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Gut Ding will Weile haben

Mittwoch, 19. November 2003, 17:57 Uhr
Nordhausen (nnz). So viele Gäste hat eine Hauptausschusssitzung nicht immer. Der Betriebsrat der Theater GmbH war im Europa-Zimmer aufgelaufen. Dessen Mitglieder hörten interessiert zu, was sich die kommunalen Größen der Nordhäuser Politik über Satzungen und Beschlüsse zu sagen hatten.


Eigentlich waren die Arbeitnehmervertreter ja nur an einem Punkt interessiert. Die Kulturkonzeption hatte es ihnen angetan, man konnte es in ihren Gesichter lesen, als darüber diskutiert wurde. Aber die Theaterleute wurden enttäuscht. Nur die SPD hatte sich schon etwas Klarheit hinsichtlich der Konzeption verschafft, PDS und CDU signalisieren noch Gesprächsbedarf. „Jetzt haben wir sechs Jahre rumgemährt, da kommt es auf ein paar Wochen später auch nicht an“, so Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD). Das konnte die Gäste wohl kaum zufriedengestellt haben, denn Minuten später wurde schon über Änderungen der Straßenausbaubeitragssatzung debattiert,

Gesprochen wurde in der lockeren Hauptausschussrunde noch über die Umsetzung der „Nutzung der Kultur- und Sportstätten und der Verwendung von Einnahmen“, über einen künftigen Radweg von Nordhausen nach Herreden, über die Einigung bei der Kreisumlage und darüber, dass Nordhausen künftig frei von Barrieren für Menschen mit Behinderungen sein soll. Diesen Antrag brachte der ehrenamtliche Beigeordnete Dr. Klaus Gebhardt (SPD) in Abstimmung mit dem Seniorenbeirat ein. Das barrierefreie Nordhausen kann aber nur realisiert werden, wenn es die Haushaltslage der Rolandstadt zulasse. Ähnlich könne es auch dem Radweg nach Herreden ergehen.
Autor: nnz

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