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nnz-Kurz-News vom Wochenende (2)

Sonntag, 23. November 2003, 16:13 Uhr
Nordhausen (nnz). Auch am Sonntag haben wir aktuelle Meldungen für Sie zusammengestellt. Mit einem Klick auf MEHR sind Sie auf dem Laufenden, was in Thüringen und Deutschland passiert ist.


14jähriger lebensgefährlich verletzt
Ein Junge hat beim Spielen auf einem Bahnwaggon in Erfurt einen Stromschlag erlitten und ist lebensgefährlich verletzt worden. Der 14-Jährige war am Samstagnachmittag mit zwei anderen Jugendlichen am alten Nordhäuser Bahnhof auf einen abgestellten Bahnwagen geklettert, berichtete die Polizei am Sonntag. Er geriet in eine Oberleitung und musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik in Leipzig geflogen werden. Die beiden anderen Jungen wurden nicht verletzt.


Literaturpreis für Seiler
Der Geraer Schriftsteller Lutz Seiler erhält für seinen Gedichtband „vierzig kilometer nacht“ den mit 15 500 Euro dotierten Bremer Literaturpreis 2004. Der bei Berlin lebende Autor halte in einem sehr eigenen Ton und Bildern von großer Eindringlichkeit die Erinnerung an Kindheit und Jugend in der DDR und die Erfahrung der Nachwendezeit fest, teilte die Rudolf-Alexander- Schröder-Stiftung am Sonntag mit. Der Preis wird am 26. Januar in Bremen verliehen. Der Gedichtband erschien im Suhrkamp Verlag.


Winter lässt auf sich warten
Der Winter lässt in Thüringen noch auf sich warten. Zu Beginn der Woche bleibt es nach Angaben des Wetterforschers mild. Erst in der zweiten Wochenhälfte soll es etwas kühler werden. Die Temperaturen steigen dann auf bis zu sieben Grad, während die Nächte vom Frost zunächst noch verschont bleiben sollen. Man nähere sich dem langjährigen Mittel.


Sattelschlepper abgebrannt
Beim Brand eines abgestellten Sattelschleppers ist am Samstag in Sonneberg ein Schaden von etwa 150 000 Euro entstanden. Nach Polizeiangaben brannte der mit Einlegepapier beladene Auflieger völlig aus, auch die Zugmaschine wurde beschädigt. Menschen wurden durch das Feuer nicht verletzt, die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung auf.


Fehlalarm sorgte für Unruhe
Ein Fehlalarm hat auf dem Flughafen Berlin- Schönefeld für Aufregung gesorgt. Die Abfertigung einer Maschine der israelischen Fluggesellschaft El Al nach Tel Aviv wurde wegen eines verdächtigen Gepäckstücks unterbrochen. Das sagte ein Sprecher des Bundesgrenzschutzes. Der verdächtige Koffer habe sich aber als harmlos erwiesen. Mit zwei Stunden Verspätung sei das Flugzeug gestartet.


Vertrag wurde bestätigt
Die Bundesanstalt für Arbeit hat die Dotierung eines Vertrages mit einem Medienberatungsunternehmen bestätigt. Es sei ein Vertrag über 820 000 Euro geschlossen worden, sagte eine BA- Sprecherin in Nürnberg. Sie reagierte damit auf einen Bericht der "Bild am Sonntag", wonach Behörden-Chef Florian Gerster wegen des Vertrags in die Kritik geraten sei. Angaben der Zeitung über eine Etat-Verdopplung der BA für die Öffentlichkeitsarbeit wies die Sprecherin zurück.


Künast an Legenhennen-Front
Landwirtschaftsministerin Renate Künast kämpft weiter für die Freiheit der Legehennen. In einem Brief an die Ministerpräsidenten der Länder fordert Künast den Bunderat auf, am beschlossenen Verbot für die Käfighaltung der Hühner festzuhalten. Das Ministerium bestätigte einen entsprechenden Zeitungsbericht. Die meisten Länder wollen auf der Bundesrats-Sitzung am kommenden Freitag das Verbot jedoch kippen. Dies widerspreche dem Tierschutz-Gebot in der Verfassung, schreibt Künast.


Messerangriff aufgeklärt
Der tödliche Messerangriff auf eine Erzieherin in einem Jugendheim im pfälzischen Rodalben ist so gut wie aufgeklärt. Die drei gefassten Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren haben die brutale Attacke auf die 26- Jährige zugegeben. Das teilte die Polizei in Kaiserslautern mit. Das zuständige Amtsgericht soll jetzt über eine Verlängerung des bereits seit Freitag geltenden Haftbefehls wegen Totschlags entscheiden. Die Jugendlichen sollten in dem Heim statt Untersuchungshaft pädagogisch betreut werden.


Stolpe gegen Winterreifengebot
Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe ist gegen die Forderung der Innenminister, das Fahren mit Winterreifen bei entsprechenden Straßenverhältnissen vorzuschreiben. Dem "Focus" sagte Stolpe, die "effekthascherische Forderung taugt nicht für die Praxis". Die Innenminister von Bund und Ländern hatten am Freitag in Jena an Stolpe appelliert, den Punkt in die Straßenverkehrsordnung aufzunehmen. Das Fahren ohne entsprechende Ausrüstung solle künftig nicht ohne Folgen bleiben, meinten die Ressortchefs.
Autor: nnz

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