Vom Gipsabbau bedroht
Montag, 25. Juni 2012, 06:26 Uhr
Am kommenden Samstag führt der Verein Wir Walkenrieder eine Wanderung durch den vom Gipsabbau teilweise bereits zerstörten und in seinem östlichen Teil von weiterem Abbau bedrohten Röseberg bei Walkenried durch. Einzelheiten dazu wie immer in Ihrer nnz...
Zu dieser Wanderung, die am 30. Juni um 10 Uhr nach Ankunft der beiden Züge aus Northeim und Nordhausen am Bahnhof Walkenried beginnt und etwa drei Stunden dauern wird, ist jedermann herzlich eingeladen. Endpunkt ist wiederum der Bahnhof Walkenried. Die Anreise per Bahn wird empfohlen. Auch Natur- und Umweltschützer aus dem Landkreis Nordhausen werden sich an dieser Protestwanderung beteiligen.
Der Röseberg ist für das Walkenrieder Ortsbild, insbesondere das so genannte Unterkloster, ein bestimmender Höhenzug. Er wurde einst für seine landschaftliche Schönheit gepriesen und trug auf seinem Rücken sogar ein Ausflugslokal. Merian und andere wählen Punkte auf dem Röseberg für ihre Darstellungen des Klosters Walkenried aus. Seit Errichtung der Walkenrieder Gipsfabrik von Albrecht Meier wird der Röseberg jedoch auch für den Abbau von Gips genutzt. Nach Übernahme der Abbaufelder durch die Firma Saint Gobain (Kutzhütte) wurde der Abbau intensiviert und hat sich nun schon – mit Genehmigung des Landkreises Osterode am Harz – bis kurz hinter die ersten Häuser von Walkenried vorgetastet.
Demnächst wird der so genannte Kutschweg nach Branderode verschwunden sein. Direkt neben dem Grünen Band türmt sich bereits eine Abraumhalde, eine zweite unterbricht die früher intakte Horizontlinie des Rösebergkamms und entstellt das Bild des Berges aus Richtung Walkenried erheblich.
Nunmehr ist auch der noch intakte Ostteil des Rösebergs vom Gipsabbau bedroht. Zwar soll hier eine Potemkinsche Flanke am Steilhang des Berges stehen bleiben, doch dürften die Auswirkungen auf das Ortsbild anders als offiziell dargestellt erheblich sein. Das Kloster Walkenried liegt etwa 300 Meter von diesem Abbaubereich entfernt. Der Steinbruch wird vom Zugang zum Kloster aus von November bis April auf alle Fälle und in der übrigen Zeit vermutlich auch zu sehen sein. Abgesehen hiervon geht ein weiteres Stück Landschaft in unmittelbarer Nachbarschaft des Grünen Bandes verloren, wenn die Beteiligten nicht noch in letzter Minute Einsicht zeigen und ihre Pläne ändern.
Um zu zeigen, was bereits verloren gegangen ist und was noch auf dem Spiel steht, führt der Verein, der sich ansonsten um den Erhalt und Ausbau von Wanderwegen im Ort Walkenried und drum herum kümmert und Aufgaben im Bereich des Tourismus übernommen hat, diesen Gang durch. Vom Bahnhof geht es durch das Rösetal, am Gipswerk vorbei zum Kolonnenweg, zum Kutschweg und zum Kammweg und auf dem Karstwanderweg wieder zurück zum Bahnhof. Es werden ausschließlich öffentliche Wege begangen.
Autor: nnzZu dieser Wanderung, die am 30. Juni um 10 Uhr nach Ankunft der beiden Züge aus Northeim und Nordhausen am Bahnhof Walkenried beginnt und etwa drei Stunden dauern wird, ist jedermann herzlich eingeladen. Endpunkt ist wiederum der Bahnhof Walkenried. Die Anreise per Bahn wird empfohlen. Auch Natur- und Umweltschützer aus dem Landkreis Nordhausen werden sich an dieser Protestwanderung beteiligen.
Der Röseberg ist für das Walkenrieder Ortsbild, insbesondere das so genannte Unterkloster, ein bestimmender Höhenzug. Er wurde einst für seine landschaftliche Schönheit gepriesen und trug auf seinem Rücken sogar ein Ausflugslokal. Merian und andere wählen Punkte auf dem Röseberg für ihre Darstellungen des Klosters Walkenried aus. Seit Errichtung der Walkenrieder Gipsfabrik von Albrecht Meier wird der Röseberg jedoch auch für den Abbau von Gips genutzt. Nach Übernahme der Abbaufelder durch die Firma Saint Gobain (Kutzhütte) wurde der Abbau intensiviert und hat sich nun schon – mit Genehmigung des Landkreises Osterode am Harz – bis kurz hinter die ersten Häuser von Walkenried vorgetastet.
Demnächst wird der so genannte Kutschweg nach Branderode verschwunden sein. Direkt neben dem Grünen Band türmt sich bereits eine Abraumhalde, eine zweite unterbricht die früher intakte Horizontlinie des Rösebergkamms und entstellt das Bild des Berges aus Richtung Walkenried erheblich.
Nunmehr ist auch der noch intakte Ostteil des Rösebergs vom Gipsabbau bedroht. Zwar soll hier eine Potemkinsche Flanke am Steilhang des Berges stehen bleiben, doch dürften die Auswirkungen auf das Ortsbild anders als offiziell dargestellt erheblich sein. Das Kloster Walkenried liegt etwa 300 Meter von diesem Abbaubereich entfernt. Der Steinbruch wird vom Zugang zum Kloster aus von November bis April auf alle Fälle und in der übrigen Zeit vermutlich auch zu sehen sein. Abgesehen hiervon geht ein weiteres Stück Landschaft in unmittelbarer Nachbarschaft des Grünen Bandes verloren, wenn die Beteiligten nicht noch in letzter Minute Einsicht zeigen und ihre Pläne ändern.
Um zu zeigen, was bereits verloren gegangen ist und was noch auf dem Spiel steht, führt der Verein, der sich ansonsten um den Erhalt und Ausbau von Wanderwegen im Ort Walkenried und drum herum kümmert und Aufgaben im Bereich des Tourismus übernommen hat, diesen Gang durch. Vom Bahnhof geht es durch das Rösetal, am Gipswerk vorbei zum Kolonnenweg, zum Kutschweg und zum Kammweg und auf dem Karstwanderweg wieder zurück zum Bahnhof. Es werden ausschließlich öffentliche Wege begangen.

