nnz-Forum: Auleber Kulturtage
Montag, 24. November 2003, 15:22 Uhr
Nordhausen (nnz). Die nnz berichtete im Vorfeld bereits über die dritten Auleber Kulturtage. Im Forum nun eine Betrachtung von Gisela Hartmann.
Prof. Wolfgang Dietrich als Gast der 3. Auleber Kulturtage zog die zahlreichen Besucher der Region aber auch die anlässlich der Kulturtage angereisten Ratsmitglieder aus Ungarn mit seinem Vortrag in seinen Bann. Prof. Dietrich vermochte es durch den Reichtum seines naturwissenschaftlichen, philosophischen, theologischen aber auch politischen Wissens und Engagements einen Bogen von Auleben in die Welt und gleichermaßen die Spannung des Geschehens von der europäischen Ebene auf die Goldene Aue zu übertragen.
Der Vortrag eröffnete Räume inneren Erlebnisreichtums und leidenschaftlich ergriffenen Verantwortungsbewusstseins. Er mahnt uns alle, indem er an den großen Philosophen unseres Jahrhunderts Hans Jonas erinnert, der von dem Treugut der Natur mit überaus schönen und treffenden Worten spricht, und dass uns die Natur zum pfleglichen Umgang mit ihr anvertraut ist. Diese große Erkenntnis des 20. Jahrhunderts wird von den Menschen mit Füßen getreten, zum Schaden der Menschen und der Erde.
Was heißt für uns Verantwortung für die Goldene Aue? Sie trägt als einzige Aue in Europa diesen klangvollen Namen, glänzende Schollen und tiefe Furchen strotzen vor Energie. Anbau, Pflege und Erhalten von immer wieder hervorgebrachten Gütern werden gegen Industrie- und andere Arbeitsplätze ausgespielt, unseren Kindern und Enkeln wertvolle Lebensräume genommen.
Prof. Dietrich wandert mit uns in Gedanken auf den Kirchberg südlich von Auleben und fordert uns auf, unseren Blick auf die Goldenen Aue zu richten. Er hofft mit uns, das auch jene, die ein Stück Goldene Aus zerstören wollen, noch rechtzeitig der Blick aus der Höhe des Kirchberges den Horizont erweitert, ohne dass sich Mauern dazwischenschieben.
Prof. Dietrich endete mit dem Hinweis auf das 2003 erschienene Buch von Michael Gorbatschow Mein Manifest für die Erde und die Bewegung Grünes Kreuz zum Schutze der gefährdeten Erde. Gorbatschow schreibt in diesem Buch, welch ein Unglück die Konsumgesellschaft für die Entwicklung des Menschen ist. Er weist darauf hin, dass es bessere Lösungen gibt als Arbeitsplätze durch Zerstörung von Kultur, Natur und Ressourcen zu gewinnen.
Er fordert von uns als vernunftbegabte Wesen, intelligente Lösungen zu finden. Michael Gorbatschow war uns mit seiner Perestroika vor 1989 wegweisend für Frieden unter den Völkern, jetzt sollten wir seine Mahnungen für den Frieden zwischen Mensch und Natur nicht missachten.
Gisela Hartmann, Nordhausen
Prof. Wolfgang Dietrich als Gast der 3. Auleber Kulturtage zog die zahlreichen Besucher der Region aber auch die anlässlich der Kulturtage angereisten Ratsmitglieder aus Ungarn mit seinem Vortrag in seinen Bann. Prof. Dietrich vermochte es durch den Reichtum seines naturwissenschaftlichen, philosophischen, theologischen aber auch politischen Wissens und Engagements einen Bogen von Auleben in die Welt und gleichermaßen die Spannung des Geschehens von der europäischen Ebene auf die Goldene Aue zu übertragen.
Der Vortrag eröffnete Räume inneren Erlebnisreichtums und leidenschaftlich ergriffenen Verantwortungsbewusstseins. Er mahnt uns alle, indem er an den großen Philosophen unseres Jahrhunderts Hans Jonas erinnert, der von dem Treugut der Natur mit überaus schönen und treffenden Worten spricht, und dass uns die Natur zum pfleglichen Umgang mit ihr anvertraut ist. Diese große Erkenntnis des 20. Jahrhunderts wird von den Menschen mit Füßen getreten, zum Schaden der Menschen und der Erde.
Was heißt für uns Verantwortung für die Goldene Aue? Sie trägt als einzige Aue in Europa diesen klangvollen Namen, glänzende Schollen und tiefe Furchen strotzen vor Energie. Anbau, Pflege und Erhalten von immer wieder hervorgebrachten Gütern werden gegen Industrie- und andere Arbeitsplätze ausgespielt, unseren Kindern und Enkeln wertvolle Lebensräume genommen.
Prof. Dietrich wandert mit uns in Gedanken auf den Kirchberg südlich von Auleben und fordert uns auf, unseren Blick auf die Goldenen Aue zu richten. Er hofft mit uns, das auch jene, die ein Stück Goldene Aus zerstören wollen, noch rechtzeitig der Blick aus der Höhe des Kirchberges den Horizont erweitert, ohne dass sich Mauern dazwischenschieben.
Prof. Dietrich endete mit dem Hinweis auf das 2003 erschienene Buch von Michael Gorbatschow Mein Manifest für die Erde und die Bewegung Grünes Kreuz zum Schutze der gefährdeten Erde. Gorbatschow schreibt in diesem Buch, welch ein Unglück die Konsumgesellschaft für die Entwicklung des Menschen ist. Er weist darauf hin, dass es bessere Lösungen gibt als Arbeitsplätze durch Zerstörung von Kultur, Natur und Ressourcen zu gewinnen.
Er fordert von uns als vernunftbegabte Wesen, intelligente Lösungen zu finden. Michael Gorbatschow war uns mit seiner Perestroika vor 1989 wegweisend für Frieden unter den Völkern, jetzt sollten wir seine Mahnungen für den Frieden zwischen Mensch und Natur nicht missachten.
Gisela Hartmann, Nordhausen
| Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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