Nordhäuser Bauordnungsamt sorgte für "Stille Nacht"!
Freitag, 09. März 2001, 15:36 Uhr
Nordhausen (nnz). Noch weiter unten hatte die nnz über die "Schrille Nacht" und das Jubiläumsprogramm ausführlich berichtet. Nun kam das behördliche Aus. Das Bauordnungsamt der Stadt Nordhausen hat die Veranstaltung einen Tag vor Beginn abgesagt. Begründung: Die Brandsicherung sei nicht gewährleistet. Die Nordhäuser Feuerwehr wollte die Brandsicherung nur bis 1 Uhr gewähren, die "Schrille Nacht" war jedoch bis früh 5 Uhr geplant. Außerdem sollte ein Rauchverbot erteilt werden. Die Veranstalter sind nun stocksauer, müssen sie nicht nur den Künstlern absagen, sondern auch den 500 angekündigten Besuchern.
Die Theaterparty ist die erfolgreichste Veranstaltung ihrer Art und hat in der nordthüringer Region inzwischen Kultcharakter. Seit der Verlagerung ins Große Haus des Theaters hatte sich die Zuschauerzahl noch verdoppelt. Am 16. November des vergangenen Jahres feierten 500 Partygäste friedlich bis in die frühen Morgenstunden. Die Verhinderung dieser Veranstaltung stellt für die Organisatoren einen politischen Skandal dar. Selbst Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) war gestern und heute nicht mehr erreichbar. Das Kinder- und Jugendtheater startet am Samstag, ab 21.30 Uhr, eine Unterschriftenaktion vor dem Theater für die "Schrille Nacht". Das Motto dieser Aktion lautet: "Schrille Nächte statt stille Nächte!" Die geplante Vorstellung von "Crash Kids" findet dennoch statt. Im Theater unterm Dach haben jedoch nur 60 Zuschauer Platz. Bereits gekaufte Karten für die "Schrille Nacht" können zurückgegeben werden.
Nach dem geplatzten Konzert der Gruppe Knorkator in Nordhausen, das ebenfalls durch das Bauordnungsamt kurzfristig abgesagt wurde, ist dies nun bereits der zweite Eklat dieser Güte. "Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg", meinte Ulrike Mantel vom Theater gegenüber nnz. Sie könne nicht verstehen, warum beim Bühnenball für die "Prominenz" das Rauchen gestattet sei, nur wenn die Jugend an einer Veranstaltung teilnehmen möchte, dann werde mit Auflagen knallhart umgegangen.
Autor: nnzDie Theaterparty ist die erfolgreichste Veranstaltung ihrer Art und hat in der nordthüringer Region inzwischen Kultcharakter. Seit der Verlagerung ins Große Haus des Theaters hatte sich die Zuschauerzahl noch verdoppelt. Am 16. November des vergangenen Jahres feierten 500 Partygäste friedlich bis in die frühen Morgenstunden. Die Verhinderung dieser Veranstaltung stellt für die Organisatoren einen politischen Skandal dar. Selbst Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) war gestern und heute nicht mehr erreichbar. Das Kinder- und Jugendtheater startet am Samstag, ab 21.30 Uhr, eine Unterschriftenaktion vor dem Theater für die "Schrille Nacht". Das Motto dieser Aktion lautet: "Schrille Nächte statt stille Nächte!" Die geplante Vorstellung von "Crash Kids" findet dennoch statt. Im Theater unterm Dach haben jedoch nur 60 Zuschauer Platz. Bereits gekaufte Karten für die "Schrille Nacht" können zurückgegeben werden.
Nach dem geplatzten Konzert der Gruppe Knorkator in Nordhausen, das ebenfalls durch das Bauordnungsamt kurzfristig abgesagt wurde, ist dies nun bereits der zweite Eklat dieser Güte. "Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg", meinte Ulrike Mantel vom Theater gegenüber nnz. Sie könne nicht verstehen, warum beim Bühnenball für die "Prominenz" das Rauchen gestattet sei, nur wenn die Jugend an einer Veranstaltung teilnehmen möchte, dann werde mit Auflagen knallhart umgegangen.
