Wegwerfgesellschaft
Dienstag, 18. November 2003, 20:19 Uhr
Nordhausen(nnz). Weil wir so viel konsumieren, muß auch viel weggeschmissen werden. Damit dabei die Umwelt nicht über Gebühr belastet wird, ist es wichtig, daß Mülldeponien auf dem neuesten Stand sind. Die Mühen des Landkreises wurden heute gewürdigt.
Zwischen 1965 und 1993 wurden auf der Kreisabfalldeponie Netzelsrode Hausabfälle einfach abgelagert, ohne Vorbehandlung und jeden Gedanken an Umweltschutz. Die 10 Hektar des Altstandortes waren verseucht und mußten nun gesichert und renaturiert werden. Der Landkreis Nordhausen ging in Vorleistung und wird im Frühjahr 2004 die aufwendigen Arbeiten beenden. Pünktlich zur Landesgartenschau.
Stefan Baldus, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, möchte die Sanierungsbemühungen unterstützen und übergab heute einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 531.000 Euro. Das Geld muß bis zum Haushaltschluß am 10.12. diesen Jahres noch verwendet werden, sonst verfällt es. Landrat Joachim Claus (CDU) freute sich über die Mittel, die er bekommen konnte, weil andere sie nicht abrufen.
Nordhausen ist wieder einmal Vorreiter, denn in Netzelsrode soll ein neues Verfahren der Abdichtung ausprobiert werden. Wie funktioniert die neue Methode?
Normalerweise wird eine Kombinationsdichtung aus Folie und Mineralschicht durchgeführt, die 8-9 Millionen Euro gekostet hätte. Die Mineralschicht ist 50 cm dick, während sie hier nur 30 cm beträgt. Daran schließt eine Wasserhaushaltschicht von 2,5 Metern an. Das Wasser wird gespeichert und durch Verdunstung an die Atmosphäre abgegeben. Sicherwasser entsteht praktisch nicht. Von Vorteil war, daß alle Materialien auf dem Deponiegelände zur Verfügung standen.
Ein Nachnutzungskonzept existiert bereits. Es soll eine Photovoltaikanlage entstehen, die 1-1,3 Megawatt Leistung erbringen kann. Ein potentieller Investor zeigte bereits Interesse. Da ein Biomassekraftwerk auf dem Gelände existiert, ist es voll erschlossen und für die Stromgewinnung unkompliziert nutzbar.
Momentan finden noch Restarbeiten statt, die im Frühjahr fortgesetzt werden. Nur die Begrünung macht im Moment noch Sorgen, da sich wegen der Landesgartenschau keine Firma findet, welche diese Arbeiten preisgünstig übernehmen kann.
Autor: wf
Zwischen 1965 und 1993 wurden auf der Kreisabfalldeponie Netzelsrode Hausabfälle einfach abgelagert, ohne Vorbehandlung und jeden Gedanken an Umweltschutz. Die 10 Hektar des Altstandortes waren verseucht und mußten nun gesichert und renaturiert werden. Der Landkreis Nordhausen ging in Vorleistung und wird im Frühjahr 2004 die aufwendigen Arbeiten beenden. Pünktlich zur Landesgartenschau.Stefan Baldus, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, möchte die Sanierungsbemühungen unterstützen und übergab heute einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 531.000 Euro. Das Geld muß bis zum Haushaltschluß am 10.12. diesen Jahres noch verwendet werden, sonst verfällt es. Landrat Joachim Claus (CDU) freute sich über die Mittel, die er bekommen konnte, weil andere sie nicht abrufen.
Nordhausen ist wieder einmal Vorreiter, denn in Netzelsrode soll ein neues Verfahren der Abdichtung ausprobiert werden. Wie funktioniert die neue Methode?
Normalerweise wird eine Kombinationsdichtung aus Folie und Mineralschicht durchgeführt, die 8-9 Millionen Euro gekostet hätte. Die Mineralschicht ist 50 cm dick, während sie hier nur 30 cm beträgt. Daran schließt eine Wasserhaushaltschicht von 2,5 Metern an. Das Wasser wird gespeichert und durch Verdunstung an die Atmosphäre abgegeben. Sicherwasser entsteht praktisch nicht. Von Vorteil war, daß alle Materialien auf dem Deponiegelände zur Verfügung standen.
Ein Nachnutzungskonzept existiert bereits. Es soll eine Photovoltaikanlage entstehen, die 1-1,3 Megawatt Leistung erbringen kann. Ein potentieller Investor zeigte bereits Interesse. Da ein Biomassekraftwerk auf dem Gelände existiert, ist es voll erschlossen und für die Stromgewinnung unkompliziert nutzbar.
Momentan finden noch Restarbeiten statt, die im Frühjahr fortgesetzt werden. Nur die Begrünung macht im Moment noch Sorgen, da sich wegen der Landesgartenschau keine Firma findet, welche diese Arbeiten preisgünstig übernehmen kann.
