Ehrenhalber
Mittwoch, 04. Juli 2012, 20:22 Uhr
Vier Tage nach der Amtsübergabe soll Barbara Rinke nun Ehrenoberbürgermeisterin in Nordhausen werden. Das hat heute Andreas Wieninger vorgeschlagen und wir haben nachgefragt...
Die Ernennung zur Ehrenoberbürgermeisterin soll schon vom Stadtrat in zwei Wochen beschlossen werden. "Wir wollen damit die Arbeit von Frau Rinke seit 1990 gewürdigt wissen, genauso wie wir das bei Dr. Manfred Schröter wollten und ihn als Ehrenstadtrat vorgeschlagen hatten", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende der nnz. Laut Hauptsatzung stehe eine solche Ehrung denjenigen zu, die mindestens 20 Jahre im Stadtrat gewirkt und die überwiegende Mehrheit der Jahre als Oberbürgermeister tätig waren.
Die SPD hatte in diesem Jahr vorgeschlagen, Dr. Manfred Schröter nach dessen Mandatsniederlegung zum Stadtrat ehrenhalber zu ernennen. Das verschlug damals vor allem den Christdemokraten die Polit-Sprache, dass die SPD auf diesen Vorschlag kam. Nun unkt man unter den Mitgliedern des Stadtrates, dass die Schröter-Ernennung nur ein taktischer Schachzug gewesen sein könnte, um letztlich Barbara Rinke diesen Ehrentitel ebenfalls verleihen zu können.
Mit Posten- und Titelvergeben sieht es im aktuellen Verwaltungs- und Stadtratsleben bei den Sozis jedoch nicht so freigiebig aus. Sie schlugen heute vor, nur noch einen hauptamtlichen Beigeordneten in der Verwaltung zu etablieren. Das hat ebenfalls ein gewisses Geschmäckle, ist es doch aus sozialdemokratischer Sicht vielleicht auch (oder nur) der Tatsache geschuldet, um einen weiteren Beigeordneten zu verhindern, der nicht das SPD-Parteibuch in seiner Tasche weiß. Das alles ist umso merkwürdiger, da deren einstiger OB-Kandidat Matthias Jendricke immer für die Vergabe dieses zweiten Beigeordneten an die LINKE plädiert hatte. Gegolten hatte das jedoch nur für die Situation eines Jendricke-Sieges.
Am Geld kann das jetzige Umdenken der Sozialdemokraten nicht liegen, denn bereits damals war Jendricke für die Finanzen der Stadtverwaltung zuständig und ist es wohl auch heute noch.
Autor: nnzDie Ernennung zur Ehrenoberbürgermeisterin soll schon vom Stadtrat in zwei Wochen beschlossen werden. "Wir wollen damit die Arbeit von Frau Rinke seit 1990 gewürdigt wissen, genauso wie wir das bei Dr. Manfred Schröter wollten und ihn als Ehrenstadtrat vorgeschlagen hatten", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende der nnz. Laut Hauptsatzung stehe eine solche Ehrung denjenigen zu, die mindestens 20 Jahre im Stadtrat gewirkt und die überwiegende Mehrheit der Jahre als Oberbürgermeister tätig waren.
Die SPD hatte in diesem Jahr vorgeschlagen, Dr. Manfred Schröter nach dessen Mandatsniederlegung zum Stadtrat ehrenhalber zu ernennen. Das verschlug damals vor allem den Christdemokraten die Polit-Sprache, dass die SPD auf diesen Vorschlag kam. Nun unkt man unter den Mitgliedern des Stadtrates, dass die Schröter-Ernennung nur ein taktischer Schachzug gewesen sein könnte, um letztlich Barbara Rinke diesen Ehrentitel ebenfalls verleihen zu können.
Mit Posten- und Titelvergeben sieht es im aktuellen Verwaltungs- und Stadtratsleben bei den Sozis jedoch nicht so freigiebig aus. Sie schlugen heute vor, nur noch einen hauptamtlichen Beigeordneten in der Verwaltung zu etablieren. Das hat ebenfalls ein gewisses Geschmäckle, ist es doch aus sozialdemokratischer Sicht vielleicht auch (oder nur) der Tatsache geschuldet, um einen weiteren Beigeordneten zu verhindern, der nicht das SPD-Parteibuch in seiner Tasche weiß. Das alles ist umso merkwürdiger, da deren einstiger OB-Kandidat Matthias Jendricke immer für die Vergabe dieses zweiten Beigeordneten an die LINKE plädiert hatte. Gegolten hatte das jedoch nur für die Situation eines Jendricke-Sieges.
Am Geld kann das jetzige Umdenken der Sozialdemokraten nicht liegen, denn bereits damals war Jendricke für die Finanzen der Stadtverwaltung zuständig und ist es wohl auch heute noch.
