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Symbolischer Beginn

Montag, 25. Juni 2012, 16:15 Uhr
Da wollten zwei, deren Dienstzeit in wenigen Tagen endet, noch einmal sich mit einer erfreulichen Nachricht der interessierten Öffentlichkeit präsentieren. Und das ausgerechnet im Kreisabfallwirtschaftszentrum...

Aufstellung genommen (Foto: J. Piper) Aufstellung genommen (Foto: J. Piper)
In diesem Gebäude wird die neue Biogasanlage entstehen. Den symbolischen Umbaubeginn feierten heute Matthias Siegert, Dagmar Bauerschäfer, Gisela Speck (alle Südharzwerke), Dr. Klaus Zeh, seine Nachfolgerin im Landtag Evelin Groß, Landrat Joachim Claus, Thomas Mund, OB Barbara Rinke, Birgit Keller, Stadtwerke-Geschäftsführer Mathias Hartung, Katrin Materlik, Fachgebietsleiterin Abfallwirtschaft, Jeanette Arndt (Südharzwerke), 1. Beigeordnete Jutta Krauth.

Landrat Joachim Claus (CDU) hat heute auf dem Abfallwirtschaftszentrum Nentzelrode den symbolischen Startschuss zum Umbau der Restabfall­behandlungs­anlage zur Biogasanlage gegeben. Im Auftrag des Landkreises wird die bestehende Anlage so umgestaltet, dass ab kommendem Jahr Bioabfälle in Biogas umgewandelt werden können.

„Damit wird die bestehende Anlage, die zurzeit kaum genutzt wird, sinnvoll weiterverwendet“, so Thomas Mund, Geschäftsführer der Südharzwerke. „Eine energetische Nutzung ist ganz im Sinne der Klimastrategie der Bundesregierung“, ergänzt Jeanette Arndt, Betriebsleiterin Verwertung. Zurzeit wird ein Teil der Bioabfälle aus dem Landkreis kompostiert. Zukünftig wird der Bioabfall doppelt genutzt, einmal stofflich als Kompost und einmal energetisch in Form von Biogas, aus dem Strom und Wärme gewonnen wird.

Der behandelte Bioabfall aus der Biogasanlage wird anschließend weiter kompostiert – von der Bananenschale bis zum Kaffeesatz durchläuft der gesamte Bioabfall zwei Verwertungsketten.

Der Kreistag hatte bereits im vergangenen Jahr die Weichen für dieses Projekt gestellt und das Konzept für die Bioabfallverwertung verabschiedet. Für die neue Anlage werden die Restabfall­behandlungs­anlage samt Grundstücke durch die Südharzwerke weiter genutzt. Nun wird bis Ende des Jahres für insgesamt rund 2,5 Millionen Euro die neue Biogasanlage errichtet.

Im ersten Schritt wird dafür die Abluftanlage, die nicht mehr benötigt wird, demontiert. „Die Biogasanlage soll bereits im Dezember 2012 in Betrieb gehen. Das Vorhaben innerhalb der verbleibenden Monate umzusetzen, ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten“, so Thomas Mund. Die Südharz­werke haben ganz konservativ gerechnet – mit den Mengen, die jetzt tatsächlich an Bioabfall zur Verfügung stehen. Die Anlage kann bei größeren Mengen, die zum Beispiel auch aus anderen Landkreisen kommen können, später erweitert werden.

Diese Investition auf der Deponie wird sich nicht auf die Gebühren für die Einwohner des Landkreises auswirken. „Das ist uns ganz wichtig. Wir werden die Abfallgebühren nicht erhöhen“, betont Kathrin Materlik, Fachgebietsleiterin Abfallwirtschaft im Landratsamt. Die Südharzwerke als gemeinsames Unternehmen von Stadt und Landkreis Nordhausen setzen durch den Umbau zur Biogasanlage die erfolgreiche Zusammenarbeit auf Unternehmensebene fort.

„Dies ist ein schönes Beispiel dafür, dass die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis Nordhausen klappt“, freute sich Landrat Joachim Claus. Dem konnte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke, die gemeinsam mit ihrem Nachfolger Dr. Klaus Zeh gekommen war, nur beipflichten. Joachim Claus nutzte die Gelegenheit auch, um sich für die gute Kooperation mit den Südharzwerken zu bedanken und zeigte sich zuversichtlich, dass diese Erfolgsgeschichte weiter fortgeführt wird.
Autor: nnz

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