Holz wird geschneidert
Donnerstag, 27. November 2003, 13:49 Uhr
Nordhausen (nnz). Schneider gehen im Allgemeinen mit Stoffen oder Leder um. Doch auch das Schneidern von Holz soll möglich sein. Sie glauben es nicht? In der Kreissparkasse können Sie sich ab nächster Woche davon überzeugen.
Dass die Galerie der Kreissparkasse Nordhausen ein schöner Ausstellungsraum ist, hat sich in Künstlerkreisen herumgesprochen, so dass so mancher gern in ihr seine Werke zeigt. Jetzt, am Donnerstag, 4. Dezember um 18.30 Uhr, kommt die in Weimar beheimatete Petra Albrecht mit ihrer Kunst nach Nordhausen. Die farbigen Holzschnitte zeigen ihre bildkünstlerischen Vorstellungen zum Thema: Räume. Erstmals zeigt sie 8 großformatige Bilder, Holzschnitte, auf Japanpapier gedruckt und dann auf Leinwände aufgezogen. Es sind Unikate und tragen Titel wie: Ruinierte Weisheit, Im Wald unsichtbar, Wunderland, Theater, Reiter im Herbst, Interieur, Garten ohne Lüste, Sich fügende Landschaft.
Zu diesen großen Arbeiten kommen kleinere Holzschnitte der verlorenen Form hinzu, alles Handabzüge, die weitere Raumvorstellungen der Künstlerin zeigen. Petra Albrecht sagt über das Projekt Räume: Das Thema gibt mir unendlich viele Möglichkeiten zum Weiterarbeiten, ist also keineswegs abgeschlossen. Interessant ist es immer wieder für mich, einen Raum zu erschaffen, die Fläche ideell begehbar und erlebbar zu machen, durch Räume hindurchzugehen, auch in ihnen zu verschwinden.
Die ersten Ideenfindungen geschehen bei Petra Albrecht oft durch Zeichnungen mit Feder oder Tusche auf Pergamentpapier. Sie sind aber keine direkten Kompositionsvorlagen für die späteren Holzschnitte. Das Zeichnen löst Gedankenketten aus und inneres Erleben. Veränderungen, Überschneidungen und Spiegelungen von Gedanken und Gefühlen kann sie damit verfolgen, ohne sie für sich bis ins Einzelne erklären zu wollen. So formen sich nach und nach die Vorstufen der Bilder, die sie dann als Farbholzschnitte auszuführen beginnt. Sie hat also keine fertigen Bilder im Kopf, das würde sie zu sehr festlegen. Da wäre die bildnerische Arbeit für sie reizlos, wäre eine bloße Reproduktion. Petra Albrecht möchte auch Zufälle bei der Gestaltung nicht völlig ausschließen – sie fördern das spielerische Moment -, sie aber auch nicht ganz dem Eigenlauf überlassen. Es müssen immer unterschiedliche Wege und Möglichkeiten für die Weiterarbeit offen bleiben.
Nachdrücklich aufmerksam auf sich machte Petra Albrecht in diesem Jahr mit ihrer Ausstellung von Farbholzschnitten zur Lyrik Sarah Kirschs in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode, mit ihrer Ausstellung von Holzschnitten in der Pavillon-Presse in Weimar, mit ihren Farbholzschnitten als Hommage an Lucas Cranach d. Ä. in der Lutherstadt Wittenberg. Sie ist z. Z. auch in Japan präsent innerhalb einer Wanderausstellung Schnittstellen Interfaces, die bis 2004 dauert und in Deutschland, Frankreich, Japan und Israel gezeigt wurde und wird.
Autor: nnz
Dass die Galerie der Kreissparkasse Nordhausen ein schöner Ausstellungsraum ist, hat sich in Künstlerkreisen herumgesprochen, so dass so mancher gern in ihr seine Werke zeigt. Jetzt, am Donnerstag, 4. Dezember um 18.30 Uhr, kommt die in Weimar beheimatete Petra Albrecht mit ihrer Kunst nach Nordhausen. Die farbigen Holzschnitte zeigen ihre bildkünstlerischen Vorstellungen zum Thema: Räume. Erstmals zeigt sie 8 großformatige Bilder, Holzschnitte, auf Japanpapier gedruckt und dann auf Leinwände aufgezogen. Es sind Unikate und tragen Titel wie: Ruinierte Weisheit, Im Wald unsichtbar, Wunderland, Theater, Reiter im Herbst, Interieur, Garten ohne Lüste, Sich fügende Landschaft. Zu diesen großen Arbeiten kommen kleinere Holzschnitte der verlorenen Form hinzu, alles Handabzüge, die weitere Raumvorstellungen der Künstlerin zeigen. Petra Albrecht sagt über das Projekt Räume: Das Thema gibt mir unendlich viele Möglichkeiten zum Weiterarbeiten, ist also keineswegs abgeschlossen. Interessant ist es immer wieder für mich, einen Raum zu erschaffen, die Fläche ideell begehbar und erlebbar zu machen, durch Räume hindurchzugehen, auch in ihnen zu verschwinden.
Die ersten Ideenfindungen geschehen bei Petra Albrecht oft durch Zeichnungen mit Feder oder Tusche auf Pergamentpapier. Sie sind aber keine direkten Kompositionsvorlagen für die späteren Holzschnitte. Das Zeichnen löst Gedankenketten aus und inneres Erleben. Veränderungen, Überschneidungen und Spiegelungen von Gedanken und Gefühlen kann sie damit verfolgen, ohne sie für sich bis ins Einzelne erklären zu wollen. So formen sich nach und nach die Vorstufen der Bilder, die sie dann als Farbholzschnitte auszuführen beginnt. Sie hat also keine fertigen Bilder im Kopf, das würde sie zu sehr festlegen. Da wäre die bildnerische Arbeit für sie reizlos, wäre eine bloße Reproduktion. Petra Albrecht möchte auch Zufälle bei der Gestaltung nicht völlig ausschließen – sie fördern das spielerische Moment -, sie aber auch nicht ganz dem Eigenlauf überlassen. Es müssen immer unterschiedliche Wege und Möglichkeiten für die Weiterarbeit offen bleiben.
Nachdrücklich aufmerksam auf sich machte Petra Albrecht in diesem Jahr mit ihrer Ausstellung von Farbholzschnitten zur Lyrik Sarah Kirschs in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode, mit ihrer Ausstellung von Holzschnitten in der Pavillon-Presse in Weimar, mit ihren Farbholzschnitten als Hommage an Lucas Cranach d. Ä. in der Lutherstadt Wittenberg. Sie ist z. Z. auch in Japan präsent innerhalb einer Wanderausstellung Schnittstellen Interfaces, die bis 2004 dauert und in Deutschland, Frankreich, Japan und Israel gezeigt wurde und wird.
