen investierten in diejenigen, die unser aller Geld verwalten sollen. Es ist jetzt die Zeit der wirklichen Transparenz, der Offenheit, die immer proklamiert aber nie selbst praktiziert wurde. Das ist kein Vorwurf an die Pressestelle, deren Mitarbeiter nur das antworten oder sagen durften, was den Oberen angenehm war.

Und dieser jetzige Zustand im Nordhäuser Rathaus ist identisch mit dem in der Kreisverwaltung und im Kreistag. Auch hier sollte ein wirklicher Schnitt gemacht werden. Sagt dem Volke doch die Wahrheit! Wenn diese Wahrheit die Gewählten schon nicht vertragen können oder wollen, dann vielleicht doch die Wähler.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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