Premieren-Streich
Samstag, 30. Juni 2012, 06:58 Uhr
Gleich zwei Premieren erlebten Nordthüringer Kulturliebhaber gestern Abend. Während im Hof des Sondershäuser Schlosses die Hochkultur gefeiert wurde, gab es in Nordhausen das Sommertheater. Da stand neben der Kultur vor allem das Amüsement im Vordergrund...
Vor einem Jahr hatte sich Olaf Schulze, einst Dramaturg am Nordhäuser Theater und seit Jahren der Chef des Offenen Kanals in der Rolandstadt, aufgemacht, endlich wieder mal Theater zu machen.
Theater-Macher Olaf Schulze (Foto: nnz)
Wer den Schulze kennt, der weiß, dass bei diesem Manne das Geschäftliche nicht unbedingt im Vordergrund steht. Dazu kann man stehen wie man will - ihm, der die Inszenierung der "Streiche des Scapin" zusammen mit Eva Maria Wiegand auf die Bühne im Innenhof der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei brachte, ging es vordergründig um den "Spaß".
Kein Kopftheater soll an vier Abenden und einem Nachmittag zu sehen und zu hören sein, sondern "richtiger Spaß". Und den hatte die Truppe zur gestrigen Premiere, den hatten aber auch die 150 Gäste. Sie amüsierten sich prächtig in diesen 80 Minuten. Sie amüsierten sich über darstellende Kunst, die fernab eines hochkulturellen Anspruchs zu finden ist und dennoch grundsolide Handwerkskunst bot. Einzelne Mimen hier hervorzuheben, ist nicht mein Ding, dazu fehlt mir einfach der entsprechende Sachverstand kritischer Rezensenten.
Ich wollte an diesem Freitagabend nur eines: Vergnügen. Und das habe ich bekommen. Wenn Sie, liebe Leser, das in den kommenden Tagen vielleicht auch erleben wollen, dann seien Ihnen die vier weiteren Termine heute, morgen Nachmittag (15 Uhr) sowie am 13. und 14. Juli köstlichst empfohlen.
Auch einigen kommunalen Größen sei diese Inszenierung wärmstens an Herz gelegt. Lediglich die neue Landrätin Birgit Keller war an so genannten Promis gestern im Publikum auszumachen. Kein Vertreter der Stadtverwaltung, die sich ja sonst immer im Glanze von Premieren wohlfühlen. Nun ja, es sollte - wie oben mehrfach beschrieben - keine Hochkultur sein, sondern einfach nur Spaß.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzVor einem Jahr hatte sich Olaf Schulze, einst Dramaturg am Nordhäuser Theater und seit Jahren der Chef des Offenen Kanals in der Rolandstadt, aufgemacht, endlich wieder mal Theater zu machen.
Theater-Macher Olaf Schulze (Foto: nnz)
Wer den Schulze kennt, der weiß, dass bei diesem Manne das Geschäftliche nicht unbedingt im Vordergrund steht. Dazu kann man stehen wie man will - ihm, der die Inszenierung der "Streiche des Scapin" zusammen mit Eva Maria Wiegand auf die Bühne im Innenhof der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei brachte, ging es vordergründig um den "Spaß".Kein Kopftheater soll an vier Abenden und einem Nachmittag zu sehen und zu hören sein, sondern "richtiger Spaß". Und den hatte die Truppe zur gestrigen Premiere, den hatten aber auch die 150 Gäste. Sie amüsierten sich prächtig in diesen 80 Minuten. Sie amüsierten sich über darstellende Kunst, die fernab eines hochkulturellen Anspruchs zu finden ist und dennoch grundsolide Handwerkskunst bot. Einzelne Mimen hier hervorzuheben, ist nicht mein Ding, dazu fehlt mir einfach der entsprechende Sachverstand kritischer Rezensenten.
Ich wollte an diesem Freitagabend nur eines: Vergnügen. Und das habe ich bekommen. Wenn Sie, liebe Leser, das in den kommenden Tagen vielleicht auch erleben wollen, dann seien Ihnen die vier weiteren Termine heute, morgen Nachmittag (15 Uhr) sowie am 13. und 14. Juli köstlichst empfohlen.
Auch einigen kommunalen Größen sei diese Inszenierung wärmstens an Herz gelegt. Lediglich die neue Landrätin Birgit Keller war an so genannten Promis gestern im Publikum auszumachen. Kein Vertreter der Stadtverwaltung, die sich ja sonst immer im Glanze von Premieren wohlfühlen. Nun ja, es sollte - wie oben mehrfach beschrieben - keine Hochkultur sein, sondern einfach nur Spaß.
Peter-Stefan Greiner











































