Horn und Harfe
Dienstag, 19. Juni 2012, 12:41 Uhr
Es war ein außergewöhnliches Konzert, das die zahlreichen Zuhörer am vergangenen Samstag in der Neustädter Kirche anzog: Horn und Harfe, eine seltene Kombination. Um dies zu hören, kamen die Konzertbesucher aus dem nahem und weitem Umland. Eine Rezension von Rolf Richter...
Die Erwartungen waren hoch, denn Künstler aus dem kulturellen Zentrum Sachsens, aus Dresden, hat man hier nicht alle Tage zu Gast. Wie schön, dass die Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern in hohem Maße übertroffen wurden. Sarah Christ, in deutschen Landen und darüber hinaus wegen ihrer hohen Kunst bekannt, verstand es vor allem in ihren beiden Solostücken, dem Impromptu op. 86 von Gabriel Fauré und der Fantasie über Puccinis Oper Tosca von der berühmten italienischen Harfenistin Elena Zaniboni, die Konzertbesucher in den Bann zu ziehen.
Die Tonfülle ihres kostbaren Instruments, die große Spannung der Melodiebögen, die virtuose Spieltechnik und die perfekten Arpeggios, die rauschenden Glissandi und die Kraft der Akkordfolgen und dynamischen Steigerungen: Das alles erreichte die Ohren der Zuhörer dank der guten Raumakustik in ergreifender Weise. Wann hat man je so die Harfe spielen gehört!
Doch hatte das Konzert Weiteres zu bieten. Der bläserische Part des Horns, meisterhaft und tonschön präsentiert von Harald Heim, Mitglied der Dresdner Staatskapelle und der Dresdner Kapellsolisten, hatte ebenso das Zeug, unter die Haut zu gehen. Die Leichtigkeit seines Spiel ließ kaum ahnen, wie viel Leistung und in vielen Jahren erworbenes Können dahinter stehen. Doch der Eingeweihte weiß es und bewundert gerne die Sicherheit und die Ausdruckskraft seines Spiels, das vom strahlenden Forte bis zum zartesten Pianissimo alle Register in nobler Weise beherrscht.
So konnten im fein abgestimmten Zusammenspiel zwischen Horn und Harfe unter anderem Maurice Ravels Pavane pour une infante défunte, die "Romanze op. 36 von Camille Saint-Saëns und Luigi Cherubinis 2 Sonaten in F-Dur (im Original für Horn und Streichquartett) ihren ganzen romantischen Zauber und den Reiz der Virtuosität entfalten.
Das Publikum folgte ebenso interessiert und aufmerksam den erläuternden Anmerkungen der Künstler zu ihren Instrumenten und deren Spieltechnik. Ein beglückender und bereichernder Abend, für den sich die Zuhörer mit herzlichem und anhaltendem Applaus bedankten und dafür von dem Künstlerehepaar seinerseits mit einer Zugabe bedacht wurden.
Rolf Richter
Autor: psgDie Erwartungen waren hoch, denn Künstler aus dem kulturellen Zentrum Sachsens, aus Dresden, hat man hier nicht alle Tage zu Gast. Wie schön, dass die Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern in hohem Maße übertroffen wurden. Sarah Christ, in deutschen Landen und darüber hinaus wegen ihrer hohen Kunst bekannt, verstand es vor allem in ihren beiden Solostücken, dem Impromptu op. 86 von Gabriel Fauré und der Fantasie über Puccinis Oper Tosca von der berühmten italienischen Harfenistin Elena Zaniboni, die Konzertbesucher in den Bann zu ziehen.
Die Tonfülle ihres kostbaren Instruments, die große Spannung der Melodiebögen, die virtuose Spieltechnik und die perfekten Arpeggios, die rauschenden Glissandi und die Kraft der Akkordfolgen und dynamischen Steigerungen: Das alles erreichte die Ohren der Zuhörer dank der guten Raumakustik in ergreifender Weise. Wann hat man je so die Harfe spielen gehört!
Doch hatte das Konzert Weiteres zu bieten. Der bläserische Part des Horns, meisterhaft und tonschön präsentiert von Harald Heim, Mitglied der Dresdner Staatskapelle und der Dresdner Kapellsolisten, hatte ebenso das Zeug, unter die Haut zu gehen. Die Leichtigkeit seines Spiel ließ kaum ahnen, wie viel Leistung und in vielen Jahren erworbenes Können dahinter stehen. Doch der Eingeweihte weiß es und bewundert gerne die Sicherheit und die Ausdruckskraft seines Spiels, das vom strahlenden Forte bis zum zartesten Pianissimo alle Register in nobler Weise beherrscht.
So konnten im fein abgestimmten Zusammenspiel zwischen Horn und Harfe unter anderem Maurice Ravels Pavane pour une infante défunte, die "Romanze op. 36 von Camille Saint-Saëns und Luigi Cherubinis 2 Sonaten in F-Dur (im Original für Horn und Streichquartett) ihren ganzen romantischen Zauber und den Reiz der Virtuosität entfalten.
Das Publikum folgte ebenso interessiert und aufmerksam den erläuternden Anmerkungen der Künstler zu ihren Instrumenten und deren Spieltechnik. Ein beglückender und bereichernder Abend, für den sich die Zuhörer mit herzlichem und anhaltendem Applaus bedankten und dafür von dem Künstlerehepaar seinerseits mit einer Zugabe bedacht wurden.
Rolf Richter

