Wer hat versagt?
Dienstag, 12. Juni 2012, 16:46 Uhr
Kreistagsmitglied Franka Hitzing berichtete gestern in der Sitzung des Kreisausschusses, dass es ein Versagen innerhalb der Rettungskette gegeben habe. Eine Frau sei verstorben...
Zugegeben, Friedrichsthal muss nicht jeder kennen. Die Mitarbeiter der Rettungsleitstelle und der Rettungsdienste im Landkreis Nordhausen schon. Und so mutete es ein wenig skurril an, was die FDP-Frau da gestern berichtete. Am Wochenende soll ein Notruf in der Rettungsleitstelle eingegangen sein. Der dort Diensthabende habe den Rettungsdienst in Ellrich alarmiert. Dessen Mitarbeiter hätten jedoch nicht gewusst, wo Friedrichsthal zu finden ist.
Angehörige des Patienten hätten erst mühevoll beschreiben müssen, wie man in den Ort fahren kann. Als die Retter ankamen, war die Person verstorben, so Hitzing gestern.
In der Kreisverwaltung untersucht man derzeit den Vorgang, wie Sprecherin Jessica Piper der nnz bestätigte. "Der zuständige Mitarbeiter der Leitstelle wurde vorsorglich vom Dienst freigestellt und wird zum Vorgang angehört werden. Der zuständige Rettungsdienst aus Bleicherode war innerhalb der vorgeschriebenen Zeit am Einsatzort", so Piper.
Hier liegen also Unterschiede vor: Während Franka Hitzing von Ellrich sprach, sagt die Behörde, dass die Rettungssanitäter aus Bleicherode nach Friedrichsthal fuhren. Es bedarf also hier einer weiteren Aufklärung. Die nnz wird weiter berichten.
Hintergrund: Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass in 95% aller Fälle im Jahr vom Eingang des Notrufs in der Leitstelle bis zum Eintreffen am Einsatzort 14 Minuten vergehen dürfen.
Autor: nnzZugegeben, Friedrichsthal muss nicht jeder kennen. Die Mitarbeiter der Rettungsleitstelle und der Rettungsdienste im Landkreis Nordhausen schon. Und so mutete es ein wenig skurril an, was die FDP-Frau da gestern berichtete. Am Wochenende soll ein Notruf in der Rettungsleitstelle eingegangen sein. Der dort Diensthabende habe den Rettungsdienst in Ellrich alarmiert. Dessen Mitarbeiter hätten jedoch nicht gewusst, wo Friedrichsthal zu finden ist.
Angehörige des Patienten hätten erst mühevoll beschreiben müssen, wie man in den Ort fahren kann. Als die Retter ankamen, war die Person verstorben, so Hitzing gestern.
In der Kreisverwaltung untersucht man derzeit den Vorgang, wie Sprecherin Jessica Piper der nnz bestätigte. "Der zuständige Mitarbeiter der Leitstelle wurde vorsorglich vom Dienst freigestellt und wird zum Vorgang angehört werden. Der zuständige Rettungsdienst aus Bleicherode war innerhalb der vorgeschriebenen Zeit am Einsatzort", so Piper.
Hier liegen also Unterschiede vor: Während Franka Hitzing von Ellrich sprach, sagt die Behörde, dass die Rettungssanitäter aus Bleicherode nach Friedrichsthal fuhren. Es bedarf also hier einer weiteren Aufklärung. Die nnz wird weiter berichten.
Hintergrund: Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass in 95% aller Fälle im Jahr vom Eingang des Notrufs in der Leitstelle bis zum Eintreffen am Einsatzort 14 Minuten vergehen dürfen.
