Der beste Sonnenschutz für Kinder
Mittwoch, 13. Juni 2012, 07:57 Uhr
Einen Platz an der (Urlaubs-)Sonne - den streben in den anstehenden Sommerferien auch viele Nordthüringer an. Doch egal, ob am Meer oder im Gebirge: Sonnenschein ist nicht nur wohltuend und stimmungsfördernd, sondern dank UV-Strahlung auch die Hauptursache für Hautalterung und erhöhtes Hautkrebsrisiko....
Vor allem für Kinder gilt: allzu viel ist ungesund. Thüringens Apothekerinnen und Apotheker geben Tipps, wie Sie Ihre Kleinen effektiv vor der Sonne schützen.
Kinderhaut kann sich schlechter als die von Erwachsenen gegen schädliche Umwelteinflüsse schützen. Hierzu zählt auch der Sonnenschein: "UV-Strahlung schädigt die Fasern und Zellen der Haut. Diese altert rascher, wird schneller unelastisch und bekommt früher Falten. Jeder Sonnenbrand innerhalb der ersten fünf Lebensjahre erhöht zudem das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken", erklärt Eleonore Liebetrau, Pressesprecherin der Region Nordhausen (Stadt und Landkreis). Weil vor allem Babyhaut nur wenig vom Schutzpigment Melanin ausbilden kann, gilt für Kinder unter einem Jahr ein generelles Sonnenverbot. Bei älteren Kindern ist ausreichender UV-Schutz ein Muss.
Wer B sagt, muss auch A sagen - zumindest beim Sonnenschutz: Kinderhaut sollte nicht nur gegen UV-B, sondern auch gegen UV-A-Strahlung geschützt werden. Gute Produkte weisen den Lichtschutzfaktor (LSF) für beide Strahlenarten aus: 30 ist das Minimum für UV-B, für UV-A reicht Faktor 10 aus. Für Kinder empfiehlt Neidel Produkte mit mineralischen Filtern: "Sie reflektieren die UV-Strahlen, ohne dass die Wirkstoffe in die Haut eindringen - das mindert das Allergierisiko." Von chemischen Filtern rät Liebetrau bei Kindern dagegen ab: "Deren Wirkstoffe dringen in die Haut ein. Noch ist nicht klar, was sie dort genau bewirken."
Doch auch das beste Produkt nützt nur, wenn man es richtig anwendet. Da die Schutzwirkung erst nach etwa 30 Minuten eintritt, muss bereits vor dem Gang ins Freie gecremt werden. Wird viel gebadet oder fließt beim Toben der Schweiß, sollte man regelmäßig nachcremen - selbst bei wasserfesten Produkten: auch ihre Wirkung nimmt nach und nach ab, spätestens nach dem Abtrocknen ist eine neue Portion fällig. Wichtig: kein Körperteil vergessen -auch Ohren, Hände, Füße, Stirn und Nacken mögen keinen Sonnenbrand. Ist bei Kleinkindern das Haar noch sehr fein, schützt beim Baden ein Spray die Kopfhaut.
Kinder mögen meist ohnehin lieber Lotionen, Sonnenmilch, Gels oder eben Sprays anstelle von Cremes, für die Schutzwirkung ist die Konsistenz unerheblich. "Auch bewölkter Himmel, Sonnenschirme oder Schatten machen das Eincremen nicht überflüssig: die UV-Strahlung ist dann zwar schwächer, aber dennoch vorhanden", warnt Liebetrau. Nach einem Tag in der Sonne spenden Cremes und Lotionen Feuchtigkeit, After-Sun-Produkte kühlen und beruhigen leicht gereizte Haut.
Ein Freibrief für Sonnenbaden ohne Limit sind jedoch auch gute und richtig angewendete Sonnenschutzprodukte nicht. In der besonders UV-intensiven Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr sollten Kinder daher besser nicht in der prallen Sonne spielen. Luftige Kleidung, die Oberkörper und Oberschenkel bedeckt, und ein Hut schützen zusätzlich - gerade kleine Kinder dürfen der Sonne keinesfalls unbekleidet ausgesetzt werden. Wer will, kann hierfür sogar zu Textilien mit eingearbeitetem UV-Schutz greifen. Sonnenbrillen sollten einen solchen in jedem Fall aufweisen.
Was tun, wenn sich die sonnenverbrannte Haut trotz allem rot färbt? Sofort in den Schatten, viel trinken und verbrannte Stellen mit feuchten Umschlägen kühlen, heißt die Devise. Lotionen und Emulsionen aus der Apotheke helfen der geplagten Haut zusätzlich. Ist die Haut sehr stark gerötet und zeigt Blasen oder wirkt das Kind schwach und verwirrt, sucht man am besten einen Arzt auf.
Autor: nnzVor allem für Kinder gilt: allzu viel ist ungesund. Thüringens Apothekerinnen und Apotheker geben Tipps, wie Sie Ihre Kleinen effektiv vor der Sonne schützen.
Kinderhaut kann sich schlechter als die von Erwachsenen gegen schädliche Umwelteinflüsse schützen. Hierzu zählt auch der Sonnenschein: "UV-Strahlung schädigt die Fasern und Zellen der Haut. Diese altert rascher, wird schneller unelastisch und bekommt früher Falten. Jeder Sonnenbrand innerhalb der ersten fünf Lebensjahre erhöht zudem das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken", erklärt Eleonore Liebetrau, Pressesprecherin der Region Nordhausen (Stadt und Landkreis). Weil vor allem Babyhaut nur wenig vom Schutzpigment Melanin ausbilden kann, gilt für Kinder unter einem Jahr ein generelles Sonnenverbot. Bei älteren Kindern ist ausreichender UV-Schutz ein Muss.
Wer B sagt, muss auch A sagen - zumindest beim Sonnenschutz: Kinderhaut sollte nicht nur gegen UV-B, sondern auch gegen UV-A-Strahlung geschützt werden. Gute Produkte weisen den Lichtschutzfaktor (LSF) für beide Strahlenarten aus: 30 ist das Minimum für UV-B, für UV-A reicht Faktor 10 aus. Für Kinder empfiehlt Neidel Produkte mit mineralischen Filtern: "Sie reflektieren die UV-Strahlen, ohne dass die Wirkstoffe in die Haut eindringen - das mindert das Allergierisiko." Von chemischen Filtern rät Liebetrau bei Kindern dagegen ab: "Deren Wirkstoffe dringen in die Haut ein. Noch ist nicht klar, was sie dort genau bewirken."
Doch auch das beste Produkt nützt nur, wenn man es richtig anwendet. Da die Schutzwirkung erst nach etwa 30 Minuten eintritt, muss bereits vor dem Gang ins Freie gecremt werden. Wird viel gebadet oder fließt beim Toben der Schweiß, sollte man regelmäßig nachcremen - selbst bei wasserfesten Produkten: auch ihre Wirkung nimmt nach und nach ab, spätestens nach dem Abtrocknen ist eine neue Portion fällig. Wichtig: kein Körperteil vergessen -auch Ohren, Hände, Füße, Stirn und Nacken mögen keinen Sonnenbrand. Ist bei Kleinkindern das Haar noch sehr fein, schützt beim Baden ein Spray die Kopfhaut.
Kinder mögen meist ohnehin lieber Lotionen, Sonnenmilch, Gels oder eben Sprays anstelle von Cremes, für die Schutzwirkung ist die Konsistenz unerheblich. "Auch bewölkter Himmel, Sonnenschirme oder Schatten machen das Eincremen nicht überflüssig: die UV-Strahlung ist dann zwar schwächer, aber dennoch vorhanden", warnt Liebetrau. Nach einem Tag in der Sonne spenden Cremes und Lotionen Feuchtigkeit, After-Sun-Produkte kühlen und beruhigen leicht gereizte Haut.
Ein Freibrief für Sonnenbaden ohne Limit sind jedoch auch gute und richtig angewendete Sonnenschutzprodukte nicht. In der besonders UV-intensiven Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr sollten Kinder daher besser nicht in der prallen Sonne spielen. Luftige Kleidung, die Oberkörper und Oberschenkel bedeckt, und ein Hut schützen zusätzlich - gerade kleine Kinder dürfen der Sonne keinesfalls unbekleidet ausgesetzt werden. Wer will, kann hierfür sogar zu Textilien mit eingearbeitetem UV-Schutz greifen. Sonnenbrillen sollten einen solchen in jedem Fall aufweisen.
Was tun, wenn sich die sonnenverbrannte Haut trotz allem rot färbt? Sofort in den Schatten, viel trinken und verbrannte Stellen mit feuchten Umschlägen kühlen, heißt die Devise. Lotionen und Emulsionen aus der Apotheke helfen der geplagten Haut zusätzlich. Ist die Haut sehr stark gerötet und zeigt Blasen oder wirkt das Kind schwach und verwirrt, sucht man am besten einen Arzt auf.
